Editionsrichtlinien.md 162 KB
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title: Editionsrichtlinien
subtitle: 'zum Projekt: Ferruccio Busoni  Briefe und Schriften'
author: Christian Schaper
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Christian Schaper committed
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date: 'vorläufige Fassung, Stand: 7. April 2017'
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institute: Institut für Musikwissenschaft und Medienwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin
output: Editionsrichtlinien.pdf

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# Einleitung

## Über die digitale Edition «Ferruccio Busoni – Briefe und Schriften»

Der italienische Komponist, Pianist und Musikschriftsteller [Ferruccio Busoni](https://busoni-nachlass.org/edition/entities/p0017.html) (1866–1924) lebte seit 1894 in Berlin; seine [Wohnung am Viktoria-Luise-Platz](https://busoni-nachlass.org/edition/entities/l0072.html) gab er auch während des kriegsbedingten Exils in Zürich (1916–1920) nicht auf. Sein Nachlass, der in der Staatsbibliothek zu Berlin · Preußischer Kulturbesitz aufbewahrt wird, umfasst insgesamt mehr als 8.000 Briefe, daneben u. a. Noten- und Text-Manuskripte, Konzertprogramme, Kritiken, biograpisches Material, Bilder und Portraits. Im Ausgang von diesem Korpus erscheinen hier in digitaler Edition nach und nach Briefwechsel und Schriften von und um Ferruccio Busoni.

Die Erfassung der Texte begann im Rahmen eines Seminars am [Institut für Musikwissenschaft und Medienwissenschaft](http://www.muwi.hu-berlin.de/de/musikwissenschaft/) der [Humboldt-Universität zu Berlin](http://www.hu-berlin.de/): «Der Nachlass Ferruccio Busonis in der Staatsbibliothek zu Berlin: digitale Textedition ausgewählter Quellen mit TEI» (Wintersemester 2015/16, Leitung: [Christian Schaper](http://www.muwi.hu-berlin.de/de/musikwissenschaft/Historische/mitarbeiter/m-a-christian-schaper/), [Ullrich Scheideler](http://www.muwi.hu-berlin.de/de/musikwissenschaft/musiktheorie/mitarbeiter/dr-ullrich-scheideler/)).

Eine erste Version der nach wie vor inhaltlich und technisch im Aufbau befindlichen Website wurde zur Eröffnung der Ausstellung «BUSONI – Freiheit für die Tonkunst» (Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek) am 4. September 2016 veröffentlicht.

Ermöglicht wurde das Projekt durch eine Förderung im Rahmen des Programms 2015 für digitale Medien in Forschung, Lehre und Studium der Medienkommission des Akademischen Senats der Humboldt-Universität zu Berlin.

## Über dieses Dokument

Dieses Dokument benennt und erläutert im ersten Teil die für die Editionsarbeit in diesem Projekt grundlegenden Entscheidungen (Editionsrichtlinien). Der zweite Teil behandelt die Art und Weise der Adaption des für die Erfassung verwendeten Standards [TEI P5](http://www.tei-c.org/Guidelines/P5/) der [Text Encoding Initiative](http://www.tei-c.org/) (Codierungs-Leitfaden).

## Referenzprojekte

Die folgenden Richtlinien greifen im Großen wie im Kleinen immer wieder auf Lösungen zurück, die in anderen Projekten entwickelt wurden. Dazu zählen insbesondere:

* [Briefe und Texte aus dem intellektuellen Berlin um 1800](http://www.berliner-intellektuelle.eu/), hrsg. von Anne Baillot, Berlin: Humboldt-Universität zu Berlin.
  * [Editorische Richtlinien](http://www.berliner-intellektuelle.eu/about?de)
  * [Codierungs-Leitfaden](http://www.berliner-intellektuelle.eu/encoding-guidelines.pdf)
* [Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe](http://weber-gesamtausgabe.de)
  * [Editionsrichtlinien zur Ausgabe der Briefe, Tagebücher und Dokumente Webers](http://weber-gesamtausgabe.de/de/Projekt/Editionsrichtlinien_Text.html)

## Lizenz

Die vorliegenden Richtlinien sind lizenziert gemäß [CC BY-SA 3.0 DE](https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/).

# Grundlegende Entscheidungen für Edition und Kodierung

Die Textkorpora werden in verschiedenen [Ansichten](#ansichten) zugänglich gemacht, die frei zu einer Synopse kombiniert werden können:

* im Faksimile
* in diplomatischer Umschrift (zeichen- und zeilengenau, inkl. Dokumentation von Überarbeitungen)
* in einer Lesefassung, die Orthographie, Interpunktion und Layout regularisiert

Ein umfangreicher Kommentar begleitet die Textdarstellung. Im kritischen Apparat sind zusätzliche Informationen zuschaltbar:

* der erläuternde Stellenkommentar
* die Quellenbeschreibung
* eine Übersicht zu erwähnten Personen, Werken, Orten und Institutionen
* Hinweise zu unsicheren Lesarten
* Abweichungen von bisherigen Editionen

Die Codierung der Quellen erfolgt auf der Grundlage des Standards [TEI P5](http://www.tei-c.org/Guidelines/P5/) der [Text Encoding Initiative](http://www.tei-c.org/). Codiert werden grundsätzlich immer Eigenschaften der Quelle selbst, nicht die der bezweckten Darstellung in der Edition. Der Standard TEI P5 wird an keiner Stelle durch eigene Elemente erweitert.

## Ansichten

### Faksimile

[noch zu spezifizieren]

### Diplomatische Umschrift

67
Diese Ansicht dient dem Zweck, schnelle Leseorientierung auf dem Faksimile zu ermöglichen, bei dessen Entzifferung zu helfen und eine möglichst originalgetreue Wiedergabe des Inhalts zu leisten. Die Anordnung der Vorlage wird daher möglichst weitgehend gewahrt, insbesondere der Zeilenfall und die ungefähre Position und Ausrichtung der einzelnen Elemente. Der Dokumentinhalt wird zeichengenau wiedergegeben, einschließlich aller orthographischen Eigenheiten des Schreibers sowie aller Streichungen, Änderungen und Fehler (soweit entzifferbar).
68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102

Der Medienwechsel bei der Erfassung von analoger Handschrift mit den Mitteln digitaler Zeichensätze macht gewisse Vereinheitlichungen unumgänglich. Eine um besondere Detailgenauigkeit bemühte Transkription erscheint in manchen Punkten als unverhältnismäßig aufwendig und insofern wenig sinnvoll. In unserer diplomatischen Umschrift wird daher u.  wie folgt vereinheitlicht:

* **Strichlängen von Gedankenstrichen:** Wir reduzieren die handschrifttypische Vielfalt auf die zwei gängigen Längen bzw. Funktionen. Der kürzere Gedankenstrich steht als Standard-Interpunktionszeichen, der längere als graphisches Gliederungsmittel (siehe unten die [Zeichentabelle](#sonderzeichen)).
* **Längen von Unterstreichungen:** Wo Wörter eindeutig nicht komplett unterstrichen sind, werden wir sie schon in der diplomatischen Umschrift trotzdem immer komplett unterstreichen (es sei denn, ein inhaltlicher Sinn der Teilunterstreichung ist erkennbar, etwa die Betonung einer Silbe o. Ä.). Wenn mehrere Worte in Folge, aber mit Lücken unterstrichen sind, wird dies hingegen wortweise beibehalten.
* **Getrennt- oder Zusammenschreibung:** Wir vereinheitlichen bei Unklarheiten i. d. R. an das, was orthographisch an der jeweiligen Stelle zu erwarten wäre (davon unzweideutig abweichende unzweideutige Schreibungen werden hingegen immer genau so beibehalten). Nur dort, wo eine Unschärfe einen inhaltlich relevanten Unterschied machen würde, wird dies als [Zweifelsfall](#transkription-unsicher-unclear) in der Codierung festgehalten.
* **Langes s (ſ) in gebrochenen Schriften, Ligaturen:** Wir übernehmen grundsätzlich keine besonderen Zeichenformen gebrochener Schriften. Die Kombination «ſs» transkribieren wir immer als «ß» (auch wenn die beiden s-Formen zuweilen klar unterscheidbar sind und damit erkennbar nicht dem Ligaturzeichen entsprechen). [Nasal-/Reduplikationsstriche](#sonderzeichen) («m̅»/«n̅») werden hingegen beibehalten.

### Lesefassung

Textkritische Anmerkungen unter diesen Voraussetzungen nicht sinnvoll, daher nicht einblendbar
Wahrung des Lautstands

[noch zu spezifizieren]

## Seitenfolge

Bei Manuskriptquellen wird über die originale Seitenfolge [in der Quellenbeschreibung](#umfang-seitenfolge-zustand-physdesc--objectdesc) genauere Auskunft gegeben.

Bei der Codierung von gedruckten Texten richten sich die Reihenfolge der Seiten und entsprechend die [Nummerierung der Seitenumbrüche](#seitenwechsel-pb) nach den originalen Seitenzahlen.

Bei der Codierung von Briefen und sonstigen Manuskripten folgen wir dem Textfluss des Haupttextes. Die Zählung beginnt hier immer mit `n="1"`, eventuelle Paginierungen und Foliierungen im Manuskript werden ignoriert. Die [Nummerierung der Seitenumbrüche](#seitenwechsel-pb) erfasst zuerst alle kontinuierlich beschriebenen Seiten in der Lese-Reihenfolge, danach die weiteren (Rück-)Seiten (auch dann, wenn sie ganz leer sind) und zuletzt [weitere Materialien (Briefumschlag, Einlagen, Anhänge usw.)](#begleitmaterialien-umschl%C3%A4ge-einlagen-anh%C3%A4nge-physdesc--accmat).

## Rückseiten, leere Seiten

Bei Manuskriptquellen wird über leere Seiten [in der Quellenbeschreibung](#umfang-seitenfolge-zustand-physdesc--objectdesc) genauere Auskunft gegeben.

