Commit 13b2c24c authored by Dr. Ullrich Scheideler's avatar Dr. Ullrich Scheideler
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nochmals durchgesehen und Fehler korrigiert; ist aber eigentlich immer noch...

nochmals durchgesehen und Fehler korrigiert; ist aber eigentlich immer noch nicht wirklich fertig; muss aber jetzt reichen.
parent 31b513ac
......@@ -856,7 +856,8 @@
<pubPlace ref="#l0029">Wien</pubPlace>
</imprint>
<imprint>
<date when-iso="1920">Erstdruck</date>
<date when-iso="1912">Erstdruck als Faksimile der Partiturreinschrift</date>
<date when-iso="1920">Erstdruck der gestochenen Partitur</date>
<pubPlace ref="#l0002">Wien</pubPlace>
</imprint>
</monogr>
......
......@@ -304,7 +304,7 @@
</opener>
<p>meinen allerherzlichsten
<lb/>Dank für Ihren sehr liebenswürdigen Brief und
<lb/>Ihre Absicht sich um mein Werk <title ref="#w0012"></title>zu bemühen.
<lb/>Ihre Absicht sich um mein <title ref="#w0012">Werk</title> zu bemühen.
<lb/>Ich habe die Mappe <!-- Lesart Mappe nicht gesichert -->gestern an Ihre Adresse abgeschickt.
<lb/>Hoffentlich macht es Ihnen einen günstigen Eindruck.
<lb/>Von außen sieht es, wie Sie bemerken werden,
......
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<opener>
<salute rend="align(center)">Verehrter:</salute>
</opener>
<p>Ich habe <title ref="#p0023">Pelleas <choice><sic>u</sic><corr>und</corr></choice> Melisande</title>
<p>Ich habe <title ref="#p0023">Pelleas</title> <choice><sic>u</sic><corr>und</corr></choice> Melisande
<lb/>erhalten und bis zu Ende durchgesehen.
<lb/>Sie sind ein Meister des Orchesters, das
<lb/>scheint mir auf den Ersten Eindruck zweifellos.
......
......@@ -228,11 +228,11 @@
<p>
es ist augenblicklich <lb/>
eine Anzahl von bekannten bestrebt mir von <lb/>
eine Anzahl von Bekannten <choice><orig>bestrebt</orig><reg>bestrebt,</reg></choice> mir von <lb/>
einigen Kunstfreunden den zur Aufführung meiner <lb/>
symphonischen Dichtung <choice> <orig>nöthigen</orig><reg>nötigen</reg></choice> Betrag zu ver<lb break="no"/>
schaffen. Da ich mir, falls daraus etwas wird, <lb/>
zu unvorbereitet wäre,<choice> <orig>benöthige</orig><reg>benötige</reg></choice> ich meine <lb/>
<rs ref="#w0012">symphonischen Dichtung</rs> <choice> <orig>nöthigen</orig><reg>nötigen</reg></choice> Betrag zu ver
<lb break="no"/>schaffen. Da ich mir, falls daraus etwas wird, <lb/>
zu unvorbereitet wäre, <choice> <orig>benöthige</orig><reg>benötige</reg></choice> ich meine <lb/>
Partitur sehr dringend. Ich möchte auch noch <lb/>
einige Stellen ein wenig<note resp="#jakob.schmidt" type="ed_w_2003" subtype="major">
<bibl>Bei <ref target="#b0003">Weindel 2003</ref> (319)</bibl> „ein wenig“ fehlend.</note> <choice> <orig>retouschieren</orig><reg>retuschieren</reg></choice> und <lb/>
......@@ -241,14 +241,14 @@
für alle Fälle bevor <lb/>
ich ans Stimmen <choice> <orig>Copieren</orig><reg>kopieren</reg></choice> denken kann, die <lb/>
Partitur durchsehen. Ich bitte Sie daher recht <lb/>
sehr mir so rasch als irgend möglich das <lb/>
<choice> <orig>sehr</orig><reg>sehr,</reg></choice> mir so rasch als irgend möglich das <lb/>
<choice><orig>Manuscript</orig><reg>Manuskript</reg></choice> (<hi rend="underline">eingeschrieben</hi> &#8211; Sie sind wohl so <lb/>
liebenswürdig) zu übersenden. Falls sie die <lb/>
Absicht haben, noch ferner irgend etwas dafür <lb/>
zu <choice><orig>thun</orig><reg>tun</reg></choice>, so sende ich Ihnen eventuell eine <lb/>
in längstens 5&#8211;6 Tagen angefertigte Abschrift;<lb/>
oder falls mit meinen hiesigen Absichten <lb/>
nichts wird das Original. Vielleicht kann <lb/>
nichts <choice> <orig>wird</orig><reg>wird,</reg></choice> das Original. Vielleicht kann <lb/>
ich Ihnen dann auch einen <choice><orig>Clavierauszug</orig><reg>Klavierauszug</reg></choice>
<note type="stamp" place="margin-left" resp="#sbb_st_red"><stamp rend="align(center)"><supplied reason="illegible">(Deutsche<lb/>Staatsbibliothek<lb/><placeName ref="#l0029"><hi rend="spaced-out">Berlin</hi></placeName>)</supplied></stamp></note>
<lb/>davon dazugeben, den einer meiner Freunde <lb/>
......
......@@ -314,14 +314,15 @@
<lb/>noch <choice><orig>weiter führen</orig><reg>weiterführen</reg></choice>. Orchesterwerke, die nur
<lb/>in solchen Konzerten auf ein geeignetes
<lb/>Publikum rechnen <choice><orig>können</orig><reg>können,</reg></choice> hätte ich ja einige.
<note resp="#christian.schaper">Zu diesem Zeitpunkt lagen neben <title ref="#w0012">Pelleas und Melisande</title> (vgl. die <ref type="letter" target="#1903-09-10-sb">Briefe vom <date when-iso="1903-09-10">10.</date></ref> und <ref type="letter" target="#1903-09-20-sb"><date when-iso="1903-09-20">20. September 1903</date></ref>) an Orchesterwerken bereits vor: <title ref="#w0023">Kammersinfonie op.&#8239;9</title> in der Originalfassung für 15 Solo-Instrumente (1906), <title ref="#w0025">Sechs Lieder für Gesang und Orchester op.&#8239;8</title> (<date from-iso="1903" to-iso="1905">1903–1905</date>) und die <date from-iso="1909-05" to-iso="1909-07-01">zwischen Mai und Anfang Juli 1909</date> fertiggestellten ersten drei der <title ref="#w0030">Fünf Orchesterstücke op.&#8239;16</title>.</note>
<note resp="#christian.schaper">Zu diesem Zeitpunkt lagen neben <title ref="#w0012">Pelleas und Melisande</title> (vgl. die <ref type="letter" target="#1903-09-10-sb">Briefe vom <date when-iso="1903-09-10">10.</date></ref> und <ref type="letter" target="#1903-09-20-sb"><date when-iso="1903-09-20">20. September 1903</date></ref>) an Orchesterwerken bereits vor: <title ref="#w0023">Kammersymphonie op.&#8239;9</title> in der
Originalfassung für 15 Solo-Instrumente (1906), <title ref="#w0025">Sechs Lieder für Gesang und Orchester op.&#8239;8</title> (<date from-iso="1903" to-iso="1905">1903–1905</date>) und die <date from-iso="1909-05" to-iso="1909-07-01">zwischen Mai und Anfang Juli 1909</date> fertiggestellten ersten drei der <title ref="#w0030">Fünf Orchesterstücke op.&#8239;16</title>.</note>
<lb/>Aber ich denke weniger <choice><orig>daran,</orig><reg>daran</reg></choice> als an etwas
<lb/>wesentlich leichter Realisierbares. Ich habe
<lb/><rs ref="#w0019">zwei Klavierstücke</rs>
<note resp="#christian.schaper">Es handelt sich um die ersten beiden von Schönbergs <rs ref="#w0019">Drei Klavierstücken op.&#8239;11</rs>; Nr. 1 und 2 waren im <date when-iso="1909-02">Februar 1909</date> entstanden, Nr. 3 wurde am <date when-iso="
1909-08-07">7. August 1909</date> beendet.</note> (mehrere andere sind ange
<lb break="no"/>fangen,
<note resp="#christian.schaper">###Auflisten, welche in Arbeit sind.###</note>
<note resp="#ullrich.scheideler">Neben den drei Klavierstücken op. 11 lassen sich mindestens drei weitere Fragmente dem Jahr 1909 zuordnen, vgl. Band 4 der Reihe B der Arnold Schönberg Gesamtausgabe, hrsg. von R. Brinkmann, Mainz, Wien 1975, S. 116–118</note>
ihre Fertigstellung wurde durch <rs ref="#w0020">eine
<lb/>andere Arbeit</rs>
<note resp="#christian.schaper">An den <rs ref="#w0020">Fünf Orchesterstücken op.&#8239;16</rs> arbeitete Schönberg von Mai bis August 1909.</note>
......
