Commit 64f754bd authored by Christian Schaper's avatar Christian Schaper
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Korrektur Furthmüller-MAP

parent 0a5faf70
......@@ -91,7 +91,7 @@
<measure type="folio">2 Bogen</measure>
<measure type="pages">4 beschriebene Seiten</measure>
</extent>
<collation>Die Seiten drei und vier (zweiter Bogen) sind im Gegensatz zu den Seiten eins und zwei (erster Bogen) im Querformat beschrieben.</collation>
<collation>Die vier Seiten des Bogens hat Busoni in der Reihenfolge 1, 3, 2, 4 beschrieben, letztere beiden im Querformat.</collation>
<condition>Der Brief ist gut erhalten.</condition>
</supportDesc>
</objectDesc>
......@@ -197,26 +197,34 @@
<opener>
<salute rend="align(center)">Sehr verehrter Herr Schönberg!</salute>
<!-- oder Doppelpunkt? <unclear>? -->
</opener>
<p>Ich empfing Ihre Stücke und den
<lb/>begleitenden Brief. Beide <choice><sic>zeigen</sic><corr>zeugen</corr></choice> von
<!-- Emendation zu "zeugen" sicher richtig; Anmerkung nötig? -->
<lb/>einem denkenden <choice><abbr>u.</abbr><expan>und</expan></choice> fühlenden Menschen,
<lb/>als welchen ich Sie übrigens schon zu
<lb/>erkennen geglaubt habe. Ich kenne
<lb/>von Ihnen ein Quartett<note resp="#maximilian.furthmüller">Es ist nicht vollkommen zu klären, ob diese Anspielung <persName ref="#p0023">Schönbergs</persName> Streichquartett Nr. <rs ref="#w0031">1</rs> oder <rs ref="#w0024">2</rs> gilt. Die Vermutung Theurichs (<bibl><ref target="#b0005">Theurich 1979</ref>, S. 66&#8239;f.</bibl>), <persName ref="#p0017">Busoni</persName> sei anlässlich seiner Meisterklasse im <date when-iso="1907-02">Februar 1907</date> und der zeitgleichen Uraufführung des <rs ref="#w0031">Streichquartetts Nr. 1</rs> mit diesem Werk in Berührung gekommen, ist nicht zutreffend, da <persName ref="#p0017">Busoni</persName> seine Lehrtätigkeit am <orgName ref="#o0010">Wiener Konservatorium</orgName> erst im <date when-iso="1907-10">Oktober</date> begann (<bibl><ref target="#b0019">Dent 1933</ref>, S. 159</bibl>; <bibl><ref target="#b0016">Stuckenschmidt 1967</ref>, S. 31</bibl>). Dennoch ist naheliegend, dass <persName ref="#p0017">Busoni</persName> über Kenntnisse des <rs ref="#w0031">Streichquartetts Nr. 1</rs> verfügte, war das Werk doch bereits <date when-iso="1907">1907</date> im <orgName ref="#o0006">Dreililien Verlag</orgName> in Berlin veröffentlicht worden, das <rs ref="#w0024">Streichquartett Nr. 2</rs> hingegen erst im Laufe des <date when-iso="1909-02">Februars 1909</date>, noch dazu im Selbstverlag.</note> Lieder<note resp="#maximilian.furthmüller">Es ist unklar, welche Lieder <persName ref="#p0023">Schönbergs</persName> <persName ref="#p0017">Busoni</persName> zu diesem Zeitpunkt bekannt waren (vgl. <bibl><ref target="#b0005">Theurich 1979</ref>, S. 67</bibl>).</note> und
<lb/>von Ihnen ein Quartett,<note resp="#maximilian.furthmüller">Es ist nicht vollkommen zu klären, ob <persName ref="#p0023">Schönbergs</persName> Streichquartett Nr. <rs ref="#w0031">1</rs> oder <rs ref="#w0024">2</rs> gemeint ist. Die Vermutung Theurichs (<bibl><ref target="#b0005">Theurich 1979</ref>, S. 66&#8239;f.