Bei der Codierung geben Vermerke in eckigen Klammern geben Auskunft über die genaue Position in der Seitenfolge sowie darüber, ob die Seite leer ist («vacat»). Dies geschieht mit dem Element `<note>`, dem Attribut `type="objdesc"` sowie dem Attribut `resp` mit Angabe des jeweils Bearbeitenden:

```xml
<note type="objdesc" resp="#christian.schaper">[Rückseite von Textseite 1, vacat]</note>
```

# Kodierung von Vorlagen

Busoni-Nachlass Server's avatar
Busoni-Nachlass Server committed
103
## Metadaten: &lt;TEI&gt; → &lt;teiHeader&gt;
104 105 106 107 108 109 110

### Mustergerüst

[noch zu spezifizieren]

### bei Erfassung anzupassende Daten

Busoni-Nachlass Server's avatar
Busoni-Nachlass Server committed
111
#### Titel des Dokuments: &lt;fileDesc&gt; → &lt;titleStmt&gt; → &lt;title&gt;
112 113 114 115 116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131

Bei Korrespondenzstücken umfasst der Titel:
* die Art des Überlieferungsträgers (Brief, Postkarte, Briefkarte, Telegramm, …)
* Absender und Empfänger
* Ort und Datum (inkl. Vermutungen / möglichen Varianten)

Beispiele:

```xml
<title>Brief von Arnold Schönberg an Ferruccio Busoni (Payerbach, 10. September 1903)</title>
```

```xml
<title>Postkarte von Arnold Schönberg an Ferruccio Busoni (vmtl. Wien, vmtl. April 1917)</title>
```

```xml
<title>Brief von Arnold Schönberg an Ferruccio Busoni (Steinakirchen am Forst, 13. oder 18. August 1909)</title>
```

Busoni-Nachlass Server's avatar
Busoni-Nachlass Server committed
132
#### Namen des Codierers: &lt;fileDesc&gt; → &lt;titleStmt&gt; → &lt;respStmt&gt;
133 134 135 136 137 138 139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156

Der Name des Bearbeiters wird innerhalb des Elements `<respStmt>…</respStmt>` als Verantwortlichkeit `<resp>Prepared by</resp>` wie folgt codiert:

```xml
<respStmt>
    <resp>Prepared by</resp>
    <persName ref="#….…">
        <forename></forename>
        <surname></surname>
    </persName>
</respStmt>
```

Beispiel:
```xml
<respStmt>
    <resp>Prepared by</resp>
    <persName ref="#marlene.mustercodiererin">
        <forename>Marlene</forename>
        <surname>Mustercodiererin</surname>
    </persName>
</respStmt>
```

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Busoni-Nachlass Server committed
157
#### bei Drucken: bibliographische Angabe: &lt;fileDesc&gt; → &lt;sourceDesc&gt; → &lt;listBibl&gt;
158 159 160 161 162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 185

[noch zu spezifizieren]

Beispiele:

```xml
<listBibl>
    <bibl>
        <author ref="#p0017">Ferruccio Busoni</author>
        <title ref="#w0043">Entwurf einer neuen Aesthetik der Tonkunst.</title>
        <publisher><orgName ref="#o0017">Verlag C. Schmidl &amp; Co.</orgName>, <placeName ref="#l0145">Triest</placeName></publisher>,
        <date when-iso="1907">1907</date>
    </bibl>
</listBibl>
```

```xml
<listBibl>
    <bibl>
        <author ref="#p0017">Ferruccio Busoni</author>
        <title ref="#w0043">Entwurf einer neuen Ästhetik der Tonkunst</title>
        <edition>Zweite, erweiterte Ausgabe</edition>
        <publisher><orgName ref="#o0018">Insel-Verlag</orgName> zu <placeName ref="#l0007">Leipzig</placeName></publisher>
        <date>1916</date>
    </bibl>
</listBibl>
```

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Busoni-Nachlass Server committed
186
#### bei Handschriften: Manuskriptbeschreibung: &lt;fileDesc&gt; → &lt;sourceDesc&gt; → &lt;msDesc&gt;
187

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Busoni-Nachlass Server committed
188
##### Signatur, ggf. Kalliope-ID; &lt;msIdentifier&gt;
189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206

[noch zu spezifizieren]

Beispiele:
```xml
<msIdentifier>
    <country key="DE">Deutschland</country>
    <settlement>Berlin</settlement>
    <institution ref="#D-B">Staatsbibliothek zu Berlin · Preußischer Kulturbesitz</institution>
    <repository>Musikabteilung mit Mendelssohn-Archiv</repository>
    <collection>Nachlass Ferruccio Busoni</collection>
    <idno>Mus.Nachl. F. Busoni B II,4545</idno>
    <altIdentifier>
        <idno type="D-B.olim">Mus.ep. A. Schönberg 6 (Busoni-Nachl. B II)</idno>
    </altIdentifier>
    <altIdentifier>
        <institution>Kalliope-Verbund</institution>
        <idno>DE-611-HS-736294</idno>
207
    </altIdentifier>
208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226
</msIdentifier>
```

```xml
<msIdentifier>
    <country key="US">USA</country>
    <settlement>Washington, D. C.</settlement>
    <institution ref="#US-Wc">The Library of Congress</institution>
    <repository>Music Division</repository>
    <collection>Arnold Schoenberg Collection</collection>
    <altIdentifier>
        <country key="AT">Österreich</country>
        <settlement>Wien</settlement>
        <institution ref="#A-Was">Arnold-Schönberg-Center</institution>
        <idno>19512</idno>
    </altIdentifier>
</msIdentifier>
```

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227
##### Zusammenfassung, Datierungen, Incipit: &lt;msContents&gt;
228 229 230 231 232 233 234 235 236 237

[noch zu spezifizieren]

Beispiel:

```xml
<msContents>
    <summary>
        <persName ref="#p0023">Schönberg</persName> bietet Zusendung von
        <rs ref="#w0019">op.&#8239;11,1–2</rs> an, bittet um Aufführung der Stücke
238
        durch <persName ref="#p0017">Busoni</persName>; reflektiert
239 240 241 242 243 244 245 246 247 248
        <q>das Wesen des Reproduzierenden, des Publikums und des Künstlers als Genießenden</q>.
    </summary>
    <msItem>
        <docDate><date when-iso="1909-07-13"/></docDate>
        <docDate resp="#post" sameAs="#post_abs"><date when-iso="1909-07-14"/></docDate>
        <incipit>ich hatte öfters das Vergnügen zu erfahren</incipit>
    </msItem>
</msContents>
```

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Busoni-Nachlass Server committed
249
##### Umfang, Seitenfolge, Zustand: &lt;physDesc&gt; → &lt;objectDesc&gt;
250 251 252 253 254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 277 278 279 280 281 282

[noch zu spezifizieren]

für measure: folio, card, pages

Beispiele:

```xml
<objectDesc>
    <supportDesc>
        <extent>
            <measure type="folio">1 Bogen</measure>
            <measure type="pages">3 beschriebene Seiten</measure>
        </extent>
        <foliation resp="#archive">Foliierung durch das Archiv, mit Bleistift unten rechts auf den Vorderseiten.</foliation>
        <condition>Der Brief ist gut erhalten; Briefumschlag auf der Vorderseite rechts unvollständig (infolge Aufriss), mit Textverlust.</condition>
    </supportDesc>
</objectDesc>
```

```xml
<objectDesc>
    <supportDesc>
        <extent>
            <measure type="folio">1 Bogen</measure>
            <measure type="pages">3 beschriebene Seiten</measure>
        </extent>
        <collation>Die vier Seiten des Bogens hat Busoni in der Reihenfolge 1, 3, 2 beschrieben, die abschließende Seite 2 dabei im Querformat.</collation>
        <condition>Der Brief ist gut erhalten.</condition>
    </supportDesc>
</objectDesc>
```

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Busoni-Nachlass Server committed
283
##### Schreiber und Schreibwerkzeuge («Hände»): &lt;physDesc&gt; → &lt;handDesc&gt;
284 285 286 287 288 289

[noch zu spezifizieren]

Beispiel:

```xml
290
<handDesc>
291
    <handNote xml:id="major_hand" scope="major" medium="black_ink" scribe="author" scribeRef="#p0023">Hand des Absenders Arnold Schönberg, Brieftext in
292
        schwarzer Tinte, in deutscher Kurrentschrift</handNote>
293 294 295 296 297 298
    <handNote xml:id="author_addr_st1" scope="minor" medium="violet ink" scribe="author" scribeRef="#p0023">Adressstempel des Absenders Arnold Schönberg, mit violetter Tinte</handNote>
    <handNote xml:id="archive" scope="minor" medium="pencil" scribe="archivist">Hand des Archivars, der die Foliierung in Bleistift vorgenommen hat</handNote>
    <handNote xml:id="arch_red" scope="minor" medium="red_pen" scribe="archivist">Hand des Archivars, der die Zuordnung innerhalb des Busoni-Nachlasses mit Rotstift vorgenommen hat</handNote>
    <handNote xml:id="sbb_st_red" scope="minor" medium="red_stamp" scribe="archivist">Bibliotheksstempel (rote Tinte)</handNote>
    <handNote xml:id="sbb_st_blue" scope="minor" medium="blue_stamp" scribe="archivist">Bibliotheksstempel (blaue Tinte)</handNote>
    <handNote xml:id="post" scope="minor" medium="black_pen" scribe="postman">Hand eines Postbediensteten, der die Adresse mit schwarzem Stift ergänzt hat</handNote>
299 300 301
</handDesc>
```

Busoni-Nachlass Server's avatar
Busoni-Nachlass Server committed
302
##### Begleitmaterialien (Umschläge, Einlagen, Anhänge): &lt;physDesc&gt; → &lt;accMat&gt;
303 304 305 306 307 308 309 310

[noch zu spezifizieren]