......@@ -381,7 +381,8 @@
<bibl><ref target="#b0004">Theurich 1977</ref> (166)</bibl> und
<bibl><ref target="#b0005">Theurich 1979</ref> (150)</bibl> fälschlich: <quote>„ging“</quote>.</note></sic>
<corr>ging</corr></choice> es ja ganz erträglich. Aber jetzt geht es
<lb/>eigentlich schon lange nicht mehr mit mir<note resp="#maximilian.furthmüller"><persName ref="#p0023">Schönberg</persName> hatte <date when-iso="1903">1903</date> bei <persName ref="#p0044">Marschalk</persName>, dem Leiter des <orgName ref="#o0006">Dreililien-Verlags</orgName>, einen Vertrag unterzeichnet (<bibl><ref target="#b0001">Stuckenschmidt 1974</ref>, S. 55</bibl>), wodurch ab <date when-iso="1904">1904</date> hier die Werke op.&#8239;<rs ref="#w0026">1</rs>, <rs ref="#w0027">2</rs>, <rs ref="#w0028">3</rs>, <rs ref="#w0029">4</rs>, <rs ref="#w0030">6</rs> und <rs ref="#w0031">7</rs> erschienen (<bibl><ref target="#b0009">Döll 1984</ref>, S. 201&#8239;f.</bibl>). Aufgrund von mäßigen Verkaufszahlen (vgl. <ref type="ext" subtype="asc" target="#12412">Brief von <persName ref="#p0044">Marschalk</persName> an <persName ref="#p0023">Schönberg</persName> vom <date when-iso="1909-01-11">11. Januar 1909</date></ref>) und den damit einhergehenden wirtschaftlichen Bedenken (vgl. <ref type="ext" subtype="asc" target="#12407">Brief von <persName ref="#p0044">Marschalk</persName> an <persName ref="#p0023">Schönberg</persName> vom <date when-iso="1908-01-31">31. Januar 1908</date></ref>) zögerte der Verlag jedoch, die Werke op.&#8239;<rs ref="#w0012">5</rs>, <rs ref="#w0025">8</rs> und <rs ref="#w0023">9</rs> zu drucken, weshalb <persName ref="#p0023">Schönberg</persName> im <date when-iso="1910-07">Juli 1910</date> einen Vertrag mit <persName ref="#p0039">Hertzka</persName> (<orgName ref="#o0004">Universal Edition</orgName>) abschloss (<bibl><ref target="#b0010">Krämer 2015</ref>, S. 650&#8239;f.</bibl>).</note>, so <choice><sic>daß</sic><corr>dass</corr></choice>
<lb/>eigentlich schon lange nicht mehr mit mir<note resp="#maximilian.furthmüller"><persName ref="#p0023">Schönberg</persName> hatte <date when-iso="1903">1903</date> bei <persName ref="#p0044">Marschalk</persName>, dem Leiter des <orgName ref="#o0006">Dreililien-Verlags</orgName>, einen Vertrag unterzeichnet (<bibl><ref target="#b0001">Stuckenschmidt 1974</ref>, S. 55</bibl>), wodurch ab <date when-iso="1904">1904</date> hier die Werke op.&#8239;<rs ref="#w0026">1</rs>, <rs ref="#w0027">2</rs>, <rs ref="#w0028">3</rs>, <rs ref="#w0029">4</rs>, <rs ref="#w0030">6</rs> und <rs ref="#w0031">7</rs> erschienen (<bibl><ref target="#b0009">Döll 1984</ref>, S. 201&#8239;f.</bibl>). Aufgrund von mäßigen Verkaufszahlen (vgl. <ref type="ext" subtype="asc" target="#12412">Brief von <persName ref="#p0044">Marschalk</persName> an <persName ref="#p0023">Schönberg</persName>
vom <date when-iso="1909-01-11">11. Januar 1909</date></ref>) und den damit einhergehenden wirtschaftlichen Bedenken (vgl. <ref type="ext" subtype="asc" target="#12407">Brief von <persName ref="#p0044">Marschalk</persName> an <persName ref="#p0023">Schönberg</persName> vom <date when-iso="1908-01-31">31. Januar 1908</date></ref>) zögerte der Verlag jedoch, die Werke op.&#8239;<rs ref="#w0012">5</rs>, <rs ref="#w0025">8</rs> und <rs ref="#w0023">9</rs> zu drucken, weshalb <persName ref="#p0023">Schönberg</persName> im Oktober 1909 einen ab <date when-iso="1910-07">Juli 1910</date> gültigen Vertrag mit <persName ref="#p0039">Hertzka</persName> (<orgName ref="#o0004">Universal Edition</orgName>) abschloss (<bibl><ref target="#b0010">Krämer 2015</ref>, S. 650&#8239;f.</bibl>).</note>, so <choice><sic>daß</sic><corr>dass</corr></choice>
<lb/>ich letzthin <unclear reason="illegible" cert="high">mein</unclear><!-- ok; ich glaube allerdings, "mein" ist ganz sicher; das überschriebene Wort könnte "ein" gewesen sein -->
<note resp="#maximilian.furthmüller" type="ed_t" subtype="minor">
<bibl><ref target="#b0004">Theurich 1977</ref> (166)</bibl> und
......
......@@ -323,11 +323,7 @@
<lb/>der <choice><sic>Accorde</sic><corr>Akkorde</corr></choice> häufig sein kann. Durch <choice><sic>Accord</sic><corr>Akkord</corr></choice>
<lb break="no"/>zerlegungen Beiwerk und Aufputz zu schaffen
<lb/>ist wohl nur dann leicht möglich, wenn der
<lb/><choice><sic>Accord</sic><corr>Akkord</corr></choice> lang genug <choice><sic>ligt
<note resp="#maximilian.furthmüller" type="ed_t" subtype="minor">
<bibl><ref target="#b0004">Theurich 1977</ref> (168)</bibl> und
<bibl><ref target="#b0005">Theurich 1979</ref> (153)</bibl> fälschlich: <quote>„liegt“</quote>.</note></sic>
<corr>liegt</corr></choice>. Da aber, wie
<lb/><choice><sic>Accord</sic><corr>Akkord</corr></choice> lang genug liegt. Da aber, wie
<pb n="2" facs="1909-07-31-sb_1.png"/>
......
