Commit 07357fc6 authored by Dr. Ullrich Scheideler's avatar Dr. Ullrich Scheideler
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In den Briefen einige wenige Kommentare eingefügt und letzte Personen und Orte nachgetragen.

parent 1c0e8780
......@@ -1629,6 +1629,14 @@
<idno type="GND"></idno>
</place>
<place xml:id="l0177">
<settlement>Pressburg</settlement>
<location>
<geo>48.154722 17.145556</geo>
</location>
<idno type="GND">1063318696</idno>
</place>
</listPlace>
</body>
......
......@@ -2434,6 +2434,26 @@
<occupation>Geiger</occupation>
<occupation>Primarius des Wiener Streichquartetts bzw. des Kolisch-Quartetts</occupation>
</person>
<person xml:id="p0119">
<idno type="GND">134611306</idno>
<persName>
<forename>Marie</forename>
<surname>Pappenheim</surname>
</persName>
<birth>
<date when-iso="1881-11-4">4. November 1882</date>
<placeName ref="#l0177">Pressburg</placeName>
</birth>
<death>
<date when-iso="1966-07-24">24. Juli 1966</date>
<placeName ref="#l0002">Wien</placeName>
</death>
<sex value="2"/>
<occupation>Ärztin</occupation>
<occupation>Schriftstellerin</occupation>
</person>
<!--
Personen nur oberhalb dieses Kommentars ergänzen!
......
......@@ -232,7 +232,8 @@
<lb/>die <rs ref="#w0012">Ihr Werk</rs> <choice><orig>unzugaenglich</orig><reg>unzugänglich</reg></choice>
<lb/>macht, zu durchschreiten und
<lb/>es aus dem Schlafe der
<lb/>Unauf<add rend="above">ge</add>führ<subst><del rend="overwritten">ung</del><add rend="across">theit</add></subst> zu wecken.</p>
<lb/><note resp="#ullrich.scheideler">Die Uraufführung des zwischen Sommer 1902 und Februar 1903 komponierten Werks
fand schließlich am 25. Januar 1905 in Wien unter der Leitung des Komponisten statt. Mehrere Versuche in den Jahren 1903 und 1904, das Werk zur Aufführung zu bringen, scheiterten.</note>Unauf<add rend="above">ge</add>führ<subst><del rend="overwritten">ung</del><add rend="across">theit</add></subst> zu wecken.</p>
<closer>
<salute rend="align(center)">Mit freundlichem Gruße
<lb/>Ihr ergebener</salute>
......
......@@ -307,7 +307,7 @@
<opener>
<salute rend="align(center)">Verehrter:</salute>
</opener>
<p>Ich habe <workName id="#p0023">Pelleas <choice><sic>u</sic><corr>und</corr></choice> Melisande</workName>
<p>Ich habe <title ref="#p0023">Pelleas <choice><sic>u</sic><corr>und</corr></choice> Melisande</title>
<lb/>erhalten und bis zu Ende durchgesehen.
<lb/>Sie sind ein Meister des Orchesters, das
<lb/>scheint mir auf den Ersten Eindruck zweifellos.
......@@ -317,12 +317,12 @@
<lb/>Dirigent zugleich beschäftigt bin <choice><sic>u.</sic><corr>und</corr></choice> zu
<lb/>keiner ruhigen Sammlung gelange)
<lb/>also liegt es vorläufig nur an mir.
<lb/>Die Tänze <!-- wohl Syrische Tänze von Schenker, die Schönberg orchestriert hat/--> von Schenker trafen ebenfalls
<lb/>Die <title ref="#w0016">Tänze</title> <!-- wohl Syrische Tänze von Schenker, die Schönberg orchestriert hat/--> von <persName ref="#p0024">Schenker</persName> trafen ebenfalls
<lb/>ein <choice><sic>u.</sic><corr>und</corr></choice> ich freue mich, dass ich wenig<lb break="no"/>stens in dieser Form Ihren Namen
<lb/>auf meine Programme setzen kann.
<lb/>auf meine Programme<note resp="#ullrich.scheideler">Gemeint sind die von Busoni zwischen 1902 und 1909 in Berlin veranstalteten Orchesterabende.
Die Aufführung von Schönbergs Bearbeitung der Syrischen Tänze fand am 5. November 1903 statt.</note> setzen kann.
<lb/>Freundlichst ergeben</p>
<closer>
......