Beispiel:

```xml
<accMat>
    <pb n="5" facs="1909-07-13-sb_5_env.png"/>
311

312
    <note place="top" resp="#major_hand" rend="underline">nachsenden</note>
313

314 315 316 317 318 319
    <note type="stamp" place="top-right" resp="#post">
        <stamp xml:id="post_abs">
            (<placeName ref="#l0040"><hi rend="majuscule">S<supplied reason="incomplete">tei</supplied>nakir<supplied reason="paper missing">chen</supplied></hi> am <hi rend="majuscule">For<supplied reason="incomplete">st</supplied></hi></placeName>
            <date when-iso="1909-07-14">14.VII.0<supplied reason="incomplete">9</supplied> <gap atMost="2" unit="char" reason="incomplete"/>–5</date>)
        </stamp>
    </note>
320

321
    <address>
322
        <addrLine>Herrn</addrLine>
323 324 325 326 327 328
        <addrLine><hi rend="underline">Ferruccio Busoni</hi></addrLine>
        <addrLine><hi rend="underline"><orgName ref="#o0001">Konzertbureau Wolff</orgName></hi> mit der freundlichen Bitte
            <lb/>um Weiterbeförderung an die dem Absender unbekannte Adr<supplied reason="paper missing">esse</supplied></addrLine>
        <addrLine><placeName ref="#l0029">Berlin</placeName> <add resp="#post">W 30</add></addrLine>
        <addrLine><del rend="strikethrough" resp="#post">Flottwellstraße</del></addrLine>
    </address>
329

330
    <pb n="6" facs="1909-07-13-sb_6_env.png"/>
331

332 333 334 335 336 337 338 339 340
    <note type="stamp" place="top-left" rend="majuscule" resp="#author_addr_st1">
        <stamp rend="align(center)">
            <address>
                <addrLine>Arnold Schönberg</addrLine>
                <addrLine rend="small"><delSpan rend="verticalStrike" spanTo="delAddr01"/>&#8239;&#8239;<placeName ref="#l0002">Wien</placeName>&#8239;&#8239;</addrLine>
                <addrLine rend="small"><placeName ref="#l0077">IX. Liechtensteinstraße 68/70</placeName><anchor xml:id="delAddr01"/></addrLine>
            </address>
        </stamp>
    </note>
341

342 343 344 345 346
    <add xml:id="addAddr01">
        <address>                                       
            <addrLine>derzeit: <placeName ref="#l0040">Steinakirchen am Forst</placeName>, Nied.Oesterr</addrLine>
        </address>
    </add>
347

348
    <substJoin target="#delAddr01 #addAddr01"/>
349

350 351 352 353
    <address resp="#post">
        <addrLine>W30 Viktoria Luiseplatz 11</addrLine>  
        <addrLine><gap extent="1" unit="word" reason="illegible"/> 18/85</addrLine>
    </address>
354

355 356 357 358 359 360
    <note type="stamp" resp="#post">
        <stamp corresp="#post_abs">
            <placeName ref="#l0040">STEINAKIRC<supplied reason="incomplete">HEN am</supplied> FOR<supplied reason="incomplete">ST</supplied></placeName>
            <date when-iso="1909-07-14">1<supplied reason="incomplete">4.</supplied>VII<supplied reason="incomplete">09</supplied><gap atLeast="2" unit="char" reason="incomplete"/></date>
        </stamp>
    </note>
361

362 363 364 365 366 367 368 369 370 371 372 373 374 375 376 377 378 379 380 381 382 383 384 385 386 387 388 389 390 391 392 393 394 395 396 397 398 399 400 401 402 403 404 405 406 407 408 409 410 411 412 413 414 415 416
    <note type="shelfmark" place="bottom" resp="#archive">
        <subst>
            <del rend="strikethrough"><idno type="D-B.olim">Mus.ep. A. Schönberg 6</idno><lb/><stamp>Busoni-Nachl.</stamp> B II</del>
            <add place="below"><idno type="D-B">Mus.Nachl. F. Busoni B II,4545-Beil</idno></add>
        </subst>
    </note>
</accMat>
```

##### Entstehung und Provenienz: `<history>`

Angaben zur Entstehungs- und Überlieferungsgeschichte von handschriftlichen Quellen werden innerhalb des Elements `<history>…</history>` codiert. Es umfasst Angaben zur Entstehung innerhalb des Elements `<origin>…</origin>` und kann außerdem Freitext-Angaben zur Provenienz (d.&#8239;i. zu den Überlieferungsstationen vor dem aktuellen Standort, innerhalb des Elements `<provenance>…</provenance>`) und zum Erwerb für den aktuellen Standort (innerhalb des Elements `<acquisition>…</acquisition>`) enthalten.

Das Element `<origin>…</origin>` ist mit einem Freitext zu füllen, der – sofern möglich – Angaben zum Entstehungszeitpunkt und -ort innerhalb der Elemente `<origDate when-iso="…">…</origDate>` bzw. `<origPlace ref="#…">…</origPlace>` enthält. Abgesehen vom Element-Präfix `orig` gelten die Regeln für [Datumsangaben](#datumsangaben) bzw. [Ortsangaben](#orte) entsprechend.

Im Unterschied zur [Datumsangabe in der Manuskriptbeschreibung](#zusammenfassung-datierungen-incipit-mscontents) ist `<origDate>` nicht auf explizit im Text vorfindliche Datumsangaben beschränkt; es können daher auch erschlossene Daten und Orte oder entsprechende Vermutungen angegeben und erläutert werden, und zwar jeweils mit dem Attribut `cert="high"`, `cert="low"` oder (bei gleichrangigen Alternativen) `cert="medium"`.

Bei Druckausgaben stehen entsprechende Angaben [an anderer Stelle](#bei-drucken-bibliographische-angabe-filedesc--sourcedesc--listbibl). Dennoch können dann auch hier Angaben zur Entstehung gemacht werden; `<origDate>` und `<origPlace>` beziehen sich dann auf die Entstehung des Drucks (nicht des Textes).

Beispiele:

[Brief Schönberg an Busoni, 10.9.1903](http://busoni-nachlass.org/edition/letters/busoni-schoenberg/1903-09-10-sb)
```xml
<origin>
    Der Brief wurde in <origPlace ref="#l0038">Payerbach</origPlace> am
    <origDate when-iso="1903-09-10">10. September 1903</origDate>
    verfasst.
</origin>
```
[Brief Schönberg an Busoni, 13. oder 18.8.1909](http://busoni-nachlass.org/edition/letters/busoni-schoenberg/1909-08-13-sb)
```xml
<origin>
    Der Brief wurde in <origPlace ref="#l0040">Steinakirchen am Forst</origPlace>
    in mindestens zwei Etappen verfasst und am <origDate when-iso="1909-08-13" cert="medium">13.</origDate>
    oder <origDate when-iso="1909-08-18" cert="medium">18. August 1909</origDate> (Poststempel) abgesendet.
</origin>
```
[Brief Schönberg an Busoni, ca. April 1917](http://busoni-nachlass.org/edition/letters/busoni-schoenberg/1917-03-00-sb)
```xml
<origin>
    Der Brief wurde in vermutlich in <origPlace ref="#l0002" cert="high">Wien</origPlace>
    im <origDate when-iso="1917-04" cert="high">April 1917</origDate> verfasst.
</origin>
```

[Erstausgabe _Entwurf einer neuen Aesthetik der Tonkunst_](https://busoni-nachlass.org/edition/essays/entwurf/entwurf1907):
```xml
<origin>
    Geschrieben im Wesentlichen 1906 in <placeName ref="#l0029">Berlin</placeName>.
    Gedruckt <origDate notBefore-iso="1906-11">nicht vor November 1906</origDate>
    in <placeName ref="#l0017">Charlottenburg</placeName>; erschienen bei
    <orgName ref="#o0017">C. Schmidl &amp; Co.</orgName>, <origPlace ref="#l0145">Triest</origPlace>.
</origin>
```

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Busoni-Nachlass Server committed
417
##### vorherige Editionen, zugängliche Digitalisate: &lt;additional&gt;
418 419 420 421 422 423 424 425 426 427 428 429 430 431 432 433 434 435 436 437 438 439 440 441 442 443 444

Angaben zu frei verfügbaren Digitalisaten und zu vorherigen Editionen werden innerhalb des Elements `<additional>…</additional>` mit dem Element `<surrogates>…</surrogates>` («Ersatz», «Stellvertreter») bzw. als verkürzte bibliographische Angaben mit `<listBibl>…</listBibl>` codiert.

Die Referenzierung von Digitalisaten erfolgt seitenweise innerhalb von `<surrogates>…</surrogates>` mit dem Element `<graphic/>`; die Attribute `n="…"` und `url="…"` geben die zugehörige Position in der Seitenfolge (entspricht der [Nummer bei `<pb/>`](#seitenwechsel-pb)) bzw. die Verweisadresse zur Bildquelle (URL) an.

Liegen Editionen des codierten Textes bereits an anderer Stelle vor, so werden sie innerhalb von `<listBibl>…</listBibl>` mit je einem Eintrag `<bibl n="…"><ref target="#b....">…</ref>, S. …</bibl>` nacheinander aufgelistet. Mögliche Werte für `n="…"` sind `firstPrint` und `reprint`. Mit `target="#b...."` wird auf den zugehörigen Eintrag im [Literaturverzeichnis](#sekundärliteratur) verwiesen (der ggf. zuvor anzulegen ist); ansonsten gelten die Regeln für [Verweise auf Sekundärliteratur](#auf-sekundärliteratur).

Beispiel:

[Brief Schönberg an Busoni, 13.7.1909](http://busoni-nachlass.org/edition/letters/busoni-schoenberg/1909-07-13-sb)
```xml
<additional>
    <surrogates>
        <graphic n="1" url="http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0001BA2700000001"/>
        <graphic n="2" url="http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0001BA2700000002"/>
        <graphic n="3" url="http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0001BA2700000003"/>
        <graphic n="4" url="http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0001BA2700000004"/>
        <graphic n="5" url="http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0001BA2700000005"/>
        <graphic n="6" url="http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0001BA2700000006"/>
    </surrogates>
    <listBibl>
        <bibl n="firstPrint"><ref target="#b0004">Theurich 1977</ref>, S. 164</bibl>
        <bibl n="reprint"><ref target="#b0005">Theurich 1979</ref>, S. 147 f. (Brief), S. 63–65 (Kommentar)</bibl>
    </listBibl>
</additional>
```

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Busoni-Nachlass Server committed
445
#### Standardformatierungen im Schriftbild: &lt;encodingDesc&gt; → &lt;tagsDecl&gt;
446 447 448 449 450 451 452 453 454 455 456 457 458 459 460 461

[noch zu spezifizieren]

Beispiel:

```xml

<tagsDecl>
    <rendition scheme="css" select="body p">
        p { margin-bottom: 0;
        text-indent: 1em;
        text-align: justify; }
    </rendition>
</tagsDecl>
```

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Busoni-Nachlass Server committed
462
#### Bei Briefen: Einordnung im Briefwechsel &lt;profileDesc&gt; → &lt;correspDesc&gt;
463 464 465 466 467 468 469 470 471 472

Spezifische Angaben bei Briefwechseln werden innerhalb des Elements `<correspDesc>…</correspDesc>` codiert. Gemäß den Vorgaben des [Correspondence Metadata Interchange-Format (CMIF)](http://correspsearch.net/index.xql?id=participate_cmi-format&l=de) geben wir den Link zum Brief mit dem Attribut `ref="http://www.busoni-nachlass.org/edition/letters/busoni-…/....-..-..-….html"` an.