</bibl>), <persName ref="#p0017">Busoni</persName> sei anlässlich seiner Meisterklasse im <date when-iso="1907-02">Februar 1907</date> und der gleichzeitigen Uraufführung des <rs ref="#w0031">Streichquartetts Nr. 1</rs> mit diesem Werk in Berührung gekommen, geht insofern fehl, als <persName ref="#p0017">Busoni</persName> seine Lehrtätigkeit am <orgName ref="#o0010">Wiener Konservatorium</orgName> erst im <date when-iso="1907-10">Oktober</date> begann (<bibl><ref target="#b0019">Dent 1933</ref>, S. 159</bibl>; <bibl><ref target="#b0016">Stuckenschmidt 1967</ref>, S. 31</bibl>). Dennoch ist naheliegend, dass <persName ref="#p0017">Busoni</persName> über Kenntnisse des <rs ref="#w0031">Streichquartetts Nr. 1</rs> verfügte, war das Werk doch bereits <date when-iso="1907">1907</date> im <orgName ref="#o0006">Dreililien-Verlag</orgName> in Berlin veröffentlicht worden, das <rs ref="#w0024">Streichquartett Nr. 2</rs> hingegen erst im Laufe des <date when-iso="1909-02">Februars 1909</date>, noch dazu im Selbstverlag.</note> <choice><orig>Lieder</orig><reg>Lieder,</reg></choice><note resp="#maximilian.furthmüller">Es ist unklar, welche Lieder <persName ref="#p0023">Schönbergs</persName> <persName ref="#p0017">Busoni</persName> zu diesem Zeitpunkt bekannt waren.</note> und
<lb/>seinerzeit hatte ich eine Partitur von
<lb/><rs ref="#w0012">Pelleas <choice><abbr>u.</abbr><expan>und</expan></choice> Melisande</rs> in Händen<note resp="#maximilian.furthmüller"><persName ref="#p0023">Schönberg</persName> hatte <persName ref="#p0017">Busoni</persName> bereits <date when-iso="1903">1903</date> <rs ref="#w0012">&#8222;Pelleas und Melisande&#8220;</rs> aus Anlass der Aufführung seiner <rs ref="#w0017">Instrumentierung</rs> von <persName ref="#p0024">Schenkers</persName> <rs ref="#w0016">Syrischen Tänzen</rs> bei den <orgName ref="#o0003">Berliner Orchesterabenden</orgName> angeboten (vgl. <ref target="#1903-09-10-sb">Brief vom <date when-iso="1903-09-10">10. September 1903</date></ref>) und eine Partitur zukommen lassen (vgl. <ref target="#1903-09-20-sb">Brief vom <date when-iso="1903-09-20">20. September 1903</date></ref>). Zu einer Aufführung war es nicht gekommen, da <persName ref="#p0023">Schönberg</persName> eine anderweitige Darbietung des Werks (im Rahmen der Konzerte der <orgName ref="#o0008">Vereinigung schaffender Tonkünstler</orgName>) in Aussicht hatte und die Paritur zurückforderte (vgl. <ref target="#1903-12-16-sb">Brief vom <date when-iso="1903-12-16">16. Dezember 1903</date></ref>; vgl. <bibl><ref target="#b0008">Weindel 2004</ref>, S. 101&#8239;f.</bibl>). <persName ref="#p0017">Busoni</persName> nimmt an dieser Stelle überraschenderweise keinen Bezug darauf.</note>. Die
<lb/><rs ref="#w0017">Instrumentation von <rs ref="#w0016"><persName ref="#p0024">Schenker&#8217;s</persName> Tänzen</rs></rs>
<lb/><rs ref="#w0012">Pelleas <choice><abbr>u.</abbr><expan>und</expan></choice> Melisande</rs> in Händen.<note resp="#maximilian.furthmüller"><persName ref="#p0023">Schönberg</persName> hatte <persName ref="#p0017">Busoni</persName> bereits <date when-iso="1903">1903</date> <rs ref="#w0012">&#8222;Pelleas und Melisande&#8220;</rs> aus Anlass der Aufführung seiner <rs ref="#w0017">Instrumentierung</rs> von <persName ref="#p0024">Schenkers</persName> <rs ref="#w0016">Syrischen Tänzen</rs> bei den <orgName ref="#o0003">Berliner Orchesterabenden</orgName> angeboten (vgl. <ref target="#1903-09-10-sb">Brief vom <date when-iso="1903-09-10">10. September 1903</date></ref>) und eine Partitur zukommen lassen (vgl. <ref target="#1903-09-20-sb">Brief vom <date when-iso="1903-09-20">20. September 1903</date></ref>). Zu einer Aufführung war es nicht gekommen, da <persName ref="#p0023">Schönberg</persName> eine anderweitige Darbietung des Werks (im Rahmen der Konzerte der <orgName ref="#o0008">Vereinigung schaffender Tonkünstler</orgName>) in Aussicht hatte und die Paritur zurückforderte (vgl. <ref target="#1903-12-16-sb">Brief vom <date when-iso="1903-12-16">16. Dezember 1903</date></ref>; vgl. <bibl><ref target="#b0008">Weindel 2004</ref>, S. 101&#8239;f.