Commit 398cd7d8 authored by Theresa Menard's avatar Theresa Menard
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<lb/>haben Sie nicht recht.</p>
<p>Ich hoffe, <choice><sic>daß</sic><corr>dass</corr></choice> Sie es erkennen werden.
<lb/>Ich bin ja allerdings kein Klavierspieler
<note resp="#theresa.menard"><persName ref="#p0023">Schönbergs</persName> musikalische Ausbildung begann im Alter von acht Jahren, als er begann Geige zu spielen. Ein wenig später kam das Cello hinzu. Bei seinem drei Jahre älteren Freund und einzig bedeutenden Lehrer <persName ref="#p0046">Alexander von Zemlinsky</persName> erhielt <persName ref="#p0023">Schönberg</persName> Kompositionsunterricht. Dieser ließ ihn zur Übung auch Klavierauszüge erstellen, womit sich <persName ref="#p0023">Schönberg</persName> einerseits einen kleinen Verdienst erwirtschaften konnte und andererseits die Spiel- und Praxisweise des Klaviers studierte. So erstellte er unter anderem Klavierauszüge für <persName ref="#p0046">Zemlinskys</persName><title ref="#w0046">Sarema</title>“ (<date when-iso="1897">1897</date>); <persName ref="#p0082">Gioacchino Rossinis</persName><title ref="#w0044">Il barbiere di Seviglia</title>“ (<date when-iso="1903">1903</date>) und <persName ref="#p0002">Franz Schubert</persName>: Entr’ acts und Ballettmusik zu „<title ref="#w0045">Rosamunde</title>“ (<date when-iso="1904">1904</date>) (vgl. <bibl><ref target="#b0032">Krones 2005</ref>S. 30 ff.</bibl>, <bibl><ref target="#b0030">Ringer 2002</ref>S. 16</bibl> und <bibl><ref target="#b0001">Stuckenschmidt 1974</ref>S. 10</bibl>).
<note resp="#theresa.menard"><persName ref="#p0023">Schönbergs</persName> musikalische Ausbildung begann im Alter von acht Jahren, als er begann Geige zu spielen. Ein wenig später kam das Cello hinzu. Bei seinem drei Jahre älteren Freund und einzig bedeutenden Lehrer <persName ref="#p0046">Alexander von Zemlinsky</persName> erhielt <persName ref="#p0023">Schönberg</persName> Kompositionsunterricht. Dieser ließ ihn zur Übung auch Klavierauszüge erstellen, womit sich <persName ref="#p0023">Schönberg</persName> einerseits einen kleinen Verdienst erwirtschaften konnte und andererseits die Spiel- und Praxisweise des Klaviers studierte. So erstellte er unter anderem Klavierauszüge für <persName ref="#p0046">Zemlinskys</persName><title ref="#w0046">Sarema</title>“ (<date when-iso="1897">1897</date>); <persName ref="#p0082">Gioacchino Rossinis</persName><title ref="#w0044">Il barbiere di Seviglia</title>“ (<date when-iso="1903">1903</date>) und <persName ref="#p0002">Franz Schubert</persName>: Entr’ acts und Ballettmusik zu „<title ref="#w0045">Rosamunde</title>“ (<date when-iso="1904">1904</date>) (vgl. <bibl><ref target="#b0032">Krones 2005</ref> S. 30 ff.</bibl>, <bibl><ref target="#b0030">Ringer 2002</ref> S. 16</bibl> und <bibl><ref target="#b0001">Stuckenschmidt 1974</ref> S. 10</bibl>).
</note>.
<lb/>Aber <choice><sic>nichts destoweniger</sic><corr>nichtsdestoweniger</corr></choice> habe ich mir
<lb/>eingebildet in diesen <rs ref="#w0019">Stücken</rs> <add place="above">und einigen Liedern</add> den Grund
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<lb/>Hinsicht näher, in anderer aber wieder
<lb/>weitab geführt, von dem was ich
<lb/>schon für erreicht hielt
<note resp="#theresa.menard">Im Sommer <date when-iso="1909">1909</date> vollendete <persName ref="#p0023">Schönberg</persName> die <title ref="#w0013">fünf Orchesterstücke op. 16</title>. Dieses Werk gilt als eines der Hauptwerke <persName ref="#p0023">Schönbergs</persName> Atonalität <bibl><ref target="#b0032">Krones 2005</ref>S. 79</bibl>.