......@@ -333,7 +333,9 @@
<pb n="3" facs="1909-07-16-bs_2.png"/>
Haben Sie einen Verleger <!-- Lesefassung: Komma nach "Verleger" -->
Haben Sie einen Verleger<note resp="#ullrich.scheideler">Schönberg stand seid Juli 1903 beim Berliner Verlag Dreililien unter Vertrag
(dieser Vertrag war bis 1. Juli 1908 befristet und wurde zweimal um je ein Jahr verlängert).
Seit 1906 hatte Schönberg jedoch Schwierigkeiten, seine Werke dort drucken zu lassen</note> <!-- Lesefassung: Komma nach "Verleger" -->
<lb/>der an Ihnen <choice>
<sic><choice><unclear cert="high">theilnimmt</unclear><unclear cert="low">Theil nimmt</unclear></choice></sic>
<corr>teilnimmt</corr>
......
......@@ -298,7 +298,7 @@
<lb/>freundlichen Brief. Die <rs ref="#w0019">Klavierstücke</rs>
<note resp="#maximilian.furthmüller">Es handelt sich um die ersten beiden der <rs ref="#w0019">Drei Klavierstücke op.&#8239;11</rs> von <persName ref="#p0023">Schönberg</persName>, die beide im <date when-iso="1909-02">Februar 1909</date> fertiggestellt worden waren. Das dritte Stück entstand erst im <date when-iso="1909-08">August</date>.</note> habe
<lb/>ich erst nochmals abgeschrieben und sende
<lb/>sie Ihnen heute.</p>
<lb/>sie Ihnen heute zu<note resp="#ullrich.scheideler">Die Abschrift ist nicht erhalten.</note>.</p>
<p>Ihrem Einwurf, ich hätte <choice>
<sic>des &#8222;mitarbeitenden&#8220;
<lb/>Publikums</sic>
......@@ -374,7 +374,8 @@
<lb/>des Schaffenden. &#8212;</p>
<p>Ihre Frage, ob ich einen Verleger habe, der Vertrauen
<lb/>zu mir hat, kann ich leider nicht bejahen. Ich war durch
<lb/>einige Zeit an den Verlag &#8222;<orgName ref="#o0006">Dreililien</orgName>&#8220; gebunden. Im
<lb/>einige Zeit an den Verlag &#8222;<orgName ref="#o0006">Dreililien</orgName>&#8220; gebunden<note resp="#ullrich.scheideler">Schönberg stand seit Juli 1903 unter Vertrag; nach zwei Verlängerungen
war der Vertrag bis Sommer 1910 befristet.</note>. Im
<lb/>Anfang <choice><sic>gieng
<note resp="#maximilian.furthmüller" type="ed_t" subtype="minor">
<bibl><ref target="#b0004">Theurich 1977</ref> (166)</bibl> und
......@@ -385,12 +386,14 @@
<note resp="#maximilian.furthmüller" type="ed_t" subtype="minor">
<bibl><ref target="#b0004">Theurich 1977</ref> (166)</bibl> und
<bibl><ref target="#b0005">Theurich 1979</ref> (150)</bibl>: <quote>„mein“</quote>.</note> <rs ref="#w0024">Quartett</rs>, an dessen Veröffentlichung
<lb/>mir wegen der Skandale, die man gegen mich
<lb/>mir wegen der Skandale <note resp="#ullrich.scheideler">Gemeint ist vermutlich insbesondere die Uraufführung des II. Streichquartetts, die am 21. Dezember 1908 in Wien stattfand.</note>, die man gegen mich
<lb/><choice><sic>insceniert</sic><corr>inszeniert</corr></choice> <choice><sic>hate
<note resp="#maximilian.furthmüller" type="ed_t" subtype="minor">
<bibl><ref target="#b0004">Theurich 1977</ref> (166)</bibl> und
<bibl><ref target="#b0005">Theurich 1979</ref> (150)</bibl> fälschlich: <quote>„hatte“</quote>.</note></sic>
<corr>hatte</corr></choice>, sehr lag, im Selbstverlag <choice>
<corr>hatte</corr></choice>, sehr lag, im Selbstverlag <note resp="#ullrich.scheideler">Das II. Streichquartett, vermutlich im August 1908 abgeschlossen,
erschien als Partiturdruck im Februar 1909 im Selbstverlag in einer Auflage von 200 Exemplaren.
