Commit 18476906 authored by Christian Schaper's avatar Christian Schaper
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<lb break="no"/>tausende den Weg gefunden und beschreiben, wie ein <lb break="no"/>tausende den Weg gefunden und beschreiben, wie ein
<lb/>Planet, regelmässig ihren Kreis <lb/>Planet, regelmässig ihren Kreis
<note style="*-repeat" place="bottom" n="1">Dessenungeachtet können und werden an ihnen Geschmack <note style="*-repeat" place="bottom" n="1">
<lb/>und Eigenart sich immer wieder verjüngen und erneuern.</note>. <p>Dessenungeachtet können und werden an ihnen Geschmack
<lb/>und Eigenart sich immer wieder verjüngen und erneuern.</p>
</note>.
</p> </p>
<p>Ihnen gegenüber ist die Tonkunst das Kind, das <p>Ihnen gegenüber ist die Tonkunst das Kind, das
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<lb/>einer noch unabsehbaren Entwicklung und wir, – wir <lb/>einer noch unabsehbaren Entwicklung und wir, – wir
<lb/>sprechen von Klassikern und geheiligten Traditionen! <lb/>sprechen von Klassikern und geheiligten Traditionen!
<note style="*-repeat" place="bottom" n="2">„Tradition“ ist die nach dem Leben abgenommene Gips <note style="*-repeat" place="bottom" n="2">
<lb break="no"/>maske, die – durch den Lauf vieler Jahre und die Hände unge <p>„Tradition“ ist die nach dem Leben abgenommene Gips
<lb break="no"/>zählter Handwerker gegangen – schließlich ihre Ähnlichkeit mit <lb break="no"/>maske, die – durch den Lauf vieler Jahre und die Hände unge
<lb/>dem Original nur mehr erraten läßt. <lb break="no"/>zählter Handwerker gegangen – schließlich ihre Ähnlichkeit mit
<lb/>dem Original nur mehr erraten läßt.</p>
</note> </note>
<lb/>Und schon lange sprechen wir davon!</p> <lb/>Und schon lange sprechen wir davon!</p>
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was man „Mensch und Natur“ überschreiben könnte; was man „Mensch und Natur“ überschreiben könnte;
<note style="*-repeat" place="bottom" n="1">Seine Passions recitative haben das „Menschlich-Redende“, <note style="*-repeat" place="bottom" n="1"><p>Seine Passions recitative haben das „Menschlich-Redende“,
<lb/><hi rend="spaced-out">nicht</hi> „Richtig-Deklamirte“.</note> <lb/><hi rend="spaced-out">nicht</hi> „Richtig-Deklamirte“.</p></note>
<lb/>bei ihm gestaltet es sich am Unbefangensten, weil er noch <lb/>bei ihm gestaltet es sich am Unbefangensten, weil er noch
<lb/>keine Vorgänger respektirte – (wenn auch bewunderte <lb/>keine Vorgänger respektirte – (wenn auch bewunderte
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<p>Darum sind <persName ref="#p0012">Bach</persName> und <persName ref="#p0001">Beethoven</persName> <p>Darum sind <persName ref="#p0012">Bach</persName> und <persName ref="#p0001">Beethoven</persName>
<note style="*-repeat" place="bottom" n="2">Als die charakteristischen Merkmale von <persName ref="#p0001">Beethovens</persName> <note style="*-repeat" place="bottom" n="2"><p>Als die charakteristischen Merkmale von <persName ref="#p0001">Beethovens</persName>
<lb/>Persönlichkeit möchte ich nennen: den dichterischen Schwung, <lb/>Persönlichkeit möchte ich nennen: den dichterischen Schwung,
<lb/>die starke menschliche Empfindung (aus welcher seine revolu <lb/>die starke menschliche Empfindung (aus welcher seine revolu
<lb break="no"/>tionäre Gesinnung springt) und eine Vorverkündung des modernen <lb break="no"/>tionäre Gesinnung springt) und eine Vorverkündung des modernen
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<persName ref="#p0001">Beethoven</persName> kein „Meister“ im Sinne <persName ref="#p0001">Beethoven</persName> kein „Meister“ im Sinne
<lb/><persName ref="#p0010">Mozarts</persName> oder des späteren <persName ref="#p0006">Wagner</persName>, eben weil seine Kunst die <lb/><persName ref="#p0010">Mozarts</persName> oder des späteren <persName ref="#p0006">Wagner</persName>, eben weil seine Kunst die
<lb/>Andeutung einer grösseren, noch nicht vollkommen gewordenen, <lb/>Andeutung einer grösseren, noch nicht vollkommen gewordenen,
<lb/>ist. <ref target="#entwurf1907-abs11">(Man vergleiche den nächstfolgenden Absatz.)</ref></note> <lb/>ist. <ref target="#entwurf1907-abs11">(Man vergleiche den nächstfolgenden Absatz.)</ref></p></note>
als ein <hi rend="spaced-out">Anfang</hi> als ein <hi rend="spaced-out">Anfang</hi>
<lb/>aufzufassen und nicht als unzuübertreffende Abge <lb/>aufzufassen und nicht als unzuübertreffende Abge
...@@ -620,9 +623,9 @@ ...@@ -620,9 +623,9 @@
<lb/>Aufgabe derart war, dass sie von einem Menschen <lb/>Aufgabe derart war, dass sie von einem Menschen
<lb/>allein bewältigt werden konnte. <lb/>allein bewältigt werden konnte.