 Zeitgleich mit dem Briefwechsel <persName ref="#p0017">Busonis</persName> <date when-iso="1909">1909</date>, war <persName ref="#p0023">Schönberg</persName> auch mit <persName ref="#p0022">Richard Strauss</persName> in Kontakt, um diesen für die Aufführung der <rs ref="#w0013">Orchesterwerke</rs> mit dem <orgName ref="#o0007">Berliner Philharmonischen Orchester</orgName> zu gewinnen. Auch dieses Vorhaben führte zu keinem Erfolg, erst <date when-iso="1912">1912</date> wurde das <rs ref="#w0013">Werk</rs> schließlich aufgeführt (vgl. Brief von Arnold Schönberg an Richard Strauss vom 14.7. 1909 und vom 28.7.1909).
<note resp="#theresa.menard">Im Sommer <date when-iso="1909">1909</date> vollendete <persName ref="#p0023">Schönberg</persName> die <title ref="#w0013">fünf Orchesterstücke op. 16</title>. Dieses Werk gilt als eines der Hauptwerke <persName ref="#p0023">Schönbergs</persName> Atonalität <bibl><ref target="#b0032">Krones 2005</ref> S. 79</bibl>.
 Zeitgleich mit dem Briefwechsel <persName ref="#p0017">Busonis</persName> <date when-iso="1909">1909</date>, war <persName ref="#p0023">Schönberg</persName> auch mit <persName ref="#p0022">Richard Strauss</persName> in Kontakt, um diesen für die Aufführung der <rs ref="#w0013">Orchesterwerke</rs> mit dem <orgName ref="#o0007">Berliner Philharmonischen Orchester</orgName> zu gewinnen. Auch dieses Vorhaben führte zu keinem Erfolg, erst <date when-iso="1912">1912</date> wurde das <rs ref="#w0013">Werk</rs> schließlich aufgeführt (vgl. Brief von Arnold Schönberg an Richard Strauss vom 14.7. 1909 und vom 28.7.1909).
</note>.</p>
<p>Greifbar ist es vielleicht noch
<lb/>nicht. Vielleicht brauche ich noch
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<lb/>einige Tage bei mir liegen. Inzwischen hatte
<lb/>ich das <choice><sic>3te</sic><corr>dritte</corr></choice> <rs ref="#w0019">Klavierstück</rs> (vorher hatte ich ein
<lb/><rs ref="#w0020" corresp="#w0013">Orchesterstück</rs> geschrieben) <choice><sic>fertig bekommen</sic><corr>fertigbekommen</corr></choice>
<note resp="#theresa.menard">Mit der Fertigstellung des <rs ref="#w0019">dritten Klavierstückes</rs> beendet <persName ref="#p0023">Schönberg</persName> eine Arbeit, die als Beginn der Atonalität bezeichnet werden kann. In ihnen lassen sich bereits erste Entwicklungen feststellen, die letztlich zu einer „<quote>Gleichberechtigung aller Töne und Klänge</quote>“ (<bibl><ref target="#b0032">Krones 2005</ref>S. 81</bibl> führten (<bibl><ref target="#b0030">Ringer 2002</ref>S. 184</bibl> sowie <bibl><ref target="#b0001">Stuckenschmidt 1974</ref>S. 40 f.</bibl>).
<note resp="#theresa.menard">Mit der Fertigstellung des <rs ref="#w0019">dritten Klavierstückes</rs> beendet <persName ref="#p0023">Schönberg</persName> eine Arbeit, die als Beginn der Atonalität bezeichnet werden kann. In ihnen lassen sich bereits erste Entwicklungen feststellen, die letztlich zu einer „<quote>Gleichberechtigung aller Töne und Klänge</quote>“ (<bibl><ref target="#b0032">Krones 2005</ref> S. 81</bibl> führten (<bibl><ref target="#b0030">Ringer 2002</ref> S. 184</bibl> sowie <bibl><ref target="#b0001">Stuckenschmidt 1974</ref> S. 40 f.</bibl>).