......@@ -237,7 +237,15 @@
<salute rend="align(center)">Sehr verehrter Herr Schönberg &#8211; </salute>
</opener>
<p>Ich erhalte Ihren Brief rechtzeitig <choice><sic>genug</sic><corr>genug,</corr></choice>
<lb/>um ihn noch beantworten zu können.<note resp="#theresa.menard">Am <date when-iso="1909-08-02">2. August 1909</date> begab <persName ref="#p0017">Busoni</persName> sich auf eine zehn- bis vierzehntägige Reise nach <placeName ref="#l0013">Italien</placeName>, welche er in einer „<quote>Krisis von Übermüdung verbrachte</quote>“ (<bibl><ref target="#b0020">Brief vom <date when-iso="1909-08-17"></date></ref></bibl>). <persName ref="#p0023">Schönbergs</persName> <rs type="letter" ref="#1909-07-31-sb">Brief vom <date when-iso="1909-07-31">31.7.1909</date></rs> scheint <persName ref="#p0017">Busoni</persName> am Tag seiner Abreise zu erreichen (vgl. <bibl><ref target="#b0020">Weindel 1999</ref> S. 27</bibl>). Die genaue Länger der Reise lässt sich nicht exakt bestimmen. Zwar schreibt <persName>Busoni</persName> am Ende <ref target="1909-08-02-bs">dieses Briefes</ref>, dass sie zehn Tage andauern soll, jedoch lassen Briefe vom <date when-iso="1909-08-16">16. August</date> an <persName ref="#p0031">Egon Petri</persName> und vom <date when-iso="1909-08-17">17. August</date> an <persName ref="#p0049">Gottfired Galston</persName> durchaus eine kurze Verlängerung der Reise vermuten. In beiden schreibt <persName ref="#0017">Busoni</persName>, dass er gerade von der Ferienreise zurück sei (vgl. <bibl><ref target="#0038">Weindel 1999</ref> S. 107</bibl> und <bibl><ref target="#b0020">Weindel 1999</ref> S. 30</bibl>).
<lb/>um ihn noch beantworten zu können.<note resp="#theresa.menard">Am <date when-iso="1909-08-02">2. August 1909</date> begab <persName ref="#p0017">Busoni</persName> sich auf
eine zehn- bis vierzehntägige Reise nach <placeName ref="#l0013">Italien</placeName>, welche er in einer „<quote>Krisis von
Übermüdung verbrachte</quote><!--(<bibl><ref target="#b0020">Brief vom 1 <date when-iso="1909-08-17"></date></ref></bibl>) -->. <persName ref="#p0023">Schönbergs</persName> <rs type="letter" ref="#1909-07-31-sb">Brief
vom <date when-iso="1909-07-31">31.7.1909</date></rs> scheint <persName ref="#p0017">Busoni</persName> am Tag seiner Abreise erreicht zu
haben (vgl. <bibl><ref target="#b0020">Weindel 1999</ref> S. 27</bibl>). Die genaue Länger der Reise lässt sich nicht exakt bestimmen.
Zwar schreibt <persName>Busoni</persName> am Ende <ref target="1909-08-02-bs">dieses Briefes</ref>, dass sie zehn Tage andauern soll, jedoch lassen
Briefe vom <date when-iso="1909-08-16">16. August</date> an <persName ref="#p0031">Egon Petri</persName> und vom <date when-iso="1909-08-17">17. August</date>
an <persName ref="#p0049">Gottfired Galston</persName> durchaus eine kurze Verlängerung der Reise vermuten. In beiden schreibt <persName ref="#0017">Busoni</persName>,
dass er gerade von der Ferienreise zurück sei (vgl. <bibl><ref target="#0038">Weindel 1999</ref> S. 107</bibl> und <bibl><ref target="#b0020">Weindel 1999</ref> S. 30</bibl>).
</note></p>
<p>Ich muss
<note resp="#theresa.menard" type="ed_t" subtype="minor">
......@@ -277,7 +285,7 @@
<p>Wenn Sie auf vierstimmige gehaltene
<lb/><choice><sic>Accorde</sic><corr>Akkorde</corr></choice> &#8211; in ungünstiger Lage &#8211; das Zeichen
<lb/> &lt; &gt;
<note resp="#theresa.menard">Vgl.<title ref="#w0019">Drei Klavierstücke op.&#8239;11</title> Nr.&#8239;2 Takt 11 und 12. 
Ausführungen <persName ref="#p0023">Schönbergs</persName> zur Nutzung und Interpretation der von <persName ref="#p0017">Busoni</persName> beanstandeten Zeichensetzungen finden sich im nachfolgenden <ref target="#1909-08-13-sb">Brief vom <date when-iso="1909-08-13">13. August 1909</date></ref>.
<note resp="#theresa.menard">Vgl. <title ref="#w0019">Drei Klavierstücke op.&#8239;11</title> Nr.&#8239;2 Takt 11 und 12. 
Ausführungen <persName ref="#p0023">Schönbergs</persName> zur Nutzung und Interpretation der von <persName ref="#p0017">Busoni</persName> beanstandeten Zeichensetzungen finden sich im nachfolgenden <ref target="#1909-08-13-sb">Brief vom <date when-iso="1909-08-13">13. August 1909</date></ref>.
</note>
<subst><add place="above"><choice><sic> setzen</sic><corr> setzen,</corr></choice></add></subst> so bedeutet das eine Absicht, die
<lb/>in der Setzung nicht verwirklicht ist.
......@@ -326,7 +334,10 @@
<bibl><ref target="#b0005">Theurich 1979</ref> (149)</bibl> fälschlich: <quote> uminstrumentiert</quote>
</note> habe. Trotzdem <subst><del rend="strikethrough">das</del> <add place="above">es</add></subst> meine <hi rend="underline">Privat</hi>-
<lb/><hi rend="underline">Sache</hi>
<note resp="therea.menard">Inwieweit <persName ref="#p0017">Busoni</persName> seine <rs ref="#w0032">Uminstrumentierung</rs> tatsächlich als Privatsache ansah lässt sich nicht genau feststellen. In einem Brief von <persName ref="#p0049">Gottfried Galston</persName> an <persName ref="#p0017">Busoni</persName> vom <date when-iso="1909-08-06">6. August 1909</date> heißt es jedoch: „<quote>Auch <rs ref="#w0032">das paraphrasierte Schönberg-Stück</rs> wird wohl bald gedruckt; es interessiert mich auch sehr.</quote>“ (<bibl><ref target="#b0020">Weindel 1999</ref> S. 29</bibl>. Offenbar rechnete <persName ref="#p0017">Busoni</persName> fest mit einem Einverständnis <persName ref="#p0023">Schönbergs</persName> bezüglich einer Veröffentlichung der <rs ref="#w0032">Paraphrase</rs>.