<note style="*-repeat" place="bottom" n="1"><quote>„E<choice><sic>s</sic><corr>r</corr></choice> gibt uns zugleich mit dem Problem auch die Lösung“</quote> <note style="*-repeat" place="bottom" n="1"><p><quote>„E<choice><sic>s</sic><corr>r</corr></choice> gibt uns zugleich mit dem Problem auch die Lösung“</quote>
<lb/>wie ich einmal von <lb/>wie ich einmal von
<persName ref="#p0010">Mozart</persName> sagte. <persName ref="#p0010">Mozart</persName> sagte.</p>
<note resp="#christian.schaper">### woher das Zitat? ###</note> <note resp="#christian.schaper">### woher das Zitat? ###</note>
</note> </note>
...@@ -670,14 +673,14 @@ ...@@ -670,14 +673,14 @@
<lb/>Form, Blättern, Blüten, Früchten, Wuchs und Farben <lb/>Form, Blättern, Blüten, Früchten, Wuchs und Farben
<lb/>von einander abweichend. <lb/>von einander abweichend.
<note style="*-repeat" place="bottom" n="2"><quote>»– – – <persName ref="#p0001">Beethoven</persName>, dont les esquisses <hi rend="spaced-out">thématiques <note style="*-repeat" place="bottom" n="2"><p><quote>»– – – <persName ref="#p0001">Beethoven</persName>, dont les esquisses <hi rend="spaced-out">thématiques
<lb/><choice><sic>on</sic><corr>ou</corr></choice> élémentaires</hi> sont innombrables, mais qui, sitôt les th<choice><sic>é</sic><corr>è</corr></choice>mes <lb/><choice><sic>on</sic><corr>ou</corr></choice> élémentaires</hi> sont innombrables, mais qui, sitôt les th<choice><sic>é</sic><corr>è</corr></choice>mes
<lb/>trouvés, semble par cela même en avoir établi tout l<choice><sic>a</sic><corr>e</corr></choice> d<choice><sic>e</sic><corr>é</corr></choice>ve <lb/>trouvés, semble par cela même en avoir établi tout l<choice><sic>a</sic><corr>e</corr></choice> d<choice><sic>e</sic><corr>é</corr></choice>ve
<lb break="no"/>loppement –«</quote> <lb break="no"/>loppement –«</quote>
<bibl rend="align-right"> <bibl rend="align-right">
(<author><persName ref="#p0016">Vincent d’ Jndy</persName></author> in (<author><persName ref="#p0016">Vincent d’ Jndy</persName></author> in
<title ref="#w0050"><persName ref="#p0015">César Franck</persName>“).</title> <title ref="#w0050"><persName ref="#p0015">César Franck</persName>“).</title>
</bibl> </bibl></p>
</note> </note>
</p> </p>
...@@ -1077,11 +1080,12 @@ ...@@ -1077,11 +1080,12 @@
<lb/>und Intervallen <hi rend="spaced-out">tönt</hi>. Ein Schrank kann „musikalisch“ <lb/>und Intervallen <hi rend="spaced-out">tönt</hi>. Ein Schrank kann „musikalisch“
<lb/>sein, wenn er ein „Spielwerk“ enthält. <lb/>sein, wenn er ein „Spielwerk“ enthält.