</bibl>). <persName ref="#p0017">Busoni</persName> nimmt an dieser Stelle überraschenderweise keinen Bezug darauf.</note><!-- warum nicht? "erinnerte sich womöglich an die genauen Umstände nicht mehr" -->
Die
<lb/><rs ref="#w0017">Instrumentation</rs> von <persName ref="#p0024"><choice><orig>Schenker&#8217;s</orig><reg>Schenkers</reg></choice></persName> <rs ref="#w0016">Tänzen</rs>
<lb/>(die ich in Berlin <choice><sic>zu
<!-- Berlin auszuzeichnen, am besten den genauen Spielort -->
<note resp="#maximilian.furthmüller" type="ed_t" subtype="minor">
<bibl><ref target="#b0004">Theurich 1977</ref> (166)</bibl> und
<bibl><ref target="#b0005">Theurich 1979</ref> (151)</bibl> fälschlich: <quote>„zur“</quote>.</note></sic>
<corr>zur</corr></choice> Aufführung brachte<note resp="#maximilian.furthmüller"><persName ref="#p0017">Busoni</persName> hatte die <rs ref="#w0016">Syrischen Tänze</rs> von <persName ref="#p0024">Schenker</persName> in der <rs ref="#w0017">Instrumentation</rs> von <persName ref="#p0023">Schönberg</persName> im Rahmen des dritten Konzerts der <orgName ref="#o0003">Berliner Orchesterabende</orgName> am <date when-iso="1903-11-05">5. November 1903</date> aufgeführt (<bibl><ref target="#b0019">Dent 1933</ref>, S. 332&#8239;f.</bibl>).</note>)
<lb/>bewies den bewunderungswürdigen Orchester
<lb break="no"/>Virtuosen. Von diesen gegebenen Punkten
<!-- steht da nicht doch "zur"? wenigstens <unclear>, aber vielleicht nicht mal das -->
<corr>zur</corr></choice> Aufführung brachte)<note resp="#maximilian.furthmüller"><persName ref="#p0017">Busoni</persName> hatte die <rs ref="#w0016">Syrischen Tänze</rs> von <persName ref="#p0024">Schenker</persName> in der <rs ref="#w0017">Instrumentation</rs> von <persName ref="#p0023">Schönberg</persName> im Rahmen des dritten Konzerts der <orgName ref="#o0003">Berliner Orchesterabende</orgName> am <date when-iso="1903-11-05">5. November 1903</date> aufgeführt (<bibl><ref target="#b0019">Dent 1933</ref>, S. 332&#8239;f.</bibl>).</note>
<lb/>bewies den bewunderungswürdigen <choice>
<orig>Orchester
<lb break="no"/>Virtuosen</orig>
<reg>Orchestervirtuosen</reg>
</choice>. Von diesen gegebenen Punkten
<lb/>ausgehend, waren mir Ihre <rs ref="#w0019">Klavierstücke</rs><note resp="#maximilian.furthmüller">Es handelt sich um die ersten beiden der <rs ref="#w0019">Drei Klavierstücke op.&#8239;11</rs> von <persName ref="#p0023">Schönberg</persName>, die beide im <date when-iso="1909-02">Februar 1909</date> fertiggestellt worden waren. Das dritte Stück entstand erst im <date when-iso="1909-08">August</date>.</note>
<lb/>keine Überraschung &#8211; <choice><abbr>d.&#8239;i.</abbr><expan>das ist</expan></choice>: ich <choice><sic>wußte</sic><corr>wusste</corr></choice>
<lb/>beiläufig was ich zu erwarten hatte.
<lb/><choice><orig>beiläufig</orig><reg>beiläufig,</reg></choice> was ich zu erwarten hatte.