Beispiel:
```xml
<correspDesc ref="http://www.busoni-nachlass.org/edition/letters/busoni-huber/1916-10-28-bh.html">

</correspDesc>
```

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473
##### Absender und Empfänger: &lt;correspAction&gt;
474 475 476 477 478 479 480 481 482 483 484 485 486 487 488 489 490 491 492 493 494 495 496 497

Angaben zu Versand und Empfang stehen innerhalb der Elemente `<correspAction type="sent">…</correspAction>` bzw. `<correspAction type="received">…</correspAction>`; sie bestehen aus Angaben zu Absender bzw. Empfänger und Datumsangaben. Dabei folgen wir den Vorgaben des [Correspondence Metadata Interchange-Format (CMIF)](http://correspsearch.net/index.xql?id=participate_cmi-format&l=de):

![Die Grafik zeigt schematisch die unterschiedlichen Teile eines correspDesc-Elementes im CMI-Format. Der Empfänger wird dabei analog zum Absender notiert. Das gezeigte Beispiel entstammt einem Beispiel der TEI Correspondence SIG.](http://correspsearch.net/files/correspDesc.png)

Folgende Abweichungen von unserer sonstigen Praxis sind dabei zu beachten:
* [Datumsangaben](#datumsangaben) mit `<date>…</date>` erfolgen nach dem gleichen Muster, hier aber mit dem Attribut `when="…"` (statt `when-iso="…"`).
* Personenangaben mit `<persName>…</persName>` enthalten im Attribut `ref="…"` hier den Link zum GND-Eintrag bei der DNB (siehe unter [Normdaten](#normdaten-idno)), und zwar im Format `http://d-nb.info/gnd/` + GND-ID der Person. Die Referenz zu unserem [Personenregister](#personen) fügen wir mit dem Attribut `key="p...."` hinzu.
* Ortsangaben mit `<placeName>…</placeName>` enthalten im Attribut `ref="…"` hier den Link zum [GeoNames](http://www.geonames.org)-Eintrag (siehe unter [Weitere Angaben bei Orten](#weitere-angaben-bei-orten)), und zwar im Format `http://www.geonames.org/` + GeoNames-ID des Ortes. Die Referenz zu unserem [Ortsregister](#orte) fügen wir mit dem Attribut `key="l...."` hinzu.

Auf der Empfängerseite werden Ort und/oder Datum nur dann angegeben, wenn sie zweifelsfrei ermittelt werden konnten.

Beispiel:
```xml
<correspAction type="sent">
    <persName ref="http://d-nb.info/gnd/118518011" key="p0017">Ferruccio Busoni</persName>
    <date when="1916-10-28"/>
    <placeName ref="http://www.geonames.org/2657896" key="l0132">Zürich</placeName>
</correspAction>
<correspAction type="received">
    <persName ref="http://d-nb.info/gnd/118707469" key="p0125">Hans Huber</persName>
</correspAction>
```

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Busoni-Nachlass Server committed
498
##### Stellung im Briefwechsel: &lt;correspContext&gt;
499 500 501 502

Darüber hinaus wird die Stellung des Briefs im Briefwechsel innerhalb des Elements `<correspContext>…</correspContext>` in Form eines Verweises mit `<ref type="…" target="#…"/>` codiert. Wir unterscheiden vier Typen:

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------
503
`type="…"`          Bedeutung
504
------------------- ---------------------------------------------------------------------------------------
505 506 507 508 509 510
`replyTo`           Dieser Brief antwortet auf den unter `target"#…"` angegebenen Brief.

`repliedBy`         Zu diesem Brief ist der unter `target"#…"` angegebene die Antwort.

`previous`          Der vorherige (erhaltene) Brief im Briefwechsel ist der unter `target"#…"` angegebene.

511 512 513 514 515 516 517 518 519 520 521 522 523 524 525 526
`next`              Der nächste (erhaltene) Brief im Briefwechsel ist der unter `target"#…"` angegebene.
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------

Kann ein Typ nicht angegeben werden, entfällt er.

Der Wert für das Attribut `target="#…"` ist dabei stets der jeweilige Dateiname ohne Dateiendung, nach dem Muster `#JJJJ-MM-TT-ae` (ISO-Datumsformat + Absenderinitiale Empfängerinitiale).

Beispiel:
```xml
<correspContext>
    <ref type="repliedBy" target="#1916-11-01-hb"/>
    <ref type="previous" target="#1916-09-25-bh"/>
    <ref type="next" target="#1916-11-01-hb"/>
</correspContext>
```

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Busoni-Nachlass Server committed
527
#### Verwendete Sprachen: &lt;profileDesc&gt; → &lt;langUsage&gt;
528 529 530 531 532 533 534 535 536 537 538 539 540

[noch zu spezifizieren]

Beispiel:

```xml
<profileDesc>
    <langUsage>
        <language ident="de"/>
    </langUsage>
</profileDesc>
```

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Busoni-Nachlass Server committed
541
#### Dokumentenstand: &lt;revisionDesc&gt;
542 543 544 545

Der Dokumentenstand sowie die Revisionsgeschichte werden innerhalb des Elements `<revisionDesc>…</revisionDesc>` codiert; die aktuelle Stufe der Fertigstellung zeigt das Attribut `status="…"` an. Mögliche Werte für `status="…"` sind:

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------
546
`status="…"`        Bedeutung
547 548 549
------------------- ---------------------------------------------------------------------------------------
`todo`              Ausgangsstatus, der beim Erstellen der Datei per Skript automatisch vergeben wird.
                    Bei Übernahme eines Dokuments setzt der Bearbeiter auf `status="unfinished"`.
550

551 552 553
`unfinished`        Das Dokument befindet sich in der Erfassungs-/Codierungsphase.

`proposed`          Der Bearbeiter hat alle vorgesehenen Tags codiert und das Dokument korrekturgelesen;
554
                    es ist nun zur Korrekturlesung durch eine weitere Person freigegeben.
555 556 557 558 559 560 561 562 563 564 565 566 567 568 569 570 571 572 573 574 575 576 577 578 579 580 581 582 583 584 585 586 587

`candidate`         Eine weitere Person hat die Auszeichnungen überprüft und den Text gegen die Quelle korrekturgelesen.

`approved`          Der Text ist durch die Herausgeber zur Veröffentlichung freigegeben.
                    Ergänzungen sollen von nun an nur noch im Kommentarbereich erfolgen.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Jeder Statuswechsel wird nicht nur im Attribut `status="…"` des Elements `<revisionDesc>…</revisionDesc>`, sondern zwecks Dokumentation der Revisionsgeschichte zusätzlich durch Hinzufügung eines Elements `<change>…</change>` vermerkt. Die Attribute `when-iso="…"` und `who="#…"` geben den Zeitpunkt des Statuswechsels bzw. den ihn vornehmenden Bearbeiter an. Innerhalb von `<change>…</change>` ist außerdem eine Freitextangabe möglich; hier muss zumindest der Statuswechsel eingetragen werden.

Beispiel:
```xml
<revisionDesc status="candidate">
    <change when-iso="2016-12-10" who="#jakob.schmidt">Datei als Platzhalter erstellt, Transkription ausstehend.</change>
    <change when-iso="2016-12-12" who="#martina.musterbearbeiterin">Bearbeitung übernommen; status="unfinished"</change>
    <change when-iso="2016-12-31" who="#martina.musterbearbeiterin">status="proposed"</change>
    <change when-iso="2016-01-03" who="#andre.r.bearbeiter">korrekturgelesen; status="candidate"</change>
</revisionDesc>
```

Solange ein Dokument den finalen Status noch nicht erreicht hat, sind bei Änderungen keine weiteren Vermerke mit `<change>…</change>` nötig. Bei mit `status="approved"` bereits als fertig deklarierten Dokumenten muss allerdings jede weitere Änderung mit `<change>…</change>` protokolliert werden.

Beispiel:
```xml
<revisionDesc status="approved">
    <change when-iso="2016-12-10" who="#jakob.schmidt">Datei als Platzhalter erstellt, Transkription ausstehend.</change>
    <change when-iso="2016-12-12" who="#martina.musterbearbeiterin">Bearbeitung übernommen; status="unfinished"</change>
    <change when-iso="2016-12-31" who="#martina.musterbearbeiterin">status="proposed"</change>
    <change when-iso="2016-01-03" who="#andre.r.bearbeiter">korrekturgelesen; status="candidate"</change>
    <change when-iso="2016-01-04" who="#christian.schaper">zur Veröffentlichung freigegeben; status="approved"</change>
    <change when-iso="2016-01-05" who="#ullrich.scheideler">Kommentar zu Kartoffeln ergänzt</change>
</revisionDesc>
```

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Busoni-Nachlass Server committed
588
## Haupttext: &lt;TEI&gt; → &lt;text&gt; → &lt;body&gt;&#10;
589 590 591 592 593 594 595 596 597 598 599 600 601 602 603 604 605 606 607 608 609 610 611 612 613

### Grundgerüst

```xml
<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0">
    <teiHeader>

    </teiHeader>
    <text>
        <body>
            <div type="transcription">

                <pb n="1" facs="xxxx.png"/>

            </div>
        </body>
    </text>
</TEI>
```

### Elemente für alle Vorlagen

#### Gliederung

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Busoni-Nachlass Server committed
614
##### Zeilenwechsel: &lt;lb/&gt;
615 616 617 618 619 620 621 622 623 624 625

Zeilenwechsel werden mit dem Element `<lb/>` («line break») codiert; es markiert den Beginn einer neuen Zeile. Zwecks besserer Lesbarkeit soll an solchen Stellen stets auch im Code ein Zeilenumbruch erfolgen. Wir platzieren `<lb/>` am Zeilenbeginn. Zeilenwechsel werden nicht codiert, wenn andere Elemente (z.&#8239;B. Seitenwechsel, Absatzwechsel, Versnotation, …) den Zeilenwechsel bereits implizieren.

**Bindestriche zur Silbentrennung** am Zeilenende werden im Code **weggelassen**; stattdessen wird das Attribut `break="no"` eingefügt. Steht am Zeilenende ein **Bindestrich zur Durchkopplung bei Komposita**, wird der Bindestrich im Code **beibehalten** und zusätzlich das Attribut `break="no"` eingefügt.

Beispiel [(Brief Schönberg an Busoni, 22.1.1912, S. 2, Ausschnitt)](http://busoni-nachlass.org/edition/letters/busoni-schoenberg/1912-01-22-sb#2):

```xml
<lb/>Denn bei der Fuge sind es naturgemäß
<lb/>die Nebenstimmen, welche die zusammen
<lb break="no"/>hangbildenden Gegensätze herbei schaffen.
626 627
<lb/>Aber die ausschließliche Hervorhebung
<lb/>der Hauptthemen, die macht sich sehr
628 629 630 631 632 633 634 635
<lb/>gelehrt, bringt aber nie eine Musik-
<lb break="no"/>Wirkung hervor.
```

Codierung besonderer Zeichen am Zeilenanfang ist mit dem Attribut `rend="after:"` möglich; dazu wird nach `after:` das jeweilige Zeichen eingefügt, z.&#8239;B.:


------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
636
Code                                        Bedeutung
637 638
------------------------------------------- ----------------------------------------------------------------------------
`<lb break="no" rend="after:-"/>`           (wiederholter Bindestrich)
639 640 641 642 643 644

`<lb break="no" rend="after:="/>`           wdh. Doppel-Bindestrich

`<lb break="no" rend="after:„"/>`           wdh. doppeltes Anführungszeichen unten

`<lb break="no" rend="after:&quot;"/>`      wdh. dopp. gerades Anführungszeichen oben
645 646 647 648 649 650 651
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


Dabei sind die [Regeln zur Codierung von Sonderzeichen](#sonderzeichen) zu beachten.