<note style="*-repeat" place="bottom" n="1">Die einzige Art Menschen, die man <hi rend="spaced-out">musikalisch</hi> nennen <note style="*-repeat" place="bottom" n="1">
<lb/>sollte, wären die Sänger; weil sie selbst erklingen können. In <p>Die einzige Art Menschen, die man <hi rend="spaced-out">musikalisch</hi> nennen
<lb/>derselben Weise könnte ein <hi rend="spaced-out">Clown</hi>, der durch einen Trick Töne <lb/>sollte, wären die Sänger; weil sie selbst erklingen können. In
<lb/>von sich gibt, sobald man ihn berührt, ein <hi rend="spaced-out">nachgemachter <lb/>derselben Weise könnte ein <hi rend="spaced-out">Clown</hi>, der durch einen Trick Töne
<lb/>musikalischer Mensch</hi> heißen.</note> <lb/>von sich gibt, sobald man ihn berührt, ein <hi rend="spaced-out">nachgemachter
<lb/>musikalischer Mensch</hi> heißen.</p></note>
Im vergleichen Im vergleichen
<lb/>den Sinne kann „musikalisch“ allenfalls noch wohl <lb/>den Sinne kann „musikalisch“ allenfalls noch wohl
...@@ -1127,22 +1131,26 @@ ...@@ -1127,22 +1131,26 @@
<p>Man ist so weit gegangen, ein Musikstück selbst <p>Man ist so weit gegangen, ein Musikstück selbst
<lb/>als „musikalisch“ zu bezeichnen, <lb/>als „musikalisch“ zu bezeichnen,
<note style="*-repeat" place="bottom" n="1"><quote>„Diese Kompositionen sind aber so musikalisch“</quote> sagte <note style="*-repeat" place="bottom" n="1">
<lb/>mir einmal ein Geiger von einem vierhändigen Werkchen, das ich <p><quote>„Diese Kompositionen sind aber so musikalisch“</quote> sagte
<lb/>zu unbedeutend fand.</note> <lb/>mir einmal ein Geiger von einem vierhändigen Werkchen, das ich
<lb/>zu unbedeutend fand.</p>
</note>
oder gar von einem oder gar von einem
<lb/>großen Komponisten wie <persName ref="#p0005">Berlioz</persName>, zu behaupten, er <lb/>großen Komponisten wie <persName ref="#p0005">Berlioz</persName>, zu behaupten, er
<lb/>wäre es nicht in genügendem Maße. <lb/>wäre es nicht in genügendem Maße.
<note style="*-repeat" place="bottom" n="2"><quote>„Mein Hund ist <hi rend="spaced-out">sehr</hi> musikalisch“</quote> habe ich allen Ernstes <note style="*-repeat" place="bottom" n="2">
<lb/>sagen gehört. Sollte der Hund über <persName ref="#p0005">Berlioz</persName> gestellt werden?</note> <p><quote>„Mein Hund ist <hi rend="spaced-out">sehr</hi> musikalisch“</quote> habe ich allen Ernstes
<lb/>sagen gehört. Sollte der Hund über <persName ref="#p0005">Berlioz</persName> gestellt werden?</p>
</note>
„Unmusikalisch“ „Unmusikalisch“
<lb/>ist der stärkste Tadel; er kennzeichnet den damit Be <lb/>ist der stärkste Tadel; er kennzeichnet den damit Be
<lb break="no"/>troffenen und macht ihn zum Geächteten. <lb break="no"/>troffenen und macht ihn zum Geächteten.