1912 übernahm die Universal-Edition den Nachdruck und Vertrieb der Ausgabe, 1920 erschien eine neu gestochene Ausgabe im Verlag Universal-Edition.</note> <choice>
<orig>heraus geben</orig>
<reg>herausgeben</reg>
</choice>
......@@ -407,15 +410,17 @@
<p>Ich <choice><orig>hoffe</orig><reg>hoffe,</reg></choice> recht bald Ihre Meinung über
<lb/>meine <rs ref="#w0019">Klavierstücke
<note resp="#maximilian.furthmüller">Es handelt sich um die ersten beiden der <rs ref="#w0019">Drei Klavierstücke op.&#8239;11</rs> von <persName ref="#p0023">Schönberg</persName>, die beide im <date when-iso="1909-02">Februar 1909</date> fertiggestellt worden waren. Das dritte Stück entstand erst im <date when-iso="1909-08">August</date>.</note></rs> zu <choice>
<orig>hören</orig><reg>hören,</reg> und hege
<note resp="#maximilian.furthmüller">Es handelt sich um die ersten beiden der <rs ref="#w0019">Drei Klavierstücke op.&#8239;11</rs> von <persName ref="#p0023">Schönberg</persName>,
die beide im <date when-iso="1909-02">Februar 1909</date> fertiggestellt worden waren.
Das dritte Stück entstand erst im <date when-iso="1909-08">August</date>.</note></rs> zu <choice>
<orig>hören</orig><reg>hören,</reg></choice> und hege
<!-- was steht unter "hege"? s[ehe]? -->
<lb/><choice><sic>dem
<lb/><choice><sic>dem
<note resp="#maximilian.furthmüller" type="ed_t" subtype="minor">
<bibl><ref target="#b0004">Theurich 1977</ref> (166)</bibl> und
<bibl><ref target="#b0005">Theurich 1979</ref> (151)</bibl> fälschlich: <quote>„den“</quote>.</note></sic>
<corr>den</corr>
</choice></choice>
</choice>
lebhaftesten Wunsch, <choice><sic>daß</sic><corr>dass</corr></choice> sie Ihnen
<lb/>was sagen mögen.</p>
<p>Ich empfehle mich Ihnen mit vollster Hochachtung
......
......@@ -398,10 +398,12 @@
<lb/>haben Sie nicht recht.</p>
<p>Ich hoffe, <choice><sic>daß</sic><corr>dass</corr></choice> Sie es erkennen werden.
<lb/>Ich bin ja allerdings kein Klavierspieler
<note resp="#theresa.menard"><persName ref="#p0023">Schönbergs</persName> musikalische Ausbildung begann im Alter von acht Jahren, als er begann Geige zu spielen. Ein wenig später kam das Cello hinzu. Bei seinem drei Jahre älteren Freund und einzig bedeutenden Lehrer <persName ref="#p0046">Alexander von Zemlinsky</persName> erhielt <persName ref="#p0023">Schönberg</persName> Kompositionsunterricht. Dieser ließ ihn zur Übung auch Klavierauszüge erstellen, womit sich <persName ref="#p0023">Schönberg</persName> einerseits einen kleinen Verdienst erwirtschaften konnte und andererseits die Spiel- und Praxisweise des Klaviers studierte. So erstellte er unter anderem Klavierauszüge für <persName ref="#p0046">Zemlinskys</persName><title ref="#w0046">Sarema</title>“ (<date when-iso="1897">1897</date>); <persName ref="#p0082">Gioacchino Rossinis</persName><title ref="#w0044">Il barbiere di Seviglia</title>“ (<date when-iso="1903">1903</date>) und <persName ref="#p0002">Franz Schubert</persName>: Entr’ acts und Ballettmusik zu „<title ref="#w0045">Rosamunde</title>“ (<date when-iso="1904">1904</date>) (vgl. <bibl><ref target="#b0032">Krones 2005</ref> S. 30 ff.</bibl>, <bibl><ref target="#b0030">Ringer 2002</ref> S. 16</bibl> und <bibl><ref target="#b0001">Stuckenschmidt 1974</ref> S. 10</bibl>).
<note resp="#theresa.menard"><persName ref="#p0023">Schönbergs</persName> musikalische Ausbildung begann im Alter von acht Jahren, als er begann Geige zu spielen. Ein wenig später kam das Cello hinzu.