Ändert sich innerhalb eines Absatzes mit dem Zeilenwechsel der Grad der Einrückung, kann dies zeilenweise mit dem Attribut `rend="indent"` codiert werden; siehe dazu unter [Einrückungen und Einzüge](#einrückungen-und-einzüge).

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652
##### Seitenwechsel: &lt;pb/&gt;
653 654 655 656 657 658 659 660 661 662 663 664 665 666

Seitenwechsel werden mit dem Element `<pb/>` («page break») codiert; es markiert den Beginn einer neuen Seite. Zwecks besserer Lesbarkeit sollen an solchen Stellen im Code zusätzliche Leerzeilen eingefügt werden. Naturgemäß können Seitenwechsel auch inmitten von anderen geöffneten Elementen stehen (Absätzen o.&#8239;Ä.).

Für jeden Seitenwechsel mit `<pb/>` sind zwei Attribute obligatorisch:
* die laufende Nummer der Seite: `n="1"` usw. (siehe auch die Hinweise zur [Seitenfolge](#seitenfolge) und zu [leeren Seiten](#rückseiten-leere-seiten))
* die Angabe der zugehörigen Abbildung (Dateiname): `facs="1912-01-22-sb_2.png"`

Beispiel:

```xml
<lb/>ihrer Unmaterialität. Selbst das dichterische Wort steht
<lb/>ihr an Unkörperlichkeit nach; sie kann sich zusammen

<pb n="7" facs="entwurf1907_13.png" break="no"/>
667

668 669 670 671 672 673 674 675 676 677 678 679 680 681 682 683 684 685 686
ballen und kann auseinanderfließen, die regloseste Ruhe und
<lb/>das lebhafteste Stürmen sein; sie hat die höchsten
```

Worttrennungen, Bindestriche und sonstige besondere Zeichen beim Seitenwechsel werden mit `break="no"` und `rend="after:"` behandelt, analog zum [Vorgehen beim Zeilenwechsel](#zeilenwechsel-lb).

Bei Büchern mit Fußnoten muss immer dann derselbe Seitenwechsel doppelt codiert werden, wenn auch eine Fußnote die Seitengrenze überschreitet. Der Seitenwechsel im Haupttext erhält dann zusätzlich über das Attribut `xml:id` eine eindeutige Kennung:

```xml
<pb xml:id="pb_n17" n="17" facs="entwurf1907_23.png"/>
```

In der Codierung der Fußnote wird mit dem Attribut `sameAs="#…"` Bezug auf diese Kennung genommen:

```xml
<pb sameAs="#pb_n17"/>
```
(nota bene: mit Raute-Zeichen).

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Busoni-Nachlass Server committed
687
##### Absätze: &lt;p&gt;&#10;
688 689 690 691 692 693 694 695 696

Ein Absatz wird innerhalb des Elements `<p>…</p>` («paragraph») codiert; Absätze sind die Standardeinheit längerer Texteinheiten. Mit ihnen zu kodieren sind eventuelle [Einrückungen und Einzüge](#einrückungen-und-einzüge).

In einigen Fällen können Absätze auch dort angenommen werden, wo kein Zeilenwechsel am Anfang vorliegt oder wo andere Codierungselemente die Absatzgliederung durchkreuzen (etwa bei der [Anrede in Briefen](#brieferöffnung-opener)).

Soll ein Absatz ohne Zeilenwechsel beginnen, wird dies mit dem Attribut `rend="inline"` **beim betroffenen Absatz selbst und auch beim vorhergehenden Absatz** angezeigt (vgl. auch die Beispiele zu Grußformeln [in der Brieferöffnung](#brieferöffnung-opener) und [am Briefschluss](#briefschluss-closer)).

Für kleinere Einheiten, die nicht ohne Weiteres (etwa durch den Kontext, typographisch oder semantisch) als Absätze verstehbar sind, kommen [andere Elemente](#sonstige-textblöcke) in Betracht.

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Busoni-Nachlass Server committed
697
##### Abschnitte: &lt;div&gt;
698 699 700 701 702 703 704 705 706

Ein Abschnitt wird innerhalb des Elements `<div>…</div>` («division») codiert.

Abschnittsgliederungen können in gedruckten Texten vorkommen; in Briefen ist mit ihnen kaum einmal zu rechnen.

Anhaltspunkte für Abschnittsbildung sind:
* zusätzliche Leerzeilen zwischen [Absätzen](#absätze-p)
* zusätzliche [typographische Elemente zur Unterteilung](#weitere-unterteilungen-milestone) (Linien, Asterisken, …)

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Busoni-Nachlass Server committed
707
##### Weitere Unterteilungen: &lt;milestone&gt;
708 709 710 711 712 713 714 715 716 717 718 719 720 721 722 723 724 725 726 727

[noch zu spezifizieren]

Beispiele:

```xml

</div>
<milestone unit="section" style="***" type="low-high-low" rend="align(center)"/>
<div>

```

```xml
<fw type="letterhead" place="top-center">
    <orgName ref="#o0020">Musikschule und Konservatorium Basel</orgName>.
    <milestone unit="section" style="–" rend="align(center)"/>
</fw>
```

Christian Schaper's avatar
Christian Schaper committed
728 729 730 731 732 733 734 735 736 737 738 739 740 741
##### Aufzählungen

[noch zu spezifizieren]

Gerüst:
```xml
<list rend="…" style="…">
    <head><!-- Aufzählungstitel, sofern vorhanden --></head>
    <item></item>
    <item></item>
    <!-- usw. -->
</list>
```

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Christian Schaper committed
742
Mit dem Attribut `rend="…"` können z.&#8239;B. Einzüge definiert werden.  
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Christian Schaper committed
743 744 745 746 747 748
Mit dem Attribut `style='…"` können Aufzählungsarten und -zeichen definiert werden.

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Codierung für `style='…'` Darstellung
------------------------- ------------------------------------------------------------------------------------------
`decimal`                 arabische Zahlen mit folgendem Punkt: 1. 2. 3. …
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749

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750
`roman`                   römische Zahlen mit folgendem Punkt: I. II. III. …
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751 752 753

`lower-roman`             römische Zahlen (Kleinbuchstaben): i. ii. iii. …

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754
`alpha`                   Großbuchstaben: A. B. C. …
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755

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756
`lower-alpha`             Kleinbuchstaben: a. b. c. …
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757

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758
`no_dot`                  ohne Punkt nach alphanumerischen Aufzählungszeichen: 1 2 3 bzw. a b c usw.
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759

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760
`parenthesis`             mit Klammer nach alphanumerischen Aufzählungszeichen: 1) 2) 3) bzw. a) b) c) usw.
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761

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Christian Schaper committed
762
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
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Christian Schaper committed
763

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Christian Schaper committed
764 765 766 767
Beispiele:
[Brief Schönberg an Busoni, 26.2.1919](http://busoni-nachlass.org/edition/letters/busoni-schoenberg/1919-02-26-sb#9)  
[Brief Huber an Busoni, 16.11.1916](http://busoni-nachlass.org/edition/letters/busoni-huber/1916-11-16-hb#2)  
[Brief Busoni an Huber, 19.7.1910](http://busoni-nachlass.org/edition/letters/busoni-huber/1910-07-19-bh#1)  
Christian Schaper's avatar
Christian Schaper committed
768 769 770 771 772 773 774

##### Tabellen

[noch zu spezifizieren]

Gerüst:
```xml
775
<table rend="…">
Christian Schaper's avatar
Christian Schaper committed
776 777 778 779 780 781 782 783 784 785 786 787 788 789
    <head><!-- Tabellentitel, sofern vorhanden --></head>
    <row>
        <cell></cell>
        <cell></cell>
        <!-- usw. -->
    </row>
    <row>
        <cell></cell>
        <!-- usw. -->
    </row>
    <!-- usw. -->
</table>
```

790
Zellen, die den Titel einer Zeile/Spalte enthalten: `<cell role="label">…</cell>`  
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Christian Schaper committed
791 792 793
Zellen, die über mehrere Zeilen und/oder Spalten gehen: `<cell rows="…" cols="…">…</cell>`

Beispiel:
Christian Schaper's avatar
Christian Schaper committed
794
[Brief Schönberg an Busoni, 26.2.1919](http://busoni-nachlass.org/edition/letters/busoni-schoenberg/1919-02-26-sb#12)
Christian Schaper's avatar
Christian Schaper committed
795

796 797 798 799 800 801 802 803 804 805 806 807 808 809 810 811 812 813
##### Sonstige Textblöcke

[noch zu spezifizieren]

Beispiele:

```xml
<div type="copyright">
    <ab>Alle Rechte, besonders jene der
        <lb/><choice><orig>Ue</orig><reg>Ü</reg></choice>bersetzungen, vorbehalten.</ab>    
    <ab xml:lang="en">Copyright including right of performance
        <lb/>by <persName ref="#p0017">Ferruccio Busoni</persName>, <placeName ref="#l0029">Berlin</placeName> <date when-iso="1907">1907</date>.</ab>
</div>
```

```xml
<figure>
    <figDesc>Bezeichnung der Dritteltöne im Sechsliniensystem, pro Tonhöhe dreifach: mit Erniedrigungszeichen, ohne Akzidenz und mit Erhöhungszeichen.</figDesc>
814
    <ab type="caption" rend="italic align(left)">Sodann die Dritteltöne mit ♭ und ♯ zu bezeichnen:</ab>
815 816 817 818 819 820 821 822 823 824 825 826 827 828 829 830
    <graphic width="453px" height="53px" url="entwurf1907_36_nb3.png"/>
    <ab type="caption" rend="italic align(right)"><choice><orig>u.&#8239;s.&#8239;w.</orig><reg>usw.</reg></choice></ab>
</figure>
```

```xml
<sourceDesc>
    <ab>Born digital</ab>
</sourceDesc>
```

#### Auszeichnung von Personen, Werken, Orten und Organisationen/Institutionen

Eigennamen und Werktitel werden mit folgenden Elementen erfasst:

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
831
Element                                     Eigennamen-Klasse
832
------------------------------------------- ----------------------------------------------------------------------------
833 834
`<persName ref="#p....">…</persName>`       Personen

835
`<placeName ref="#l....">…</placeName>`     Orte
836

837
`<orgName ref="#o....">…</orgName>`         Organisationen/Institutionen
838

839 840 841 842 843 844 845 846 847 848 849 850 851 852 853 854 855 856 857 858 859 860 861 862 863 864 865 866 867 868 869
`<title ref="#w....">…</title>`             Werke
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Diese Elemente werden immer dann verwendet, wenn der damit ausgezeichnete Text einen direkten Bezug zum gemeinten Eigennamen hat.