<pb n="2" facs="1909-07-26-bs_2.png"/>
......@@ -224,28 +232,36 @@
<lb/>dass ich mit einer <choice><sic>subjectiven</sic><corr>subjektiven</corr></choice>, eigenartigen
<lb/><choice><abbr>u.</abbr><expan>und</expan></choice> auf das Gefühl gegründeten Kunst
<note resp="#maximilian.furthmüller" type="ed_t_1979" subtype="minor">
<bibl><ref target="#b0005">Theurich 1979</ref> (151)</bibl> fälschlich: <quote>„gegründetenKunst“</quote>.</note> zu <choice><sic>thun</sic><corr>tun</corr></choice>
<bibl><ref target="#b0005">Theurich 1979</ref> (151)</bibl> fälschlich: <quote>„gegründetenKunst“</quote>.</note><!-- bloßer Tippfehler, ignorieren -->
zu <choice><sic>thun</sic><corr>tun</corr></choice>
<lb/>haben würde
<note resp="#maximilian.furthmüller" type="ed_t_1979" subtype="minor">
<bibl><ref target="#b0005">Theurich 1979</ref> (151)</bibl> fälschlich: <quote>„wü rde“</quote>.</note> &#8211; und dass es verfeinerte
<bibl><ref target="#b0005">Theurich 1979</ref> (151)</bibl> fälschlich: <quote>„wü rde“</quote>.</note><!-- bloßer Tippfehler, zudem dort von Hand korrigiert, ignorieren -->
&#8211; und dass es verfeinerte
<lb/>künstlerische Gebilde sein würden, <del rend="strikethrough">die ich</del>
<lb/>mit denen Sie mich in Berührung brächten.</p>
<p>Das hat sich Alles erfüllt und ich
<p>Das hat sich <choice>
<orig>Alles erfüllt</orig>
<reg>alles erfüllt,</reg>
</choice> und ich
<lb/>freue mich innig einer solchen Erscheinung.</p>
<p>Anders steht es mit meinem Eindruck
<lb/>als Klavierspieler, von welchem ich &#8211; sei
<lb/>es durch Erziehung, sei es durch fach
<lb break="no"/>männische Einseitigkeit &#8211; nicht absehen
<lb/>kann. &#8211; Was mir <choice><sic>di</sic><corr>die</corr></choice> ersten Bedenken
<!-- wohl niemals «di», sondern stets Verschleifung von i mit d und irreführend über e positionierter Punkt -->
<lb/>gegen Ihre Musik &#8220;<hi rend="underline">als <choice><sic>Clavierstück</sic><corr>Klavierstück</corr></choice></hi>&#8220; <choice><sic>einflösst</sic><corr>einflößt,</corr></choice>
<lb/>ist die wenige Breite des Satzes <del rend="strikethrough">und</del>
<lb/>im <choice >
<unclear cert="high" reason="illegible">Umfangen</unclear>
<unclear cert="low" reason="illegible">Umfange</unclear>
</choice>
</choice>
<!-- Theurichs «Umfange» ist wohl richtig und nicht mal <unclear> (vgl. direkt darüber «wenige» und darüber «gegen») -->
<note resp="#maximilian.furthmüller" type="ed_t" subtype="minor">
<bibl><ref target="#b0004">Theurich 1977</ref> (166)</bibl> und
<bibl><ref target="#b0005">Theurich 1979</ref> (151)</bibl>: <quote>„Umfange“</quote>.</note> der Zeit <choice><abbr>u.</abbr><expan>und</expan></choice> des Raumes.</p>
<!-- unter "des" ist "der" überschrieben -->
<p>Das Klavier ist ein <choice><sic>kurzathmiges</sic><corr>kurzatmiges</corr></choice>
<lb/>Instrument <choice><abbr>u.</abbr><expan>und</expan></choice> man kann ihm nicht
<lb/>genug nachhelfen.</p>
......@@ -265,13 +281,14 @@
</abbr><expan>und</expan></choice>
Stimmungen nach
<lb/>Ihrer Erwartung wiederzugeben. Doch ist die
<lb/>Aufgabe, durch allzugroße <choice><sic><hi rend="underline">Concision</hi><note resp="#maximilian.furthmüller">Gedrängtheit, Kürze, Bündigkeit (lat.: concisio).</note>, <add place="above">(das ist das Wort)</add></sic><corr><hi rend="underline">Konzision</hi><note resp="#maximilian.furthmüller">Gedrängtheit, Kürze, Bündigkeit (lat.: concisio)</note> <add place="above">(das ist das Wort),</add></corr></choice> erschwert.</p>