<note resp="therea.menard">Inwieweit <persName ref="#p0017">Busoni</persName> seine <rs ref="#w0032">Uminstrumentierung</rs> tatsächlich als Privatsache ansah,
lässt sich nicht genau feststellen. In einem Brief von <persName ref="#p0049">Gottfried Galston</persName> an <persName ref="#p0017">Busoni</persName>
vom <date when-iso="1909-08-06">6. August 1909</date> heißt es jedoch: „<quote>Auch <rs ref="#w0032">das paraphrasierte
Schönberg-Stück</rs> wird wohl bald gedruckt; es interessiert mich auch sehr.</quote>“ (<bibl><ref target="#b0020">Weindel 1999</ref> S. 29</bibl>). Offenbar rechnete <persName ref="#p0017">Busoni</persName> fest mit einem Einverständnis <persName ref="#p0023">Schönbergs</persName> bezüglich einer Veröffentlichung der <rs ref="#w0032">Paraphrase</rs>.
</note> bleibt, so durfte ich <choice><sic>Sie</sic><corr>sie</corr></choice> Ihnen nicht ver<lb break="no" n="2"/>schweigen,
mögen Sie mir auch zürnen.</p>
<p>Ich bin natürlich auf die folgenden
......
......@@ -595,7 +595,9 @@
<lb/>Hinsicht näher, in anderer aber wieder
<lb/>weitab geführt, von dem was ich
<lb/>schon für erreicht hielt
<note resp="#theresa.menard">Im Sommer <date when-iso="1909">1909</date> vollendete <persName ref="#p0023">Schönberg</persName> die <title ref="#w0013">fünf Orchesterstücke op. 16</title>. Dieses Werk gilt als eines der Hauptwerke <persName ref="#p0023">Schönbergs</persName> Atonalität <bibl><ref target="#b0032">Krones 2005</ref> S. 79</bibl>.
 Zeitgleich mit dem Briefwechsel <persName ref="#p0017">Busonis</persName> <date when-iso="1909">1909</date>, war <persName ref="#p0023">Schönberg</persName> auch mit <persName ref="#p0022">Richard Strauss</persName> in Kontakt, um diesen für die Aufführung der <rs ref="#w0013">Orchesterwerke</rs> mit dem <orgName ref="#o0007">Berliner Philharmonischen Orchester</orgName> zu gewinnen. Auch dieses Vorhaben führte zu keinem Erfolg, erst <date when-iso="1912">1912</date> wurde das <rs ref="#w0013">Werk</rs> schließlich aufgeführt (vgl. <bibl><ref type="ext" subtype="asc" target="#6583">Brief von <persName ref="#p0023">Schönberg</persName> an <persName ref="#p0022">Richard Strauss</persName> vom <date when-iso="1909-07-14">14.7. 1909</date></ref></bibl> und <bibl><ref type="ext" subtype="asc" target="#6584">Brief vom <date when-iso="1909-07-28">28.7.1909</date></ref></bibl>).
<note resp="#theresa.menard">Im Sommer <date when-iso="1909">1909</date> vollendete <persName ref="#p0023">Schönberg</persName> die <title ref="#w0013">Fünf Orchesterstücke op. 16</title>. Dieses Werk gilt als eines der Hauptwerke <persName ref="#p0023">Schönbergs</persName>
Atonalität.
 Zeitgleich mit dem Briefwechsel <persName ref="#p0017">Busonis</persName> <date when-iso="1909">1909</date>, war <persName ref="#p0023">Schönberg</persName> auch mit <persName ref="#p0022">Richard Strauss</persName> in Kontakt, um diesen für die
Aufführung der <rs ref="#w0013">Orchesterstücke</rs> mit dem <orgName ref="#o0007">Berliner Philharmonischen Orchester</orgName> zu gewinnen. Auch dieses Vorhaben führte zu keinem Erfolg, erst <date when-iso="1912">1912</date> wurde das <rs ref="#w0013">Werk</rs> schließlich aufgeführt (vgl. <bibl><ref type="ext" subtype="asc" target="#6583">Brief von <persName ref="#p0023">Schönberg</persName> an <persName ref="#p0022">Richard Strauss</persName> vom <date when-iso="1909-07-14">14.7. 1909</date></ref></bibl> und <bibl><ref type="ext" subtype="asc" target="#6584">Brief vom <date when-iso="1909-07-28">28.7.1909</date></ref></bibl>).
</note>.</p>
<p>Greifbar ist es vielleicht noch
<lb/>nicht. Vielleicht brauche ich noch
......@@ -623,7 +625,7 @@
<lb/><choice><sic>Cement</sic><corr>Zement</corr></choice> oder Baustein einer
<lb/>Architektur.</p>
<p>Harmonie ist <hi rend="underline"><subst><del rend="overwritten">a</del><add place="across">A</add></subst>usdruck</hi>
und nichts anderes als das.</p>
<lb/>und nichts anderes als das.</p>
<p>Dann:<!-- zweifach eingerückt -->
<lb/>Weg vom Pathos!
<lb/>Weg von den <choice><sic>24pfündigen</sic><corr>24-pfündigen</corr></choice>
......@@ -696,7 +698,8 @@
<lb/>einige Tage bei mir liegen. Inzwischen hatte
<lb/>ich das <choice><sic>3te</sic><corr>dritte</corr></choice> <rs ref="#w0019">Klavierstück</rs> (vorher hatte ich ein
<lb/><rs ref="#w0013">Orchesterstück</rs> geschrieben<note resp="#ullrich.scheideler">Vermutlich das Orchesterstück op. 16 Nr. 4, dessen Reinschrift am 18. Juli 1909 abgeschlossen wurde.</note>) <choice><sic>fertig bekommen</sic><corr>fertigbekommen</corr></choice>
<note resp="#theresa.menard">Mit der Fertigstellung des <rs ref="#w0019">dritten Klavierstückes</rs> beendet <persName ref="#p0023">Schönberg</persName> eine Arbeit, die als Beginn der Atonalität bezeichnet werden kann. In ihnen lassen sich bereits erste Entwicklungen feststellen, die letztlich zu einer „<quote>Gleichberechtigung aller Töne und Klänge</quote>“ (<bibl><ref target="#b0032">Krones 2005</ref> S. 81</bibl> führten (<bibl><ref target="#b0030">Ringer 2002</ref> S. 184</bibl> sowie <bibl><ref target="#b0001">Stuckenschmidt 1974</ref> S. 40 f.</bibl>).
<note resp="#theresa.menard">Mit der Fertigstellung des <rs ref="#w0019">dritten Klavierstückes</rs> beendet <persName ref="#p0023">Schönberg</persName> eine Arbeit, die als Beginn der Atonalität bezeichnet werden kann. In ihnen lassen sich bereits erste Entwicklungen feststellen, die letztlich
zu einer „<quote>Gleichberechtigung aller Töne und Klänge</quote>“ (<bibl><ref target="#b0032">Krones 2005</ref> S. 81</bibl> führten (<bibl><ref target="#b0030">Ringer 2002</ref> S. 184</bibl> sowie <bibl><ref target="#b0001">Stuckenschmidt 1974</ref> S. 40 f.</bibl>).