Wenn die gewählte Formulierung nicht den Eigennamen selbst enthält, tritt an die Stelle der genannten Elemente ein einziges anderes: das Element `<rs ref="#.....">…</rs>` («reference string»). Ob eine Erfassung solcher indirekter Nennungen sinnvoll ist, muss im Einzelfall entschieden werden.

Das Attribut `ref="#....."` ist obligatorisch. Sein Wert ist ein eindeutiger Schlüssel; er verweist auf den Eintrag des Eigennamens in der jeweiligen [Register](#register)-Datei (genauer: auf dessen `xml:id`). Der Schlüssel setzt sich zusammen aus einem Kennbuchstaben (**p**erson, **l**ocation, **o**rganization oder **w**ork) und einer vierstelligen laufenden Nummer (0001, 0002, …).

Beispiele:
```text
«Beethovens 9. Symphonie wurde im Wiener Kärtnertortheater uraufgeführt.»
```
```xml
<persName ref="#p0001">Beethovens</persName> <title ref="#w0001">9. Symphonie</title> wurde im <placeName ref="#l0002">Wiener</placeName> <orgName ref="#o0045">Kärtnertortheater</orgName> uraufgeführt.
```
```text
«Mit der Uraufführung eines großdimensionierten Werks an alter Wirkungsstätte bestritt der Meister einen seiner letzten großen Auftritte in der Donau-Metropole.»
```
```xml
Mit der Uraufführung eines <rs ref="#w0001">großdimensionierten Werks</rs> an <rs ref="#o0045">alter Wirkungsstätte</rs> bestritt <rs ref="#p0001">der Meister</rs> einen seiner letzten großen Auftritte in der <rs ref="#l0002">Donau-Metropole</rs>.
```

#### Zitate

[noch zu spezifizieren]

-----------------------------------------------------
Element      Verwendungszweck
------------ ----------------------------------------
quote        Zitate mit Quellennennung im Text
870

871
q            alle sonstigen Zitate
872

873 874 875 876 877 878 879 880 881 882 883 884 885 886 887 888 889 890 891 892 893 894 895 896 897 898 899 900 901 902 903 904 905 906 907 908 909 910 911 912 913 914 915 916 917 918 919 920 921 922 923 924 925 926 927 928 929 930 931 932 933 934 935 936 937 938 939 940 941 942 943 944 945 946 947 948 949 950 951 952 953 954 955 956 957 958 959 960 961 962 963 964 965 966 967 968 969 970 971 972 973 974 975 976 977 978 979 980 981 982 983 984 985 986 987 988 989 990 991 992 993 994
cit          Zitate mit unmittelbarer Quellennennung
-----------------------------------------------------

siehe aber auch [Markierte Begriffe](#markierte-begriffe)

```xml
<note resp="#christian.schaper">
    Bei
    <cit>
        <bibl><ref target="#w0054">Nietzsche 1886</ref> (220)</bibl>
        <quote source="#w0054">Glauben</quote>
    </cit>
    mit Hervorhebung.
</note>
```

#### Verweise

##### innerhalb eines Dokuments

[noch zu spezifizieren]

Beispiele:
```xml
<note place="bottom" n="1">
    <p>Vergleiche <ref target="#d30-1916">später die Sätze über die <soCalled rend="dq-du">Tiefe</soCalled>.</ref></p>
</note>
```

##### innerhalb der Edition

[noch zu spezifizieren]

Beispiele:

```xml
<ref type="letter" subtype="busoni-schoenberg" target="#1903-09-10-sb">Ihr Brief</ref> hat mich
<lb/>erfreut und auf <rs ref="#w0012">Ihre Partitur</rs> recht neugierig gemacht.
```

```xml
<note resp="#christian.schaper">
    Busoni spinnt die <persName ref="#p0006">Wagner</persName>-Allegorie in
    <ref type="letter" subtype="busoni-schoenberg" target="#1903-09-14-bs">seiner Antwort</ref>
    unter Verweis auf <title ref="#w0035">Siegfried</title> fort.
</note>
```

```xml
<note resp="#christian.schaper">
    Vgl. in Busonis <title ref="#w0043">Entwurf einer neuen Ästhetik der Tonkunst</title>
    den <ref type="essay" subtype="entwurf" target="#entwurf1907" n="17">Abschnitt über Notation und Transkription</ref>
    (<ref type="essay" subtype="entwurf" target="#entwurf1907" n="17">S.&#8239;17–19</ref>
    der <ref type="essay" subtype="entwurf" target="#entwurf1907">Erstausgabe</ref>).
</note>
```

##### nach außen

[noch zu spezifizieren]

```xml
<note resp="#christian.schaper">
    Details der Auftragsvergabe sind u.&#8239;a. dem
    <ref type="ext" subtype="sdo" target="#OJ-14-15_1">Brief Schönbergs</ref> vom
    <date when-iso="1903-09-12">12.9.1903</date> an
    <persName ref="#p0024">Heinrich Schenker</persName> zu entnehmen.
</note>
```

```xml
<note resp="#maximilian.furthmüller">
    Der Aufruf wurde an diverse Fachzeitschriften und Zeitungen im In- und Ausland verschickt
    (<bibl><ref type="ext" subtype="asc" target="#20362">Brief von <persName ref="#p0028">Clark</persName>
    an <persName ref="#p0023">Schönberg</persName> vom
    <date when-iso="1911-09-18">18. September</date></ref></bibl>).
</note>
```

##### auf Sekundärliteratur

[noch zu spezifizieren]

Beispiele:

```xml
<note resp="#maximilian.furthmüller">
    <persName ref="#p0017">Busoni</persName> begab sich am <date when-iso="1909-08-02">2. August 1909</date>
    (<bibl><ref target="#b0020">Weindel 1999</ref>, S. 27</bibl>) auf eine Reise nach
    <placeName ref="#l0086">Florenz</placeName> und <persName ref="#l0085">Mailand</persName>
    (<bibl><ref target="#b0019">Dent 1933</ref>, S. 190</bibl>).
</note>
```

```xml
Ich habe dasselbe

<note resp="#christian.schaper" type="ed_w" subtype="major">
    <bibl><ref target="#b0003">Weindel 2003</ref> (318)  </bibl>fälschlich: <q>die Mappe</q>.
</note>

gestern an Ihre Adresse abgeschickt.
```

```xml
Nun zu <rs ref="#w0019">den beiden Stücken</rs>: sie

<note resp="#christian.schaper" type="ed_t_1977" subtype="minor">
    <bibl><ref target="#b0004">Theurich 1977</ref> (164)</bibl> fälschlich: <q>Sie</q>.
</note>

sind ja technisch kaum von besonderer Schwierigkeit.
```

#### Markierte Begriffe

[noch zu spezifizieren]

-----------------------------------------------------
Element      Verwendungszweck
------------ ----------------------------------------
mentioned    Begriffe, die **als Begriff erwähnt** werden
995

996 997 998 999 1000 1001 1002 1003 1004 1005 1006 1007 1008 1009 1010 1011 1012 1013 1014 1015 1016 1017 1018 1019 1020 1021 1022 1023 1024 1025 1026 1027 1028
soCalled     Worte, die in uneigentlicher oder distanzierender Rede gebraucht werden
-----------------------------------------------------

Beispiele:

```xml
<mentioned rend="dq-du">Musikalisch</mentioned> ist ein Begriff, der den Deutschen angehört
```

```xml
führt zur Programmusik. Sie ist als ein Gegensatz zu der
sogenannten <soCalled rend="dq-du">absoluten</soCalled> Musik aufgestellt worden
```

```xml
<mentioned rend="dq-du">Notation</mentioned> (<soCalled rend="dq-du">Scription</soCalled>) bringt mich auf Transcription:
```

#### Abkürzungen

Abkürzungen werden innerhalb des Elements `<abbr>…</abbr>` codiert; die ausgeschriebene Form wird innerhalb des Elements `<expan>…</expan>` codiert. Umschlossen werden beide vom Element `<choice>…</choice>`.

Dabei werden nur solche Abkürzungen erfasst, bei denen es sich um heute im normalen Textfluss ungebräuchlich Schreibweisen handelt. Zweck der Codierung ist in diesen Fällen die Darstellung in der [Lesefassung](#lesefassung), in der solche Abkürzungen durch die jeweilige ausgeschriebene Form ersetzt werden. Die Abkürzung «u.&#8239;a.» muss daher nicht als Abkürzung erfasst werden, wohl aber ein mitten im Textfluss als «u.» abgekürztes «Und».

Beispiele:

```xml
Die ersten drei im Drucke befindlichen Hefte enthalten von mir Eigenes <choice><abbr>u.</abbr><expan>und</expan></choice> Bearbeitetes.
```

```xml
14. <choice><abbr>S.</abbr><expan>September</expan></choice> 03
```
1029

1030 1031 1032 1033 1034 1035 1036 1037 1038 1039 1040 1041 1042 1043 1044 1045 1046 1047 1048 1049 1050 1051 1052 1053 1054 1055
```xml
<choice><abbr>d.z.</abbr><expan>derzeit</expan></choice>
```

#### Fremdsprachige Texte

Text, dessen Sprache von der [Hauptsprache](#verwendete-sprachen-profiledesc--langusage) abweicht, wird mit dem Attribut `xml:lang="…"` genauer beschrieben. Als Träger für `xml:lang="…"` dient immer dann das Element `<foreign>…</foreign>`, wenn der betreffende Text nicht bereits durch ein anderes Element exakt erfasst ist.

Die Zwei-Buchstaben-Kennzeichnung von `xml:lang="…"` erfolgt gemäß dem [IANA-Standard](http://www.iana.org/assignments/language-subtag-registry/language-subtag-registry).

#### Datumsangaben

[noch zu spezifizieren]

bei `<dateline>` häufig zu regularisieren

#### Anführungszeichen

Die verschiedenen Varianten der doppelten und einfachen **Anführungszeichen werden in keinem Fall direkt codiert**. Ihr Vorkommen ist stets mit bestimmten Elementen verknüpft. Welche Sorte Anführungszeichen jeweils in der Vorlage benutzt wurde, wird über das Attribut `rend` bei den jeweiligen Elementen angegeben: seien es [Zitate](#zitate), [Titel](#auszeichnung-von-personen-werken-orten-institutionen), (fingierte) Rede oder [Begriffsmarkierungen](#markierte-begriffe).

