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1903-09-10-sb, 1909-07-13-sb: vorliegende Editionen mit <additional>, Lesarten...

1903-09-10-sb, 1909-07-13-sb: vorliegende Editionen mit <additional>, Lesarten der Editionen, Werkreferenzen
parent 4ef8c634
......@@ -114,15 +114,16 @@
<handNote xml:id="pencil" scope="minor" medium="pencil"
scribe="archivist">Hand des Archivars, der die Foliierung in Bleistift vorgenommen hat.</handNote>
</handDesc>
<accMat>
<!-- könnte Angaben zum Briefumschlag enthalten (hier gibt es keinen) -->
</accMat>
</physDesc>
<history>
<origin>Der Brief wurde in <origPlace ref="#l0038">Payerbach</origPlace>
am <origDate when-iso="1903-09-10">10. September 1903</origDate> verfasst.</origin>
</history>
<additional>
<listBibl>
<bibl n="firstPrint"><ref target="#b0003">Weindel 2003, S. 316&#8239;f.</ref></bibl>
</listBibl>
</additional>
</msDesc>
</sourceDesc>
</fileDesc>
......@@ -190,20 +191,18 @@
-->
<!-- Der vorherige Brief innerhalb dieser Korrespondenz ist dieser:-->
<!--
<ref type="previous" target="#........">Vorheriger Brief im Briefwechsel:
<persName ref="#p....">Name des Senders</persName>
an <persName ref="#p....">Name des Empfängers</persName>
(<date when-iso="1904-02-30">30. Februar 1904</date>).
-->
<ref type="previous" target="#1909-09-03-bs">Vorheriger Brief im Briefwechsel:
<persName ref="#p0017">Busoni</persName>
an <persName ref="#p0023">Schönberg</persName>
(<date when-iso="1903-09-03">3. September 1903</date>).
<!-- nur bei Federhofer nachgewiesen --></ref>
<!-- Der nächste Brief innerhalb dieser Korrespondenz ist dieser:-->
<ref type="next" target="#1903-09-20-sb">Nächster Brief im Briefwechsel:
<persName ref="#p0023">Schönberg</persName>
an <persName ref="#p0017">Busoni</persName>
(<date when-iso="1903-09-20">20. September 1903</date>).
<ref type="next" target="#1903-09-14-bs">Nächster Brief im Briefwechsel:
<persName ref="#p0017">Busoni</persName>
an <persName ref="#p0023">Schönberg</persName>
(<date when-iso="1903-09-14">14. September 1903</date>).
</ref>
</correspContext>
......@@ -249,27 +248,27 @@
<opener>
<dateline rend="align(right)">
<placeName ref="#l0038">Payerbach</placeName> <date when-iso="1903-09-10">10./9.1903</date>
<placeName ref="#l0038">Payerbach</placeName> <date when-iso="1903-09-10">10./9.1903</date><!-- bei Weindel 2003, S. 316, fälschlich: Payersbach -->
</dateline>
<salute rend="inline">
<choice>
<unclear cert="high">Hochverehrter</unclear>
<unclear cert="high">Hochverehrter</unclear><!-- so W 2003 (316) -->
<unclear cert="low">Hoch verehrter</unclear>
</choice> Herr Professor,</salute>
</opener>
<p>aus Ihrem Briefe
<lb/>an <persName ref="#p0024">Herrn Dr. Schenker</persName>, dessen <title ref="#w0016">Syrische Tänze</title>
<lb/>ich für Orchester setze, entnahm ich, dass Sie
<lb/>auch heuer Ihre „Modernen Concerte“ in Berlin
<lb/>abhalten. Da ich schon, als ich noch in Berlin
<lb/>an <persName ref="#p0024">Herrn Dr. Schenker</persName>, dessen <title ref="#w0016">Syrische Tänze</title><!-- W 2003 (316) fälschlich: syrische -->
<lb/>ich für Orchester setze, entnahm ich, daß Sie<!-- W 2003 transkribiert ſs offenbar stets als ss -->
<lb/>auch heuer Ihre „Modernen Concerte“ in Berlin<!-- W 2003 (316) fälschlich: sicher (statt heuer), modernen -->
<lb/>abhalten. <!-- W 2003 hier fälschlich mit neuem Absatz -->Da ich schon, als ich noch in Berlin<!-- kommentieren: wann war das? seit wann nicht mehr, wo dann? -->
<lb/>war, die Absicht hatte Sie aufzusuchen, darin