</note>, und
<lb/>benütze nun gleich die Gelegenheit, es Ihnen
<lb/>zu senden. Ich bin sehr neugierig, wie Ihnen
......@@ -709,20 +712,23 @@
<lb/>Sie schreiben einmal, ob ich einen Verleger
<lb/><choice><sic>habe</sic><corr>habe,</corr></choice> und fragten mich ein <choice><sic>anderesmal</sic><corr>andermal</corr></choice>, ob
<lb/>Sie etwas <choice><sic>thun</sic><corr>tun</corr></choice> könnten
<note resp="#theresa.menard">Vgl. Brief vom 16. Juli 1909 und Brief vom 26 Juli 1909</note>. Ja, das wäre
<note resp="#theresa.menard">Vergleiche die Briefe vom 16. Juli 1909 und 26 Juli 1909</note>. Ja, das wäre
<lb/>mir sehr recht; ich hätte es sehr <choice><sic>nöthig</sic><corr>nötig</corr></choice>, denn
<lb/>mit meinem bisherigen Verleger
<note resp="#theresa.menard"><persName ref="#p0023">Schönberg</persName> war seit dem <date when-iso="1903-06-27">27. Juni 1903</date> bei dem Verleger <persName ref="#p0044">Max Marschalk</persName> unter Vertrag, der den <orgName ref="#o0006">Dreililien Verlag</orgName> leitete. In den sieben Vertragsjahren wurden die Liedersammlungen <rs ref="#w0026">op. 1</rs>op. 1,<rs ref="#w0027">op. 2</rs>, <rs ref="#w0028">op. 3</rs> und <rs ref="#w0030">op. 6</rs> sowie das <rs ref="#w0029">Streichsextett op. 4</rs> und das <title ref="#w0031">Streichquartett Nr. 1 op. 7</title>. 
Da der <rs ref="#o0006">Verlag</rs> aufgrund „<quote>finanzieller Bedenken</quote>“ (<bibl><ref target="#b0010">Krämer 2015</ref> S. 639</bibl>) bei anderen Werken, unter anderem der symphonischen Dichtung <title ref="#w0012">Pelleas und Melisande</title>, zögerte diese herauszugeben, war <persName ref="#p0023">Schönberg</persName> auf der Suche nach einem neuen Verleger (<bibl><ref target="#b0010">ebd.</ref> S. 639 f.</bibl>).
<note resp="#theresa.menard"><persName ref="#p0023">Schönberg</persName> war seit dem <date when-iso="1903-06-27">27. Juni 1903</date> bei dem Verlag <orgName ref="#o0006">Dreililien Verlag</orgName> unter
Vertrag, der von <persName ref="#p0044">Max Marschalk</persName> geleitet wurde. In den sieben Vertragsjahren erschienen hier die Liedersammlungen <rs ref="#w0026">op. 1</rs>, <rs ref="#w0027">op. 2</rs>, <rs ref="#w0028">op. 3</rs> und <rs ref="#w0030">op. 6</rs>
sowie das <rs ref="#w0029">Streichsextett "Verklärte Nacht" op. 4</rs> und das <title ref="#w0031">Streichquartett Nr. 1 op. 7</title>. 
Da der <rs ref="#o0006">Verlag</rs> aufgrund „<quote>finanzieller Bedenken</quote>“ (<bibl><ref target="#b0010">Krämer 2015</ref> S. 639</bibl>) bei anderen Werken, unter anderem der
symphonischen Dichtung <title ref="#w0012">Pelleas und Melisande</title>, zögerte diese herauszugeben, war <persName ref="#p0023">Schönberg</persName> auf der Suche nach einem neuen Verleger (<bibl><ref target="#b0010">ebd.</ref> S. 639 f.</bibl>).
</note>ist ja
<lb/>ohnehin nichts mehr für mich zu machen.
<lb/>Dagegen häufen sich meine ungedruckten
<lb/>Dagegen häufen sich meine ungedruckten <note resp="#theresa.menard">Neben <title ref="#w0012">Pelleas und Melisande</title> gehörten zu den bis dato
ungedruckten Werken auch die <title ref="#w0025">Sechs Lieder für Gesang und Orchester op. 8</title>, und die <title ref="#w0023">Kammersymphonie für 15 Soloinstrumente op. 9</title>.
</note>
<pb n="14" facs="1909-08-13-sb_14.png"/>
und unaufgeführten Werke
<note resp="#theresa.menard">Neben <title ref="#w0012">Pelleas und Melisande</title> gehörten zu den bis dato ungedruckten Werken auch die <title ref="#w0025">Sechs Lieder für Gesang und Orchester op. 8</title>, und die <title ref="#w0023">Kammersymphonie für 15 Soloinstrumente op. 9</title> (<bibl><ref target="#b0010">Krämer 2015</ref> S. 639</bibl>).
</note>in unheimlicher
und unaufgeführten Werke) in unheimlicher
<lb/>Weise. Obwohl ich nicht so viel schreibe, als
<lb/>ich könnte, habe ich doch nicht weniger als
<lb/>9 fertige ungedruckte <choice><sic>größten theils</sic><corr>größtenteils</corr></choice> umfang<lb break="no"/>reichere
......
......@@ -248,7 +248,7 @@
<lb/>wendet) &#8211; sehr <choice><sic>werth halte</sic><corr>werthalte</corr></choice>.
<lb/>Ich <choice><sic>errieth</sic><corr>erriet</corr></choice> Ihre Absichten
<lb/>u. aus manchen Stellen meiner
<lb/>kleinen Schrift &#8211; die ich Ihnen
<lb/>kleinen <rs ref="w#0043">Schrift</rs> &#8211; die ich Ihnen
<lb/>"zur <choice><sic>Verstaendigung"</sic><corr>Verständigung"</corr></choice> zuschickte
<note resp="#theresa.menard"><date when-iso="1907">1907</date> erschien die Erstausgabe <persName ref="#p0017">Busonis</persName> Schrift „<title ref="#w0043">Entwurf einer neuen Aesthetik der Tonkunst</title>“. <persName ref="#p0017">Busoni</persName> sendete <persName ref="#p0023">Schönberg</persName> davon ein Exemplar um ihm seine Vorstellung von der zukünftigen Entwicklung und Aufgabe der Musik darzulegen. Ein <rs ref="#b0042">Exemplar der zweiten Ausgabe</rs> von <date when-iso="1916">1916</date> ist <rs ref="#b0043">mit <persName ref="#p0023">Schönbergs</persName> Anmerkungen und Randnotizen</rs> überliefert.
</note>
......