Mögliche Angaben für **doppelte Anführungszeichen** sind:


----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Codierung                                 Zeichen    Aufschlüsselung                                                  Benennung
----------------------------------------- ---------- ---------------------------------------------------------------- ------------------------------------------
1056
`rend="dq-uu-straight"`                      "…"     doppelt, oben–oben (**d**ouble **q**uote **u**p **u**p),         Schreibmaschinen-Stil (eigtl. Zollzeichen)
1057
                                                     gerade  
1058 1059 1060 1061 1062 1063 1064 1065

`rend="dq-du"`                               „…“     doppelt, unten–oben (**d**ouble **q**uote **d**own **u**p)       „deutsche Anf.“

`rend="dq-uu"`                               “…”     doppelt, oben–oben (**d**ouble **q**uote **u**p **u**p)          “englische Anf.”

`rend="dq-guil"`                             «…»     doppelt, Guillemets (Spitze nach außen)                          «französische Anf.»

`rend="dq-chev"`                             »…«     doppelt, Chevrons (Spitze nach innen)                            »umgekehrte franz. Anf.«
1066 1067
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

1068
Alle Varianten auch als **einfache Anführungszeichen:**
1069 1070 1071 1072 1073 1074 1075


----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Codierung                                 Zeichen    Aufschlüsselung                                                  Benennung
----------------------------------------- ---------- ---------------------------------------------------------------- ------------------------------------------
`rend="sq-uu-straight"`                      '…'     einfach, oben–oben (**s**ingle **q**uote **u**p **u**p),         &nbsp;
                                                     gerade
1076

1077 1078 1079 1080 1081 1082 1083 1084 1085 1086
usw.                                         &nbsp;  &nbsp;                                                           &nbsp;
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


Alle Varianten nötigenfalls auch als **nur öffnende bzw. nur schließende Anführungszeichen** Schlusszeichen bzw. Öffnungszeichen vergessen):

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Codierung                                    Zeichen Aufschlüsselung                                                  Benennung
-------------------------------------------- ------- ---------------------------------------------------------------- ------------------------------------------
`rend="dq-uu-straight-oo"`                   "…      doppelt, oben (**s**ingle **q**uote **u**p **u**p),              &nbsp;
1087
                                                     gerade, nur vorne (**o**pen **o**nly)
1088 1089

`rend="dq-uu-straight-co"`                    …"     doppelt, oben (**s**ingle **q**uote **u**p **u**p),              &nbsp;
1090
                                                     gerade, nur hinten (**c**lose **o**nly)
1091 1092 1093 1094 1095 1096 1097 1098 1099 1100 1101 1102

usw.                                         &nbsp;  &nbsp;                                                           &nbsp;
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------




#### Sonderzeichen

Dank Unicode können einige Sonderzeichen direkt in die Transkription eingetragen oder dorthin kopiert werden; nur wenige bedürfen einer gesonderten Kodierung. Die folgende Aufstellung zeigt, welche Zeichen wofür eingesetzt und wie sie kodiert werden können.

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
1103
Zeichen Name                                       Codierung    Windows: <kbd>Alt</kbd>  OS X: <kbd>Befehl</kbd>+  Linux: <kbd>Alt Gr</kbd> +
1104 1105 1106 1107 1108 1109 1110 1111 1112 1113 1114 1115 1116 1117 1118 1119 1120
&nbsp;  &nbsp;                                     &nbsp;       + Ziffernblock           &nbsp;                    &nbsp;
------- ------------------------------------------ ------------ ------------------------ ------------------------- ---------------------------
–       Gedankenstrich, Streckenstrich             &amp;#8211;  0150                     - (Bindestrich)           - (Bindestrich)

—       langer Gedankenstrich                      &amp;#8212;  0151                     Shift + - (Bindestrich)   Shift + - (Bindestrich)

’       Apostroph                                  &amp;#8217;  0146                     Shift + #                 Shift + n

◌̅       Nasalstrich/Reduplikationsstrich           &amp;#773;   &nbsp;                   &nbsp;                    &nbsp;

&#8239; geschütztes schmales Leerzeichen           &amp;#8239;  &nbsp;                   &nbsp;                    &nbsp;

&amp;   Et-Ligatur, «Kaufmännisches Und»,          &amp;amp;    &nbsp;                   &nbsp;                    &nbsp;
        «Ampersand»                             

<       kleiner als                                &amp;lt;     &nbsp;                   &nbsp;                    &nbsp;

1121
\>      größer als                                 &amp;gt;     &nbsp;                   &nbsp;                    &nbsp;
1122 1123 1124 1125 1126 1127 1128 1129 1130 1131 1132 1133 1134 1135
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Die drei Zeichen **&amp;, &lt; und &gt; müssen immer mit den angegebenen Codierungen eingegeben werden**, wenn sie als Teil des Textes in der Transkription vorkommen sollen (in direkter Eingabe sind sie innerhalb von XML für andere Funktionen reserviert).

Der **Gedankenstrich** normaler Länge («Halbgeviertstrich», «n-dash») soll – im Unterschied zum kürzeren Bindestrich, und unabhängig von der tatsächlichen Länge des Strichs in der Quelle – überall dort verwendet werden, wo im deutschen Schriftsatz Gedankenstriche gesetzt werden müssen, also etwa bei Parenthesen – Satzeinschüben – und sonstiger syntaktischer Abtrennung. Dasselbe Zeichen fungiert auch als sogenannter **Streckenstrich** in der Bedeutung von «bis» oder «gegen» (dann aber immer ohne umgebende Leerzeichen): `der Biefwechsel Busoni–Schönberg (1903–1919)`. Umgekehrt formuliert: Der kürzere **Bindestrich** kommt nur bei Sil-ben-tren-nung, Komposita-Durchkopplung und Wort- bzw. Silben-Auslassungen bzw. -Stellvertretung vor. Der **lange Gedankenstrich** («Geviertstrich», «m-dash») soll nur für außergewöhnlich lange Striche in der Quelle verwendet werden, vorzugsweise dort, wo keine der Standardfunktionen des Gedankenstrichs vorliegt.

Nota bene: Das korrekte Zeichen für den **Apostroph:&nbsp;’** entspricht nicht dem über die Tastatur einfacher zugänglichen (Shift+#:&nbsp;'&#8239;) – und übrigens natürlich auch nicht den Akzentzeichen (&#8239;´&nbsp;`&#8239;).

Der **Nasalstrich/Reduplikationsstrich** über einem Buchstaben wird zur Abkürzung vor allem von «mm» (m&#773;) und «nn» (n&#773;) benutzt und wie folgt codiert: `m&#773;` bzw. `n&#773;`.

Das **geschützte schmale Leerzeichen** wird v.&#8239;a. bei mehrgliedrigen Abkürzungen benötigt. Es legt einen schmaleren Abstand als das Standardleerzeichen fest, wie er an solchen Stellen typographisch korrekt ist, und erlaubt außerdem keinen Umbruch. Für «u.&#8239;a.» also z.&#8239;B. so: `u.&#8239;a.`

#### Überarbeitungen

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1136
##### Streichungen: &lt;del&gt;
1137 1138 1139 1140 1141 1142 1143 1144 1145 1146 1147 1148 1149 1150 1151

Gestrichener oder anderweitig als getilgt erkennbarer Text wird innerhalb des Elements `<del>…</del>` («deletion») codiert.

Wenn der ursprüngliche Text infolge der Streichung nicht mehr zweifelsfrei entzifferbar oder gar nicht mehr lesbar ist, wird dies mit [`<unclear>`](#transkription-unsicher-unclear) bzw. [`<gap>`](#transkription-unmöglich-gap) codiert.

Wenn ein klar abgrenzbarer Textbereich den gestrichenen Text ersetzt, wird `<del>` als Teil einer [Ersetzung](#ersetzungen-subst) codiert.

Die Art der Streichung muss immer über das Attribut `rend="…"` näher klassifiziert werden.

Mögliche Werte für `rend="…"` sind bei Streichungen:

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
`rend="…"`                                  Bedeutung
------------------------------------------- ----------------------------------------------------------------------------
`strikethrough`                             durchgestrichen
1152

1153 1154 1155 1156
`erasure`                                   Rasur (weggeschabter/-gekratzter Text)

`overwritten`                               durch ein anderes Wort überschrieben
                                            (entsprechend bei Einfügungen: `<add place="across">…</add>`
1157

1158 1159 1160 1161 1162
`none`                                      keine Kennzeichnung
                                            (z.&#8239;B. bei Ersetzungen, bei denen eine Streichung vergessen wurde)
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


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1163
##### Einfügungen: &lt;add&gt;
1164 1165 1166 1167 1168 1169 1170 1171 1172 1173 1174 1175 1176 1177

Wenn ein Textbereich einen anderen, gestrichenen ersetzt oder auf andere Weise als nachträglich eingefügt erkennbar ist (zwischen den Worten, über der Zeile, am Rand, …), wird dieser Bereich innerhalb des Elements `<add>…</add>` («addition») codiert.

Als Einfügungen verstehen wir nur direkt auf den Wortlaut des Textes bezogene Maßnahmen, nicht also etwa nachträgliche Einträge von Bibliotheken ([Seitenzahlen](#zählungen), [Signaturen](#signaturen), [Stempel](#stempel); diese werden mit `<note>…</note>` codiert).

Wenn der hinzugefügte Textbereich einen gestrichenen Text ersetzt, wird `<add>` als Teil einer [Ersetzung](#ersetzungen-subst) codiert.

Die Art der Hinzufügung muss immer über das Attribut `place="…"` näher klassifiziert werden.

Mögliche Werte für `place="…"` sind bei Einfügungen:

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
`place="…"`                                 Bedeutung
------------------------------------------- ----------------------------------------------------------------------------
1178 1179 1180 1181
`above`                                     oberhalb der Zeile

`across`                                    Überschreibung (entsprechend bei [Streichung](#streichungen-del): `<del rend="overwritten">…</del>`)

1182
`below`                                     unterhalb der Zeile
1183 1184 1185

`inline`                                    zwischen den Worten (`rend` nicht zwingend erforderlich)

1186 1187 1188 1189
`inline`                                    in der Zeile (als Sofortkorrektur nach einer [Streichung](#streichungen-del), `rend` nicht zwingend erforderlich)
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


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1190
##### Ersetzungen: &lt;subst&gt;
1191 1192 1193 1194 1195

Wenn ein Textbereich einen anderen, gestrichenen ersetzt, wird dies als Kombination von [Streichung](#streichungen-del) und [Einfügung](#einfügungen-add) innerhalb des Elements `<subst>…</subst>` («substitution») codiert.