<p>Da ich fürchte <choice><sic>misverstanden</sic><corr>missverstanden</corr></choice> zu werden, so nehme
<lb/>ich mir die Freiheit, Ihnen &#8212; zu meiner <choice><sic>Vertheidigung
<lb/>Aufgabe, durch allzugroße <choice><sic><hi rend="underline">Concision</hi>,<note resp="#maximilian.furthmüller">Gedrängtheit, Kürze, Bündigkeit (lat.: concisio).</note><!-- externer Link auf Online-Wörterbuch? -->
<add place="above">(das ist das Wort)</add></sic><corr><hi rend="underline">Konzision</hi><note resp="#maximilian.furthmüller">Gedrängtheit, Kürze, Bündigkeit (lat.: concisio)</note> <add place="above">(das ist das Wort),</add></corr></choice> erschwert.</p>
<p>Da ich <choice><sic>fürchte misverstanden</sic><corr>fürchte, missverstanden</corr></choice> zu werden, so nehme
<lb/>ich mir die Freiheit, Ihnen <choice><orig>&#8212;</orig><reg>&#8211;</reg></choice> zu meiner <choice><sic>Vertheidigung
<note resp="#maximilian.furthmüller" type="ed_t" subtype="minor">
<bibl><ref target="#b0004">Theurich 1977</ref> (166)</bibl> und
<bibl><ref target="#b0005">Theurich 1979</ref> (152)</bibl> fälschlich: <quote>„Verteidigung“</quote>.</note></sic>
<corr>Verteidigung</corr></choice> &#8212;
<corr>Verteidigung</corr></choice> <choice><orig>&#8212;</orig><reg>&#8211;</reg></choice>
<lb/>eine kleine Illustration meiner Worte zu geben. Sie schreiben:
<notatedMusic>
......@@ -281,7 +298,7 @@
</notatedMusic>
<lb/>um das
<lb/><hi rend="underline">Orchestrale</hi> in&#8217;s
<lb/><hi rend="underline">Orchestrale</hi> <choice><sic>in&#8217;s</sic><corr>ins</corr></choice>
<lb/><hi rend="underline">Pianistische</hi> zu
<lb/>übertragen:
......@@ -289,10 +306,14 @@
<ptr target="1909-07-26-bs-nb2.xml"/>
<graphic url="1909-07-26-bs_3_ex_2.png"/>
<desc><persName ref="#p0017">Ferruccio Busoni</persName>, <rs ref="#w0032">Bearbeitung von <persName ref="#p0023">Schönbergs</persName> op.&#8239;11 Nr. 2</rs>, T. 47</desc>
</notatedMusic><note resp="#maximilian.furthmüller">Die hier vorliegende Passage erscheint in der Druckfassung leicht verändert &#8211; wohl aufgrund der sich in den folgenden Briefen anschließenden Diskussion (vgl. <bibl><ref target="#b0005">Theurich 1979</ref>, S. 67</bibl>).</note>
</notatedMusic><note resp="#maximilian.furthmüller">Die hier vorliegende Passage erscheint in der Druckfassung
<!-- Werkindex-Link? Bezug unklar, zusammenführen mit nächster Anmerkung? -->
leicht verändert &#8211; wohl aufgrund der sich in den folgenden Briefen anschließenden Diskussion (vgl. <bibl><ref target="#b0005">Theurich 1979</ref>, S. 67</bibl>).</note>
<lb/>Aber vielleicht entspricht das ganz und
<lb/>gar nicht Ihren Absichten.<note resp="#maximilian.furthmüller">Ausgehend von dieser Passage aus der <rs ref="#w0032">Bearbeitung</rs> des <rs ref="#w0019">Klavierstücks op.&#8239;11 Nr. 2</rs> durch <persName ref="#p0017">Busoni</persName> entwickelt sich in den folgenden Briefen eine intensive Diskussion um <persName ref="#p0023">Schönbergs</persName> Klavierstil, den Stellenwert einer Transkription sowie um eine mögliche Publikation der Werke. Vergleiche hierzu die Briefe bis einschließlich <ref target="#1910-07-18-bs"></ref><date when-iso="1910-07-18">18. Juli 1910</date>, zu <persName ref="#p0023">Schönbergs</persName> Äußerungen zur Kompositionstechnik jedoch besonders die Briefe vom <ref target="#1909-08-13-sb"><date when-iso="1909-08-13">13. August 1909</date></ref>, <ref target="#1909-08-24-sb"><date when-iso="1909-08-24">24. August 1909</date></ref> und <ref target="#1910-07-03-sb"><date when-iso="1910-07-03">3. Juli 1910</date></ref>.</note></p>