......@@ -312,8 +312,8 @@
<lb/>aber bedeutsamen 3 Stücke (von etwa 4
<lb/>Druckseiten jedes) – unter Ihrer Flagge in
<lb/>die Öffentlichkeit helfen wollten.“</quote>
<note resp="#christian.schaper">### zur Überlieferung dieses Briefes
###</note>
<note resp="#christian.schaper">Der von Busoni am 26. August 1909 an Breitkopf und Härtel verfasste Brief ist vollständig abgedruckt
in: Ferrucio Busoni im Briefwechsel mit seinem Verlag Breitkopf &amp; Härtel, hrsg. von Eva Hanau, Leipzig etc. 2012, Bd. 1, S. 340.</note>
</cit>
</p>
<p> Ich citiere an <hi rend="underline"><orgName ref="#o0002"><choice>
......@@ -355,7 +355,10 @@
</choice></orgName>, welches noch einiges <lb/>hinzufügt, um ihre
Verleger-Neugier zu er- <lb break="no"/>wecken. - Das Vorwort lautet: <note
type="stamp" place="bottom-right" resp="#archivist"> </note>
<pb n="2" facs="1909-08-26-bs_2.png"/> "In einer kleinen Schrift, welche sich
<pb n="2" facs="1909-08-26-bs_2.png"/> "In<note resp="#ullrich.scheideler">Der späteren Ausgabe von Busonis "Konzertmäßiger Interpretation" von Schönbergs Klavierstück
op. 11 Nr. 2 lag eine abweichende Vorbemerkung bei, die wie folgt lautete: "Diese Komposition fordert vom Spieler die
verfeinerteste Anschlags- und Pedalkunst; einen intimen, improvisierten, "schwebenden", empfundenen Vortrag; ein liebevolles Sichversenken
in seinen Inhalt, dessen Interpret - rein als Klaviersetzer - hiermit sein zu dürfen, sich zu künstlerischer Ehre rechnet Ferruccio Busoni".</note> einer kleinen <rs ref="#w0043">Schrift</rs>, welche sich
<lb/>"vornimmt, breiteren Anschauungen einen <lb/>"Weg zu bahnen, findet sich
der Satz: </p>
<p>
......@@ -365,7 +368,7 @@
<p>
<lb/>"Die in dem Satz zum Ausdruck gebrachte Idee <lb/>"erscheint in dem <hi
rend="underline"><persName ref="#p0023">Schönberg</persName></hi>'schen
Clavierstück - <lb/>"- vielleicht zum ersten Male - verwirklicht; der
<title ref="#w0019">Clavierstück</title> - <lb/>"- vielleicht zum ersten Male - verwirklicht; der
<lb/>"Begriff einer Dur u. Moll Tonart und ihrer 12 <lb/>"Transpositionen
ausgestrichen. </p>
<p>
......@@ -379,12 +382,24 @@
<p>
<persName ref="#p0017">F.B."</persName>
</p>
<p> Ich hoffe dass Sie mir diese freie handlungs- <lb break="no"/>weise in der
absicht auslegen, mit welcher <lb/>sie begonnen wurde. - Sie kompromittirt
<p> Ich <choice>
<orig>hoffe</orig>
<reg>hoffe,</reg>
</choice> dass Sie mir diese freie Handlungs- <lb break="no"/>weise in der
Absicht auslegen, mit welcher <lb/>sie begonnen wurde. - Sie <choice>
<orig>kompromittirt</orig>
<reg>kompromittiert</reg>
</choice>
<lb/>Sie in keiner Weise. - Die Antwort werde <lb/>ich Ihnen zuschicken und ich
habe Ihnen <lb/>wörtlich meine Zuschrift mitgetheilt, damit <lb/>Sie aus der
<orgName ref="#o0002">Br. u. H.</orgName>-antwort (wie sie auch
<lb/>ausfällt) nichts anderes von meiner Seite <lb/>vermuthen. - </p>
habe Ihnen <lb/>wörtlich meine Zuschrift <choice>
<orig>mitgetheilt</orig>
<reg>mitgeteilt</reg>
</choice>, damit <lb/>Sie aus der
<orgName ref="#o0002">Br. u. H.</orgName>-Antwort (wie sie auch
<lb/>ausfällt) nichts anderes von meiner Seite <lb/><choice>
<orig>vermuthen</orig>
<reg>vermuten</reg>
</choice>. - </p>
<closer>
<salute rend="align(right)"> Mit sehr freundl. Grüßen <lb/>Ihr Sie
hochschätzender </salute>
......
......@@ -278,7 +278,7 @@
<date when-iso="1909-08-27"/>
</stamp>
<address>
<addrLine>Steinakirchen am Forst Neidl. Oesterr.</addrLine>
<addrLine>Steinakirchen am Forst Nied. Oesterr.</addrLine>
</address>
</byline>
<salute rend="inline">Sehr geehrter Herr Busoni,</salute>
......@@ -291,7 +291,10 @@
<corr>dass</corr>
</choice>
das Erfolg haben wird. Aber
<lb/>wenn auch nicht: der Erfolg mir das Interesse
<lb/>wenn auch nicht: der <choice>
<orig>Erfolg</orig>
<reg>Erfolg,</reg>
</choice> mir das Interesse
<lb/>Jemandes, wie Sie gewonnen zu haben, gilt
<lb/>mir mehr.</p>
<p>
......@@ -302,7 +305,7 @@
</choice>
, das Sie
<lb/>vielleicht interessieren wird, und die Kürze
<lb/>motiviert: Ich habe ein neues <title ref="#w0022">Werk</title> ange-
<lb/>motiviert: Ich habe ein neues <title ref="#w0022">Werk</title> ange
<lb break="no"/>fangen; etwas fürs Theater; was ganz Neues.
<lb/>Das Textbuch <note resp="#ullrich.scheideler">Die handschriftliche Textvorlage Marie Pappenheims ist undatiert. Vermutlich ist sie im Juli und August 1909 entstanden.</note> hat der Autor (eine <persName ref="#p0119">Dame</persName>) auf
<lb/>meine Anregung hin so gefunden und
......
......@@ -245,8 +245,12 @@
ich vermisse <lb/>
schon seit langem irgend eine Nachricht <lb/>
von Ihnen und zerbreche mir den Kopf <lb/>
um den „Grund mir aufzufinden“ der Ihr <lb/>
plötzliches Stillschweigen veranlasst hat. <lb/>
um den „Grund mir aufzufinden“<note resp="#ullrich.scheideler">Anspielung auf Richard Wagners "Meistersinger", dort singt Sachs: "Wahn! Wahn! Überall Wahn! Wohin ich
forschend blick in Stadt- und Weltchronik den Grund mir aufzufinden warum gar bis aufs Blut die Leut sich quälen und schinden in unnütz toller Wut?".</note> der Ihr <lb/>
plötzliches Stillschweigen <choice>
<orig>veranlaßt</orig>
<reg>veranlasst</reg>
</choice> hat. <lb/>
Ich kann nicht darauf kommen und <lb/>
<choice><sic>muß</sic><corr>muss</corr></choice> annehmen, <choice><sic>daß</sic><corr>dass</corr></choice> irgend ein <choice><sic>Miß<lb break="no"/> <!-- Sind das hier doppelte Bindestriche?-->
verständnis</sic><corr>Missverständnis</corr></choice> vorliegt, denn ich bin mir <lb/>
......@@ -277,15 +281,18 @@
</p>
<p>
Ich selbst habe bis vor zwei Tagen <lb/>
sehr angestrengt, zuerst an der Komposition <lb/>
und dann an der Instrumentation meines <lb/>
sehr angestrengt, zuerst an der Komposition<note resp="#ullrich.scheideler">Die Erste Niederschrift des Monodrams "Erwartung" wurde
am 27. August 1909 begonnen und am 12. September 1909 abgeschlossen.</note> <lb/>