<note style="*-repeat" place="bottom" n="3">Ein Schicksal, das auch mich betroffen hat.</note> <note style="*-repeat" place="bottom" n="3"><p>Ein Schicksal, das auch mich betroffen hat.</p></note>
</p> </p>
...@@ -1222,15 +1230,15 @@ ...@@ -1222,15 +1230,15 @@
<lb/>Spielereien zu verlieren <lb/>Spielereien zu verlieren
<note style="*-repeat" place="bottom" n="1"> <note style="*-repeat" place="bottom" n="1">
Eine solche Spielerei unternahm ich einmal mit einem <p>Eine solche Spielerei unternahm ich einmal mit einem
<lb/>Freunde, um scherzeshalber festzustellen, wie viele von den ver <lb/>Freunde, um scherzeshalber festzustellen, wie viele von den ver
<lb/>breiteten Musikstücken nach dem Schema des zweiten Themas im <lb/>breiteten Musikstücken nach dem Schema des zweiten Themas im
<lb/>Adagio der <title ref="#w0005">IX. Symphonie </title> gebildet waren. In wenigen Augen <lb/>Adagio der <title ref="#w0005">IX. Symphonie </title> gebildet waren. In wenigen Augen
<lb/>blicken hatten wir an fünfzehn Analogien der verschiedensten <lb/>blicken hatten wir an fünfzehn Analogien der verschiedensten
<lb/>Gattung beisammen, darunter welche niederster Kunst. Und <lb/>Gattung beisammen, darunter welche niederster Kunst. Und
<lb/><persName ref="#p0001">Beethoven</persName> selbst. Ist das Thema des Finale der <rs ref="#w0009">„fünften“</rs> ein <lb/><persName ref="#p0001">Beethoven</persName> selbst. Ist das Thema des Finale der <rs ref="#w0009">„fünften“</rs> ein
<lb/>anderes als jenes womit die <rs ref="#w0008">„zweite“</rs> ihr Allegro ansagt? Und <lb/>anderes als jenes womit die <rs ref="#w0008">„zweite“</rs> ihr Allegro ansagt? Und
<lb/>als das Hauptmotiv des <title ref="#w0010">III. Klavier-Konzerts</title>, diesmal in Moll? – <lb/>als das Hauptmotiv des <title ref="#w0010">III. Klavier-Konzerts</title>, diesmal in Moll? –</p>
</note> </note>
enthalte ich mich jedes Beispiels.</p> enthalte ich mich jedes Beispiels.</p>
...@@ -1313,7 +1321,8 @@ ...@@ -1313,7 +1321,8 @@
<lb/>Klavier, bei welchem vielleicht „reine und unbrauchbare“ Intervalle <lb/>Klavier, bei welchem vielleicht „reine und unbrauchbare“ Intervalle
<lb/>entstanden sind, als <hi rend="spaced-out">unrein</hi> an. Das diplomatische Zwölfer- <lb/>entstanden sind, als <hi rend="spaced-out">unrein</hi> an. Das diplomatische Zwölfer-
<lb break="no"/>System ist ein notgedrungener Behelf und doch wachen wir über <lb break="no"/>System ist ein notgedrungener Behelf und doch wachen wir über
<lb/>die Wahrung seiner Unvollkommenheiten.</p></note> <lb/>die Wahrung seiner Unvollkommenheiten.</p>
</note>
</p> </p>
...@@ -1331,7 +1340,7 @@ ...@@ -1331,7 +1340,7 @@
<lb/>Was für ein gewaltsam beschränktes System diese erste <lb/>Was für ein gewaltsam beschränktes System diese erste
<lb/>Verworrenheit ergab, <lb/>Verworrenheit ergab,
<note style="*-repeat" place="bottom" n="1">Man nennt es „Harmonielehre“.</note> <note style="*-repeat" place="bottom" n="1"><p>Man nennt es „Harmonielehre“.</p></note>
steht in den Gesetzbüchern zu steht in den Gesetzbüchern zu
<lb/>lesen: wir wollen es nicht hier wiederholen.</p> <lb/>lesen: wir wollen es nicht hier wiederholen.</p>
...@@ -1781,7 +1790,7 @@ ...@@ -1781,7 +1790,7 @@
<lb/>Wette Sonnenstrahlen brechen; <hi rend="spaced-out">sie sei nichts <lb/>Wette Sonnenstrahlen brechen; <hi rend="spaced-out">sie sei nichts
<lb/>anderes, als die Natur in der menschlichen <lb/>anderes, als die Natur in der menschlichen
<lb/>Seele abgespiegelt und von ihr wieder zu <lb/>Seele abgespiegelt und von ihr wieder zu
<lb/>rückgestrahlt</hi>; ist sie doch tönende Luft und über <lb break="no"/>rückgestrahlt</hi>; ist sie doch tönende Luft und über