Bei seinem drei Jahre älteren Freund und einzig bedeutenden Lehrer <persName ref="#p0046">Alexander von Zemlinsky</persName> erhielt <persName ref="#p0023">Schönberg</persName> Kompositionsunterricht. Dieser ließ ihn zur Übung auch Klavierauszüge erstellen, womit sich <persName ref="#p0023">Schönberg</persName> einerseits einen kleinen Verdienst erwirtschaften konnte und andererseits die Spiel- und Praxisweise des Klaviers studierte. So erstellte er unter anderem Klavierauszüge für <persName ref="#p0046">Zemlinskys</persName><title ref="#w0046">Sarema</title>“ (<date when-iso="1897">1897</date>); <persName ref="#p0082">Gioacchino Rossinis</persName><title ref="#w0044">Il barbiere di Seviglia</title>“ (<date when-iso="1903">1903</date>) und <persName ref="#p0002">Franz Schubert</persName>: Entr’ acts und Ballettmusik zu „<title ref="#w0045">Rosamunde</title>“ (<date when-iso="1904">1904</date>) (vgl. <bibl><ref target="#b0032">Krones 2005</ref> S. 30 ff.</bibl>, <bibl><ref target="#b0030">Ringer 2002</ref> S. 16</bibl> und <bibl><ref target="#b0001">Stuckenschmidt 1974</ref> S. 10</bibl>).
</note>.
<lb/>Aber <choice><sic>nichts destoweniger</sic><corr>nichtsdestoweniger</corr></choice> habe ich mir
<lb/>eingebildet in diesen <rs ref="#w0019">Stücken</rs> <add place="above">und einigen Liedern</add> den Grund
<lb/>eingebildet in diesen <rs ref="#w0019">Stücken</rs> <add place="above">und einigen Liedern</add><note resp="#ullrich.scheideler">Gemeint sind wohl die Lieder op. 14 (komponiert Ende 1907 bis Anfang 1908)
sowie die George-Lieder op. 15 (komponiert zwischen März 1908 und März 1909).</note> den Grund
<lb/>zu einem modernen <choice><sic>Klavierstyl</sic><corr>Klavierstil</corr></choice> gelegt
<lb/>zu haben. Es mag das anmaßend klingen,
......@@ -431,7 +433,7 @@
<pb n="4" facs="1909-08-13-sb_4.png"/>
Mozart und Beethoven. Alle, denen
<persName ref="#p0010">Mozart</persName> und <persName ref="#p0001">Beethoven</persName>. Alle, denen
<lb/>der Ausdruck das wichtigste war, haben
<lb/>für <choice><sic><hi rend="underline">Clavier</hi></sic><corr><hi rend="underline">Klavier</hi></corr></choice> <hi rend="underline">komponiert</hi>, <subst><del rend="overwritten"></del><add place="across">in</add></subst>dem sie
<lb/><hi rend="underline" n="3">komponiert</hi> haben, unter Berücksichtigung <!-- dreifach unterstrichen -->
......@@ -693,7 +695,7 @@
<p>Der vorliegende Brief blieb aus Versehen
<lb/>einige Tage bei mir liegen. Inzwischen hatte
<lb/>ich das <choice><sic>3te</sic><corr>dritte</corr></choice> <rs ref="#w0019">Klavierstück</rs> (vorher hatte ich ein
<lb/><rs ref="#w0020" corresp="#w0013">Orchesterstück</rs> geschrieben) <choice><sic>fertig bekommen</sic><corr>fertigbekommen</corr></choice>
<lb/><rs ref="#w0013">Orchesterstück</rs> geschrieben<note resp="#ullrich.scheideler">Vermutlich das Orchesterstück op. 16 Nr. 4, dessen Reinschrift am 18. Juli 1909 abgeschlossen wurde.</note>) <choice><sic>fertig bekommen</sic><corr>fertigbekommen</corr></choice>
<note resp="#theresa.menard">Mit der Fertigstellung des <rs ref="#w0019">dritten Klavierstückes</rs> beendet <persName ref="#p0023">Schönberg</persName> eine Arbeit, die als Beginn der Atonalität bezeichnet werden kann. In ihnen lassen sich bereits erste Entwicklungen feststellen, die letztlich zu einer „<quote>Gleichberechtigung aller Töne und Klänge</quote>“ (<bibl><ref target="#b0032">Krones 2005</ref> S. 81</bibl> führten (<bibl><ref target="#b0030">Ringer 2002</ref> S. 184</bibl> sowie <bibl><ref target="#b0001">Stuckenschmidt 1974</ref> S. 40 f.</bibl>).