und dann an der Instrumentation<note resp="#ullrich.scheideler">Die Partiturreinschrift wurde am 4. Oktober 1909 vorläufig abgeschlossen.</note> meines <lb/>
neuesten Werkes gearbeitet. Es ist ein <lb/>
Monodram (für die Bühne) und ich <lb/>
<title ref="#w0022">Monodram</title> (für die Bühne) und ich <lb/>
glaube es ist mir außerordentlich gelungen. <lb/>
Der Rest der Zeit<choice><sic>,</sic><corr></corr></choice> war mit Unterhandlungen <lb/>
ausgefüllt, die ich mit meinem früheren <lb/>
Verlag Dreililien und meinem zukünftigen <lb/>
der Universal-Edition hatte. Letztere <lb/> <!-- Gedankenstrich &#8211; oder neuer Satz? -->
der Universal-Edition hatte.<note resp="#ullrich.scheideler">Schönberg war seit 1903 vertraglich an den Berliner Verlag "Dreililien" gebunden. Der zunächst auf fünf Jahre befristete
Vertrag war zweimal um je ein Jahr verlängert worden und lief Mitte des Jahres 1910 aus. Im Oktober 1909 kam es zur Vertragsunterzeichnung
beim Wiener Verlag Universal-Edition.</note> Letztere <lb/> <!-- Gedankenstrich &#8211; oder neuer Satz? -->
hat mir Anfang September einen Antrag <lb/>
gemacht, der mich nach userem gestrigen <lb/>
......@@ -309,18 +316,19 @@
</p>
<p>
Ich habe gelesen, <choice><sic>daß</sic><corr>dass</corr></choice> Sie im <choice><sic>De<lb break="no"/>
cember</sic><corr>Dezember</corr></choice> in Wien sind. Nun woll<hi rend="subscript">en</hi> der <lb/>
cember</sic><corr>Dezember</corr></choice> in <placeName ref="#l0002">Wien</placeName> sind. Nun woll<hi rend="subscript">en</hi> der <lb/>
Tonkünstler-Verein und der Verein <lb/>
für Kunst und Kultur einen Abend <lb/>
mit neuen Sachen von mir machen. <lb/>
mit neuen Sachen von mir machen.<note resp="#ullrich.scheideler">Das Konzert fand am 13. Januar 1910 statt. Auf dem Programm stand u. a. die Uraufführung der
Drei Klavierstücke op. 11 (Interpretin: Etta Werndorff) sowie der George-Lieder op. 15.</note> <lb/>
Ließe sich das nicht machen, <choice><sic>daß</sic><corr>dass</corr></choice> <hi rend="stacked">wenn man</hi> <lb/>
das in die <choice><sic>nähe</sic><corr>Nähe</corr></choice> ihres Konzerts verlegte, Sie
<pb n="4" facs="1909-10-06-sb_4.png"/>
eventuell die 3 Klavierstücke spielten? Ich <lb/>
eventuell die <title ref="#w0019">3 Klavierstücke</title> spielten? Ich <lb/>
bin nämlich zu <subst><del rend="strikethrough"><unclear>neu</unclear></del><add place="across">be</add></subst>gierig, Sie von Ihnen zu <lb/>
hören und das wäre ja eine Gelegenheit. <lb/>
hören und das wäre ja eine Gelegenheit.<!-- noch klären, ob ein Busoni-Konzert in Wien im Dez. 1909 stattgefunden hat --> <lb/>
Allerdings, wenn Sie sie für ihr eigenes <lb/>
Konzert angesetzt <choice><unclear cert="high">hätten</unclear><unclear cert="low">hatten</unclear></choice>, wäre mir das <lb/>
noch lieber, denn ich bin viel lieber mit <lb/>
......@@ -329,10 +337,10 @@
</p>
<p>
Nun noch eine Bitte: <orgName ref="#o0004">Die Universal <lb/>
Edition</orgName>, die diese Klavierstücke <lb/>
Edition</orgName>, die diese <title ref="#w0019">Klavierstücke</title> <lb/>
auch bringen will, möchte vorher von Ihnen <lb/>
eine Zusage haben, <choice><sic>daß</sic><corr>dass</corr></choice> Sie sie öffentlich <lb/>
spielen. Ich selbst hätte auch gerne diese <lb/>
spielen.<note resp="#ullrich.scheideler">Vermutlich hat Busoni Schönbergs Klavierstücke op. 11 nie öffentlich gespielt.</note> Ich selbst hätte auch gerne diese <lb/>
<choice><sic>Gewißheit</sic><corr>Gewissheit</corr></choice>, die mir große Freude <lb/>
machte. Darf ich Sie um eine derartige <lb/>
Erklärung sehr bitten.
......
......@@ -230,7 +230,7 @@
<lb break="no"/>loren gegangen ist. Schade.
<lb/>Er enthielt die <choice><sic>Mittheilung</sic><corr>Mitteilung</corr></choice>,
<lb/>dass <orgName ref="#o0002">Br. + H.</orgName> sich für Ihre
<lb/>Stücke <choice><sic>interessirt</sic><corr>interessiert</corr></choice>, (das Schrei
<lb/><rs ref="#w0019">Stücke</rs> <choice><sic>interessirt</sic><corr>interessiert</corr></choice>, (das Schrei
<lb break="no"/>ben der Firma war beigege
<lb break="no"/>ben) dass aber das <choice><sic>Misver
<lb break="no"/>ständnis</sic><corr>Missverständnis</corr></choice> eingetreten war,
......@@ -246,9 +246,9 @@
theilt zu haben und <!--hier gibt es ein Problem mit <choice><sic> ("mitgetheilt") über ein pb -->
<lb/>dass ich Ihre Order
<lb/>erwartete: ob ich die
<lb/>drei Originalstücke (mit
<lb/><rs ref="#w0019">drei Originalstücke</rs> (mit
<lb/><hi rend="underline">oder</hi> ohne meine Bear
<lb break="no"/>beitung) nun an <orgName ref="#o0002">Br
<lb break="no"/>beitung)<note resp="#ullrich.scheideler">Gemeint ist Busonis "Konzertmäßige Interpretation" von Schönbergs Klavierstück op. 11 Nr. 2.</note> nun an <orgName ref="#o0002">Br
<lb/>+ H.</orgName> senden sollte.</p>
<p>
......@@ -259,7 +259,7 @@
<!-- an dieser Stelle schreibt Busoni "zweizeilig in einer Zeile". Umgang damit muss noch geklärt werden. | Vielleicht mit "stacked"?-->
</p>
<p>Wie freue ich mich,
<lb/>dass Ihr Monodram
<lb/>dass Ihr <title ref="#w0022"></title>Monodram
<lb/>gelungen ist! <hi rend="underline">Ich</hi>
<lb/>deutete mir wiederum
<lb/><hi rend="underline">Ihr</hi> Schweigen dadurch,
......@@ -279,7 +279,7 @@
<p>
Nun lese ich in Ihrem Briefe
<lb/>von der Vereinbarung mit
<lb/>der U.E. und freue mich
<lb/>der U.E.<note resp="#ullrich.scheideler">Schönberg hatte im Oktober 1909 einen Vertrag mit dem Verlag Universal-Edition über die Drucklegung seiner Werke geschlossen.</note> und freue mich
<lb/>auch darüber herzlichst.
</p>
<p>
......@@ -312,7 +312,7 @@
<lb/>mich auf <del rend="strikethrough"><unclear reason="illegible"></unclear></del>die Idee einer
<lb/>neuen <hi rend="underline">„Clavier-Notenschrift“</hi>
<lb/>gebracht, die - wie ich glaube -
<lb/>ein „Fund“ ist.</p>
<lb/>ein „Fund“ ist.<note resp="#ullrich.scheideler">Gemeint ist der "Versuch einer organischen Klavier-Noten-Schrift", der 1910 bei Breitkopf und Härtel im Druck erschien.</note></p>
</postscript>
</div>
</body>
......