<lb/>gar nicht Ihren Absichten.<note resp="#maximilian.furthmüller">Ausgehend von dieser Passage aus der <rs ref="#w0032">Bearbeitung</rs> des <rs ref="#w0019">Klavierstücks op.&#8239;11 Nr. 2</rs> durch <persName ref="#p0017">Busoni</persName> entwickelt sich in den folgenden Briefen eine intensive Diskussion um <persName ref="#p0023">Schönbergs</persName> Klavierstil, den Stellenwert einer Transkription
<!-- hier böte sich ein Querverweis zum Entwurf an, evtl. auch zu Schönbergs Annotation zur Rolle des Interpreten -->
sowie um eine mögliche Publikation der Werke. Vgl. hierzu die Briefe bis einschließlich <ref target="#1910-07-18-bs"></ref><date when-iso="1910-07-18">18. Juli 1910</date>, zu <persName ref="#p0023">Schönbergs</persName> Äußerungen zur Kompositionstechnik v.&#8239;a. die Briefe vom <ref target="#1909-08-13-sb"><date when-iso="1909-08-13">13. August 1909</date></ref>, <ref target="#1909-08-24-sb"><date when-iso="1909-08-24">24. August 1909</date></ref> und <ref target="#1910-07-03-sb"><date when-iso="1910-07-03">3. Juli 1910</date></ref>.</note></p>
<note type="stamp" resp="#lc_st_red" rend="majuscule" place="bottom-right"><stamp>(* The * Library * of * Congress *)</stamp></note>
......@@ -301,14 +322,16 @@
<p>Ich werde aber die Sachen noch
<lb/>durcharbeiten, bis sie mir ganz <choice><sic>in&#8217;s</sic><corr>ins</corr></choice> Blut
<lb/>gedrungen. Dann denke ich vielleicht anders.</p>
<p>Dieses soll weder ein <choice><sic>Urtheil</sic><corr>Urteil</corr></choice>, noch eine
<p>Dieses soll weder ein <choice><sic>Urtheil,</sic><corr>Urteil</corr></choice> noch eine
<lb/>Kritik sein &#8211; welche beide ich mir (einer
<lb/>solchen Individualität wie der Ihrigen gegen
<lb break="no" n="2"/>über) nie <choice><sic>anmaassen</sic><corr>anmaßen</corr></choice> würde, sondern <del rend="strikethrough">durch</del> nur
<lb/>mein Bericht des empfangenen Eindrucks
<lb/><choice><abbr>u.</abbr><expan>und</expan></choice> meine Meinung als <choice><sic>Clavierspieler</sic><corr>Klavierspieler</corr></choice>. &#8211;</p>
<p>Seien Sie inzwischen bedankt und
<lb/>freundschaftlich <choice><sic>begrüsst</sic><corr>gegrüßt</corr></choice>. Gerne hätte ich weiter
<lb/>freundschaftlich <choice><sic>begrüsst</sic><corr>gegrüßt</corr></choice>.
<!-- wirklich zu regularisieren? ist wohl übliche Ausdrucksweise, mit Ulli besprechen -->
Gerne hätte ich weiter
<lb/>Ihr Vertrauen und sagen Sie,
<subst>
<del rend="strikethrough">was</del>
......@@ -321,7 +344,7 @@
<closer>
<salute rend="align(center)">Ihr sehr ergebener</salute>
<signed rend="align(right)">Ferruccio Busoni</signed>
<dateline rend="align(left)"><date when-iso="1909-07-26">26. Juli 1909.</date></dateline>
<dateline rend="align(left)"><date when-iso="1909-07-26">26. Juli 1909.</date></dateline><!-- dipl.: Punkt hinter "26" nicht da! -->
</closer>
<note type="stamp" resp="#lc_st_red" rend="majuscule" place="margin-right"><stamp>(* The * Library * of * Congress *)</stamp></note>
......
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