</note>, und
<lb/>benütze nun gleich die Gelegenheit, es Ihnen
<lb/>zu senden. Ich bin sehr neugierig, wie Ihnen
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<note resp="#theresa.menard">Vgl. Brief vom 16. Juli 1909 und Brief vom 26 Juli 1909</note>. Ja, das wäre
<lb/>mir sehr recht; ich hätte es sehr <choice><sic>nöthig</sic><corr>nötig</corr></choice>, denn
<lb/>mit meinem bisherigen Verleger
<note resp="#theresa.menard"><persName ref="#p0023">Schönberg</persName> war seit dem <date when-iso="1903-06-27">27. Juni 1903</date> bei dem Verleger <persName ref="#p0044">Max Marschalk</persName> unter Vertrag, der den <orgName ref="#o0006">Dreililien Verlag</orgName> leitete. In den sieben Vertragsjahren wurden die Liedersammlungen <rs ref="#w0026">op. 1</rs>op. 1,<rs ref="#w0027">op. 2</rs>, <rs ref="#w0028">op. 3</rs> und <rs ref="#w0030">op. 6</rs> sowie das <rs ref="#w0029">Streichsextett op. 4</rs> und das <title ref="w#0031">Streichquartett Nr. 1 op. 7</title>. 
Da der <rs ref="#o0006">Verlag</rs> aufgrund „<quote>finanzieller Bedenken</quote>“ (<bibl><ref target="#b0010">Krämer 2015</ref>S. 639</bibl>) bei anderen Werken, unter anderem der symphonischen Dichtung <title ref="#w0012">Pelleas und Melisande</title>, zögerte diese herauszugeben, war <persName ref="#p0023">Schönberg</persName> auf der Suche nach einem neuen Verleger (<bibl><ref target="#b0010">ebd.</ref>S. 639 f.</bibl>).
<note resp="#theresa.menard"><persName ref="#p0023">Schönberg</persName> war seit dem <date when-iso="1903-06-27">27. Juni 1903</date> bei dem Verleger <persName ref="#p0044">Max Marschalk</persName> unter Vertrag, der den <orgName ref="#o0006">Dreililien Verlag</orgName> leitete. In den sieben Vertragsjahren wurden die Liedersammlungen <rs ref="#w0026">op. 1</rs>op. 1,<rs ref="#w0027">op. 2</rs>, <rs ref="#w0028">op. 3</rs> und <rs ref="#w0030">op. 6</rs> sowie das <rs ref="#w0029">Streichsextett op. 4</rs> und das <title ref="w#0031">Streichquartett Nr. 1 op. 7</title>. 
Da der <rs ref="#o0006">Verlag</rs> aufgrund „<quote>finanzieller Bedenken</quote>“ (<bibl><ref target="#b0010">Krämer 2015</ref> S. 639</bibl>) bei anderen Werken, unter anderem der symphonischen Dichtung <title ref="#w0012">Pelleas und Melisande</title>, zögerte diese herauszugeben, war <persName ref="#p0023">Schönberg</persName> auf der Suche nach einem neuen Verleger (<bibl><ref target="#b0010">ebd.</ref> S. 639 f.</bibl>).
</note>ist ja
<lb/>ohnehin nichts mehr für mich zu machen.
<lb/>Dagegen häufen sich meine ungedruckten
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<pb n="14" facs="1909-08-13-sb_14.png"/>
und unaufgeführten Werke
<note resp="#theresa.menard">Neben <title ref="#w0012">Pelleas und Melisande</title> gehörten zu den bis dato ungedruckten Werken auch die <title ref="#w0025">Sechs Lieder für Gesang und Orchester op. 8</title>, und die <title ref="#w0023">Kammersymphonie für 15 Soloinstrumente op. 9</title> (<bibl><ref target="#b0010">Krämer 2015</ref>S. 639</bibl>).
<note resp="#theresa.menard">Neben <title ref="#w0012">Pelleas und Melisande</title> gehörten zu den bis dato ungedruckten Werken auch die <title ref="#w0025">Sechs Lieder für Gesang und Orchester op. 8</title>, und die <title ref="#w0023">Kammersymphonie für 15 Soloinstrumente op. 9</title> (<bibl><ref target="#b0010">Krämer 2015</ref> S. 639</bibl>).
</note>in unheimlicher
<lb/>Weise. Obwohl ich nicht so viel schreibe, als
<lb/>ich könnte, habe ich doch nicht weniger als
......
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