</note>, und
<lb/>benütze nun gleich die Gelegenheit, es Ihnen
......@@ -729,7 +731,8 @@
<lb/>Menge <choice><sic>solcher</sic><corr>solcher,</corr></choice> die, gegenwärtig unfertig, mut<lb break="no"/>maßlich
einmal vollendet werden, sind es
<lb/>wie gesagt 9 Werke im Umfang von
<lb/>mehr als 400 Seiten. Da scheint mir doch,
<lb/>mehr als 400 Seiten.<note resp="#ullrich.scheideler">Gemeint sind vermutlich u. a. die Symphonische Dichtung Pelleas und Melisande op. 5
(erschienen im Oktober 1911), die Kammersymphonie op. 9 (erschienen im Januar 1913) sowie die Orchesterlieder op. 8 (erschienen im Oktober 1913).</note> Da scheint mir doch,
<lb/>als ob ich endlich wieder einmal was heraus<lb break="no"/>geben
<choice><sic>müßte</sic><corr>müsste</corr></choice>. Insbesondere, da einiges
<lb/>schon, im Verhältnis zu meinem jetzigen
......
......@@ -368,7 +368,7 @@
<corr>Verstimmung</corr>
</choice>
<lb/>wirklich großherzigem Antrag <note resp="#vanda.hehr">Laut <bibl><ref target="#b0005">Theurich 1979</ref>, S. 76</bibl> bietet Busoni Schönberg an, das 2. Stück aus Opus 11 und seine Bearbeitung dessen abdrucken zu lassen, zusammen mit Busonis Klavierstücken „An die Jugend“</note><del rend="strikethrough">xxx</del> das eine Seite
<lb/>und Ihre Paraphrase dem abzudrucken. Aber da
<lb/>und Ihre Paraphrase davon abzudrucken.<note resp="#ullrich.scheideler">Gemeint ist Busonis "Konzertmäßige Transkription" von Schönbergs Klavierstück op. 11 Nr. 2.</note> Aber da
<lb/>sind frische Schwierigkeiten, dass ich wirklich
<lb/>nicht weiß, ob wir uns werden einigen können.
<lb/>Zunächst, wie materiell, müßte der Abdruck so
......@@ -382,7 +382,7 @@
<lb/>weil mir sonst ein „Opus“ zerrissen würde.
<lb/>Dazu hätte ich außerdem die Zustimmung
<lb/>meines Verlegers nötig, die ich ja allerdings
<lb/>meines <persName ref="#p0039">Verlegers</persName> nötig, die ich ja allerdings
<lb/>leicht bekommen könnte. Dann bedrückt
<lb/>es mich, das ganze Honorar anzunehmen,
<lb/>wo ja Ihre Bearbeitung ebenfalls Anspruch
......@@ -428,7 +428,7 @@
<lb break="no"/>weder vernichten, oder es <hi rend="underline">selbst umarbeiten</hi>.
<lb/>Nun aber – Sie verzeihen meine rückhaltslose Offenheit, wo ich Ihnen die
<lb/>Ihre nicht übelnehme – <hi rend="underline">ich glaube es absolut</hi>
<lb/><hi rend="underline">nicht</hi>. Ich bin nicht überzeugt, dass Sie diesen
<lb/><hi rend="underline">nicht</hi>. Ich bin fest überzeugt, dass Sie diesen
<lb/>Künsten xxxx hin. Ich bin nicht überzeugt, <choice>
<sic>daß</sic>
<corr>dass</corr>
......
......@@ -302,9 +302,9 @@
</choice>
, das Sie
<lb/>vielleicht interessieren wird, und die Kürze
<lb/>motiviert: Ich habe ein neues Werk ange-
<lb/>motiviert: Ich habe ein neues <title ref="#w0022">Werk</title> ange-
<lb break="no"/>fangen; etwas fürs Theater; was ganz Neues.
<lb/>Das Textbuch hat der Autor (eine Dame) auf
<lb/>Das Textbuch <note resp="#ullrich.scheideler">Die handschriftliche Textvorlage Marie Pappenheims ist undatiert. Vermutlich ist sie im Juli und August 1909 entstanden.</note> hat der Autor (eine <persName ref="#p0119">Dame</persName>) auf
<lb/>meine Anregung hin so gefunden und
<choice>
<sic>gefaßt</sic>
......@@ -313,7 +313,8 @@
, wie
<lb/>ich es meine. Näheres bald darüber; denn jetzt
<lb/>bin ich Hals über Kopf in der Arbeit und hoffe
<lb/>in 14 Tagen fertig zu sein.
<lb/>in 14 Tagen fertig zu sein.<note resp="#ullrich.scheideler">Die Erste Niederschrift des Monodrams "Erwartung" wurde am 27. August 1909
begonnen und am 12. September 1909 abgeschlossen. Die Partiturreinschrift wurde am 4. Oktober 1909 beendet.</note>
</p>
<closer>
......
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