......@@ -287,18 +287,27 @@
<salute rend="inline">Sehr geehrter Herr <persName ref="#p0017">Busoni</persName>,</salute>
</opener>
<p>die Absicht meines
<lb/>Verlegers, meine Klavier-Stücke und Ihre Transkription <!-- Schönberg-Center: Transcription -->
<lb/>des einen mit einem Vorwort von Ihnen und einer <!-- Schönberg-Center: Vortwort -->
<lb/>Entgegnung von mir zu veröffentlichen,
<lb/>Verlegers, meine <title ref="#w0019">Klavier-Stücke</title> und Ihre Transkription<note resp="#ullrich.scheideler">Gemeint ist Busonis "Konzertmäßige Interpretation
von Schönbergs Klavierstück op. 11 Nr. 2.</note> <!-- Schönberg-Center: Transcription -->
<lb/>des einen mit einem Vorwort von Ihnen<note resp="#ullrich.scheideler">Die letztlich bei der Universal-Edition veröffentlichte Fassung der Transkiption enthält eine knappe Vorbemerkung, die wie folgt lautet:
"Diese Komposition fordert vom Spieler die verfeinerteste Anschlags- und Pedalkunst; einen intimen, improvisierten, "schwebenden", empfundenen Vortrag; ein liebevolles Sichversenken
in seinen Inhalt, dessen Interpret - rein als Klaviersetzer - hiermit sein zu dürfen, sich zu künstlerischer Ehre rechnet Ferruccio Busoni".</note> und einer <!-- Schönberg-Center: Vortwort -->
<lb/>Entgegnung von mir zu veröffentlichen,<note resp="#ullrich.scheideler">Busonis Transkription, die eine knappe Vorbemerkung enthält, erschien schließlich separat.</note>
<choice>
<sic>giebt</sic>
<corr>gibt</corr>
</choice>
die
<lb/>Gelegenheit unsere seit einiger Zeit unterbrochene
<lb/><choice>
<orig>Gelegenheit</orig>
<reg>Gelegenheit,</reg>
</choice> unsere seit einiger Zeit unterbrochene
<lb/>Korrespondenz wieder aufzunehmen. Ich sende
<lb/>Ihnen nun beiliegend meine Entgegnung, bitte
<lb/>Sie aber die als <hi rend="underline">Entwurf</hi> anzusehen. Ich
<lb/>Ihnen nun beiliegend meine Entgegnung<note resp="#ullrich.scheideler">Die Entgegnung scheint nicht erhalten.</note>, bitte
<lb/>Sie <choice>
<orig>aber die</orig>
<reg>aber, diese</reg>
</choice> als <hi rend="underline">Entwurf</hi> anzusehen. Ich
<lb/>glaube ja selbst,
<choice>
<sic>daß</sic>
......@@ -314,7 +323,10 @@
<lb/>wie sie, wenn <del rend="strikethrough"><!--?--></del>sie gleich richtig bleiben
<lb/>soll, weniger scharf sein könnte. Aber ich
<lb/>werde selbstverständlich, wenn Sie damit
<lb/>nicht einverstanden sind. Auch könnten Sie
<lb/>nicht einverstanden <choice>
<orig>sind.</orig>
<reg>sind [, diese noch abändern].</reg>
</choice> Auch könnten Sie
<lb/>eventuell <hi rend="underline">Ihr "Vorwort" danach einrichten</hi>;
<choice>
<sic>daß</sic>
......@@ -342,8 +354,11 @@
<corr>dass</corr>
</choice>
ich formelle
<lb/>Aenderungen nicht gutheißen kann, oder mein
<lb/>Werk in dieser Hinsicht schlechtheißen
<lb/><choice>
<orig>Aenderungen</orig>
<reg>Änderungen</reg>
</choice> nicht gutheißen kann, oder mein
<lb/><rs ref="#w0019">Werk</rs> in dieser Hinsicht schlechtheißen
<choice>
<sic>müßte</sic>
<corr>müsste</corr>
......@@ -362,14 +377,14 @@
</choice>
es keine Linie, die ich mir
<lb/>anders denken könnte. Ich finde nun: Ihre Be-
<lb break="no"/>arbeitung bedeutet für mein formgefühl
<lb break="no"/>arbeitung bedeutet für mein Formgefühl
<lb/>keine Verbesserung, weil sie das nicht be-
<lb break="no"/>deuten kann. Aber ich halte es für möglich,
<lb/><choice>
<sic>daß</sic>
<corr>dass</corr>
</choice>
jemand das in der form besser versteht.
jemand das in der Form besser versteht.
<lb/>Wie es ja oft vorkommt,
<choice>
<sic>daß</sic>
......@@ -389,7 +404,10 @@
<lb/>Verlängerungen (die als Wiederholungen,
<lb/><hi rend="underline">unvariierte</hi>!! Wiederholungen in diesem
<lb/>Stück sich kaum dem Stil des Ganzen ein-
<lb break="no"/>ordnen) zu verzichten. Ich weiß: wer meine
<lb break="no"/>ordnen) zu verzichten.<note resp="#ullrich.scheideler">Die originale Fassung von Schönbergs Klavierstück op. 11 Nr. 2
ist 66 Takte lang; in Busonis "Konzertmäßiger Interpretation" ist das Stück auf 78 Takte erweitert, oft durch (variierte) Wiederholungen
von Takten oder Taktgruppen. Gegenüber dem Verleger Emil Hertzka begründete Busoni diese Maßnahme mit der Absicht, "Allzulakonisches" verbreitern
zu wollen und "dem Hörer dessen Aufnahme zu ermöglichen u. das Instrument zum Klingen zu bringen".</note> Ich weiß: wer meine
<lb/>Hand kennt, wird wissen,
<choice>
<sic>daß</sic>
......@@ -416,13 +434,16 @@
<lb/>rhythmische Veränderung. Das könnte ich nie
<pb n="4" facs="1910-07-03-sb_4.png"/>
gutheißen. Ebenso folgendes nicht: den ersten
<lb/>Takt nehmen Sie zweimal; das ist zu lang.
<lb/>Takt nehmen Sie zweimal<note resp="#ullrich.scheideler">In Busonis Manuskript wird der erste Takt wiederholt. In der Druckfassung
ist dann wieder Schönbergs Originalfassung wiederhergestellt.</note>; das ist zu lang.
<lb/>Außerdem antizipieren Sie die Wirkung
<lb/>des nachher einsetzenden Contra-F. Das kommt bei mir
<lb/>erst einige Takte später. In Ihrer Bearbeitung
<lb/>erst einige Takte später.<note resp="#ullrich.scheideler">Schönberg spielt hier auf die Takte 1 und 3 an: In der originalen Fassung erklingt das
Contra-F in T. 1 von Beginn an, während es in T. 3 erst in der Taktmitte einsetzt. Busoni hatte in seiner Transkription den späteren Einsatz
des Contra-F hingegen auch schon in T. 1 vorgesehen.</note> In Ihrer Bearbeitung
<lb/>geht diese Wirkung verloren. Mir macht
<lb/>das, wenn ich es durch ein Bild erklären soll,
<lb/>folgenden Eindruck: So anfangen
<lb/>folgenden Eindruck: So anfangen<note resp="#ullrich.scheideler">Das Notenbeispiel zeigt den Beginn des unteren Systemn von T. 1.</note>
<notatedMusic place="inline">
<ptr target="nb/1910-07-03-sb-nb1.xml"/>
......@@ -433,7 +454,7 @@
ist
<lb/>wie wenn man in irgend eine Stimmung
<lb/>ganz versunken wäre. Nimmt man sie dann
<lb/>wieder so
<lb/>wieder so<note resp="#ullrich.scheideler">Das Notenbeispiel zeigt das untere System von T. 3.</note>
<notatedMusic place="inline">
<ptr target="nb/1910-07-03-sb-nb2.xml"/>
......@@ -450,7 +471,7 @@
wieder auf das erste (nach und nach) zurück-
<lb break="no"/>käme. Das soll kein
<choice>
<sic>program</sic>
<sic>Program</sic>
<corr>Programm</corr>
</choice>
sein. Sondern
......@@ -459,7 +480,9 @@
<lb/>in Ihrer Bearbeitung.
</p>