[noch zu spezifizieren: substJoin]

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1196
#### Transkription unsicher: &lt;unclear&gt;
1197 1198 1199 1200 1201 1202 1203 1204 1205

Nicht eindeutig entzifferbare Stellen werden innerhalb des Elements `<unclear>…</unclear>` codiert. Sind mehrere Varianten möglich, erhält jede ein eigenes Element `<unclear>…</unclear>`; alle Varianten stehen dann innerhalb des umgebenden Elements `<choice>…</choice>`.

Zu jedem Element `<unclear>…</unclear>` gehört eine Angabe zur Wahrscheinlichkeit der jeweiligen Lesart (Attribut `cert="…"`, obligatorisch); die Nennung eines Grundes für die Unsicherheit (Attribut `reason="…"`) ist hingegen fakultativ. Mögliche Werte sind:

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
`cert="…"`                                  Bedeutung
------------------------------------------- ----------------------------------------------------------------------------
`high`                                      die wahrscheinliche Lesart (nur eine ist möglich)
1206

1207
`medium`                                    eine von mind. zwei gleich wahrscheinlichen Lesarten
1208

1209
`low`                                       eine unwahrscheinliche Lesart
1210

1211
`unknown`                                   Einschätzung der Wahrscheinlichkeit nich möglich
1212 1213 1214 1215 1216 1217
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
`reason="…"`                                Bedeutung
------------------------------------------- ----------------------------------------------------------------------------
1218
`illegible`                                 unleserlich
1219 1220 1221
                                            (Schrift ansonsten unbeeinträchtigt, aber nicht zweifelsfrei entzifferbar)

`overwritten`                               überschrieben
1222

1223
`strikethrough`                             durchgestrichen
1224

1225
`erasure`                                   Rasur
1226

1227
`paper-missing`                             Papier fehlt
1228

1229
`faded`                                     verblasst
1230

1231
`low-ink`                                   wenig Tinte
1232

1233
`ink-blot`                                  Tintenklecks
1234

1235
`stain`                                     Fleck
1236

1237 1238 1239 1240 1241 1242 1243 1244 1245 1246 1247 1248 1249 1250 1251 1252 1253 1254 1255 1256
`incomplete`                                auf andere Weise unvollständig
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Beispiel:

[Brief Schönberg an Busoni, 10.9.1903:](http://busoni-nachlass.org/edition/letters/busoni-schoenberg/1903-09-10-sb#1) «Hoch verehrter»&#8239;/&#8239;«Hochverehrter»
```xml
Hoch<choice><unclear cert="high"> </unclear><unclear cert="low"/></choice>
```

[Brief Schönberg an Busoni, 19.9.1911:](http://busoni-nachlass.org/edition/letters/busoni-schoenberg/1911-09-19-sb#3) «nur»&#8239;/&#8239;«mir»
```xml
Es handelt sich leider
<choice>
    <unclear reason="illegible" cert="high">nur</unclear>
    <unclear reason="illegible" cert="low">mir</unclear>
</choice>
um eine recht große Summe,
```

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1257
#### Transkription unmöglich: &lt;gap&gt;
1258 1259 1260 1261 1262 1263 1264

Nicht entzifferbare Stellen werden mit dem Element `<gap/>` codiert; Angaben zur Ausdehnung und zum Grund der Transkriptionslücke sind obligatorisch. Für den Grund (Attribut `reason="…"`) gelten die [genannten Werte](#transkription-unsicher-unclear). Für die Ausdehnung ist sind folgende Angaben möglich:


------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Code                                        Bedeutung
------------------------------------------- ----------------------------------------------------------------------------
1265 1266
`extent="…"`                                exakte Ausdehnung (numerische Angabe, erfordert `unit="…"`)

1267
`atLeast="…"`                               Ausdehnung mindestens (numerische Angabe, erfordert `unit="…"`)
1268

1269
`atMost="…"`                                Ausdehnung höchstes (numerische Angabe, erfordert `unit="…"`)
1270 1271

`extent="unknown"`                          unbekannte Ausdehnung
1272 1273 1274 1275 1276 1277 1278 1279 1280
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Wird eine Ausdehnung auf diese Weise beziffert, muss mit einer Angabe zur Einheit (Attribut `unit="…"`) spezifiziert werden:


------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
`unit="…"`                                  Bedeutung
------------------------------------------- ----------------------------------------------------------------------------
`char`                                      Zeichen
1281

1282
`word`                                      Worte
1283

1284
`line`                                      Zeilen
1285

1286 1287 1288
`page`                                      Seiten
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

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1289
#### Ergänzungen: &lt;supplied&gt;
1290 1291 1292 1293 1294 1295 1296 1297 1298 1299 1300 1301 1302 1303 1304 1305 1306 1307 1308 1309 1310 1311 1312 1313 1314 1315 1316 1317 1318 1319 1320 1321 1322 1323 1324 1325 1326 1327 1328 1329 1330 1331 1332 1333 1334 1335 1336 1337 1338 1339 1340 1341 1342 1343

Bei nicht entzifferbaren oder fehlenden Stellen kann gleichwohl feststehen (oder entschieden werden, dass man weiß), was dort steht oder gestanden hat. In diesen Fällen ersetzen wir `<gap/>` durch das Element `<supplied>…</supplied>`. Der Grund für das Fehlen ist auch hier mit dem Attribut `reason="…"` [wie beschrieben](#transkription-unsicher-unclear) anzugeben.

Ferner kann `<supplied>…</supplied>` für irrtümlich ausgelassene Zeichen oder Worte verwendet werden; der Grund wird in solchen Fällen mit `reason="omitted"` angegeben.

Beispiele:

[Brief Schönberg an Busoni, 13.7.1909:](http://busoni-nachlass.org/edition/letters/busoni-schoenberg/1909-07-13-sb#6) Poststempel mit Lücken (Steinakirchen am Forst)
```xml
<stamp>
    <placeName ref="#l0040"><hi rend="majuscule">S<supplied reason="incomplete">tei</supplied>nakir<supplied reason="paper missing">chen</supplied></hi>
    am <hi rend="majuscule">For<supplied reason="incomplete">st</supplied></hi></placeName>
    <date when-iso="1909-07-14">14.VII.0<supplied reason="incomplete">9</supplied> <gap atMost="2" unit="char" reason="incomplete"/>–5</date>
</stamp>
```

[Brief Schönberg an Busoni, 31.7.1909:](http://busoni-nachlass.org/edition/letters/busoni-schoenberg/1909-07-31-sb#1) vergessenes Wort
```text
ich lange über Ihren Einwand gegen meinen Klavierstil nachgedacht
```
```xml
ich <supplied reason="omitted">habe</supplied> lange über Ihren Einwand
gegen meinen Klavierstil nachgedacht
```

[Erstausgabe _Entwurf einer neuen Aesthetik der Tonkunst_](https://busoni-nachlass.org/edition/essays/entwurf/entwurf1907#10): ausgelassene Silbe
```xml
Diese Merkmale sind gewiss jenen eines Klassikers entgegen<supplied reason="omitted">ge</supplied>setzt.
```

[Zweite Ausgabe _Entwurf einer neuen Aesthetik der Tonkunst_](https://busoni-nachlass.org/edition/essays/entwurf/entwurf1916#16): fehlendes Leerzeichen
```xml
Wenn die Bühne die Illusion eines Gewitters vortäuscht,<supplied reason="omitted"> </supplied>so ist
dieses Ereignis durch das Auge erschöpfend wahrgenommen.
```

#### Zusätze

[noch zu spezifizieren]

##### originale Fußnoten/Marginalien

Originale Fußnoten (am Fuß der Seite) bzw. Marginalien (am Rand der Seite) werden innerhalb des Elements `<note>…</note>` codiert. Dabei sind als Attribute anzugeben:

* mit `place` die [Platzierung auf der Seite](#platzierung) (i.&#8239;d.&#8239;R. `place="bottom"`, `place="margin-left"`, `place="margin-right"`)
* mit `style` die Art des Fußnotenzeichens (falls nicht numerisch mit arabischen Zahlen)
    - `style="roman"` (römische Zahlen)
    - `style="*-repeat"` (kumulierende Zeichen: `*`, `**`, `***` …)
    - `style="char:*"`, `style="char:†"`, `style="char:‡"` (wechselnde Zeichen: *, †, ‡, …)
* mit `n` eine Ordnungszahl: `n="1"`, `n="2"`, …
    - bei originalen Nummern die entsprechende arabische Zahl
    - bei kumulierenden Zeichen die Anzahl der Zeichen
    - bei wechselnden Zeichen pro Seite durchzählen

1344 1345 1346 1347 1348 1349 1350 1351 1352 1353 1354 1355 1356
##### Annotationen

[noch zu spezifizieren]

[Brief Huber an Busoni, 27.4.1916:](http://localhost/edition/letters/busoni-huber/1916-04-27-bh#2)
```xml
<note type="annotation" resp="#receiver" place="bottom" rend="vertical-down">
    <persName ref="#p0157">Frau Speiser</persName>
    <lb/><unclear reason="illegible" cert="high">Mittwoch</unclear> <gap reason="illegible" atLeast="1" unit="word"/>
    <lb/><gap reason="illegible" atLeast="1" unit="word"/>
</note>
```

1357 1358 1359 1360 1361 1362 1363 1364 1365
##### Zählungen

Seitenzahlen werden innerhalb des Elements `<note>…</note>` mit dem Attribut `type="…"` codiert.
Wir unterscheiden Zählungen von Blättern (Foliierung), Seiten (Paginierung) und Korrespondenzstücken (Nummerierung); die Werte für `type="…"` lauten entsprechend:

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
`type="…"`                                  Bedeutung
------------------------------------------- ----------------------------------------------------------------------------
`foliation`                                 Foliierung (Zählung der Blätter oder Bogen)
1366
`pagination`                                Paginierung (Zählung der Seiten)
1367
`numbering`                                 Nummerierung (Zählung der Korrespondenzstücke)
1368 1369 1370 1371 1372 1373 1374 1375 1376 1377 1378 1379 1380 1381 1382 1383 1384 1385 1386 1387 1388 1389 1390 1391 1392 1393 1394 1395 1396 1397 1398 1399 1400 1401 1402 1403 1404 1405 1406 1407 1408 1409 1410 1411 1412 1413 1414 1415 1416 1417 1418 1419 1420 1421 1422 1423 1424 1425 1426 1427 1428 1429 1430 1431 1432 1433 1434 1435 1436 1437 1438 1439 1440 1441 1442 1443 1444 1445 1446 1447 1448 1449 1450 1451 1452 1453 1454 1455 1456 1457 1458 1459 1460 1461 1462 1463 1464 1465 1466 1467