<lb/>die Luft hinaus reichend; im Menschen selbst ebenso <lb/>die Luft hinaus reichend; im Menschen selbst ebenso
<pb n="33" facs="entwurf1907_39.png"/> <pb n="33" facs="entwurf1907_39.png"/>
...@@ -1837,11 +1846,13 @@ ...@@ -1837,11 +1846,13 @@
Gut und Böse Gut und Böse
<note style="*-repeat" place="bottom" n="1">Hier macht sich <persName ref="#p0090">Nietzsche</persName> eines Widerspruchs schuldig <note style="*-repeat" place="bottom" n="1">
<lb/>träumt er vorher von einer vielleicht „böseren“ Musik, so denkt <p>Hier macht sich <persName ref="#p0090">Nietzsche</persName> eines Widerspruchs schuldig
<lb/>er sich jetzt eine Musik, die „von Gut und Böse nichts mehr <lb/>träumt er vorher von einer vielleicht „böseren“ Musik, so denkt
<lb/>wüßte“; – doch war mir bei der Anführung, um den letzteren <lb/>er sich jetzt eine Musik, die „von Gut und Böse nichts mehr
<lb/>Sinn zu tun.</note> <lb/>wüßte“; – doch war mir bei der Anführung, um den letzteren
<lb/>Sinn zu tun.</p>
</note>
nichts mehr wüßte, nur daß nichts mehr wüßte, nur daß
<lb/>vielleicht irgend ein Schiffer-Heimweh, irgend welche <lb/>vielleicht irgend ein Schiffer-Heimweh, irgend welche
...@@ -1880,11 +1891,12 @@ ...@@ -1880,11 +1891,12 @@
Nirwana“</quote> Nirwana“</quote>
<note style="*-repeat" place="bottom" n="1">Wie auf Verabredung schreibt mir dieser Tage <note style="*-repeat" place="bottom" n="1"><p>Wie auf Verabredung schreibt mir dieser Tage
<lb/><persName ref="#p0016">Mr. Vincent d’ Indy</persName> <quote xml:lang="fr">„.... laissant de côté les contingences <lb/><persName ref="#p0016">Mr. Vincent d’ Indy</persName> <quote xml:lang="fr">„.... laissant de côté les contingences
<lb/>et les petitesses de la vie pour regarder constamment vers <lb/>et les petitesses de la vie pour regarder constamment vers
<lb/>un id<choice><sic>e</sic><corr>é</corr></choice>al qu’on ne pourra jamais atteindre, mais dont il est <lb/>un id<choice><sic>e</sic><corr>é</corr></choice>al qu’on ne pourra jamais atteindre, mais dont il est
<lb/>permis de se rapprocher.“</quote></note> <lb/>permis de se rapprocher.“</quote></p>
</note>
<bibl>(<author><persName ref="#p0092">Kern</persName></author>, <title ref="#b0044">„Geschichte des Buddhismus in <bibl>(<author><persName ref="#p0092">Kern</persName></author>, <title ref="#b0044">„Geschichte des Buddhismus in
<lb/>Indien“</title>).</bibl></p> <lb/>Indien“</title>).</bibl></p>
...@@ -1896,10 +1908,11 @@ ...@@ -1896,10 +1908,11 @@
<lb/>Gewesene einzulassen. Jenseits der Pforte ertönt <lb/>Gewesene einzulassen. Jenseits der Pforte ertönt
<lb/><hi rend="spaced-out">Musik</hi>. Keine Tonkunst. <lb/><hi rend="spaced-out">Musik</hi>. Keine Tonkunst.
<note style="*-repeat" place="bottom" n="2">Ich glaube gelesen zu haben, daß <persName ref="#p0013"><hi rend="spaced-out">Liszt</hi></persName> seine <title ref="#w0056">Dante- <note style="*-repeat" place="bottom" n="2"><p>Ich glaube gelesen zu haben, daß <persName ref="#p0013"><hi rend="spaced-out">Liszt</hi></persName> seine <title ref="#w0056">Dante-
<lb break="no"/>Symphonie</title> auf die beiden Sätze »Inferno« und »Purgatorio« be <lb break="no"/>Symphonie</title> auf die beiden Sätze »Inferno« und »Purgatorio« be
<lb break="no"/>schränkte, <quote><hi rend="spaced-out">weil unsere Tonsprache für die Seligkeiten <lb break="no"/>schränkte, <quote><hi rend="spaced-out">weil unsere Tonsprache für die Seligkeiten
<lb/>des Paradieses nicht ausreichte</hi>.“</quote></note> <lb/>des Paradieses nicht ausreichte</hi>.“</quote></p>
</note>
– Vielleicht, daß wir erst – Vielleicht, daß wir erst
<lb/>selbst die Erde verlassen müßen, um sie zu finden. <lb/>selbst die Erde verlassen müßen, um sie zu finden.
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