<lb/>aber insofern mißglückte, als Sie verreist
<lb/>waren, erlaube ich mir mich brieflich mit
<lb/>dem an Sie zu wenden, um was ich Sie
<lb/>damals angehen wollte.</p>
<p>Folgendes: Ich habe eine symphonische
<lb/>Dichtung: <title ref="#w0012">„Pelleas und Melisande“</title> nach <persName ref="#p0027">Maeterlinck</persName>
<lb/>componiert. Da diese nun leider insofern
<lb/>Dichtung: <!-- W 2003 (316) fälschlich ohne den Doppelpunkt --><title ref="#w0012">„Pelleas und Melisande“</title> nach <persName ref="#p0027">Maeterlinck</persName>
<lb/>componiert. <!-- W 2003 (316) fälschlich: componirt --> Da diese nun leider insofern
<lb/>zu den <add xml:id="change2" place="inline"></add>selten <del xml:id="change1" rend="strikethrough"></del>aufgeführten Werken“ gehört, als
<substJoin target="change1 change2"/>
<lb/>sie noch gar nicht aufgeführt ist und meine
......@@ -283,27 +282,28 @@
<pb n="2" facs="1903-09-10-sb_2.png"/>
Sie zu fragen, ob Sie sie nicht einmal<del rend="strikethrough"><gap extent="1" unit="chars" reason="strikethrough"/></del>
<lb/>ansehen wollten.</p>
<lb/>ansehen <!-- W 2003 (316) fälschlich: "ansagen oder ansetzen" [sic!]--> wollten.<!-- W 2003 (316) fälschlich: wollen. --></p>
<p>Besonders empfehlend ist es nicht, was ich
<lb/>Ihnen über das Schicksal <rs ref="#w0012">des Werkes</rs> hier mit<lb break="no"/>theilen
will. Nämlich: <persName ref="#p0025">Nikisch</persName> hat mir <del rend="strikethrough">si</del>e<add place="inline">s</add>
<lb/>nach einem Tage, ohne ein Wort der Antwort
<lb/>zurückgeschickt. Und <persName ref="#p0026">Weingartner</persName> hat mir
will.<!-- W 2003 hier fälschlich mit neuem Absatz --> Nämlich: <persName ref="#p0025">Nikisch</persName> hat mir <del rend="strikethrough">si</del>e<add place="inline">s</add><!-- W 2003 (316): sie -->
<lb/>nach einem Tage,<!-- W 2003 (316) ohne Komma, was kann der Strich noch sein? --> ohne ein Wort der Antwort
<lb/>zurückgeschickt.<!-- W 2003 hier fälschlich mit neuem Absatz --> Und <persName ref="#p0026">Weingartner</persName> hat mir
<lb/>nicht einmal Gelegenheit gegeben, <subst>
<del rend="overwritten">sie</del>
<add place="across">es</add>
<add place="across">es</add><!-- W 2003 (317): sie -->
</subst> ihm
<lb/>zu zeigen. Freunde, die sich damit bekannt
<lb/>zu zeigen.<!-- W 2003 hier fälschlich mit neuem Absatz --> Freunde, die sich damit bekannt
<lb/>machen wollten kamen über die ersten
<lb/>Seiten nicht hinaus. Und hier liegt auch
<lb/>Seiten nicht hinaus.<!-- W 2003 hier fälschlich mit neuem Absatz --> Und hier liegt auch
<lb/>der Grund, warum ich <rs ref="#w0012">das Werk</rs> nirgends an<lb break="no"/>bringen
kann: Die Sache ist so compliciert,
<lb/>dass es wirklich ein Opfer ist, wenn jemand
<lb/>sich die Mühe nimmt sie anzusehen. Dann<!-- "sie" ist wohl alternativlos, aber doch zu diskutieren -->
kann: Die<!-- W 2003 (317): die --> Sache ist so compliciert,
<lb/>daß es wirklich ein Opfer ist, wenn jemand
<lb/>sich die Mühe<!-- W 2003 (317): Muse --> nimmt sie<!-- "sie" ist wohl alternativlos, aber doch zu diskutieren --> anzusehen.<!-- W 2003 (317): anzusetzen --> <!-- W 2003 hier fälschlich mit neuem Absatz -->Dann
<lb/>noch Eines: ein sehr großes Orchester!
<lb/>(kl Fl., 3 gr Fl., 3 Ob., 1 Engl H., Es-Cl, 3 Clar, Baß-Clar,
<!-- W 2003 (317) fälschlich: "kl. Fl. 3 gr. Fl,", "Engl.", "BassClar," -->
<lb/>3 Fagotte, Ctr-Fag, 8 Hörner, 4 Trp, 6 Posaunen
<lb/>2 Harfen und viele Streicher). Ich setze Ihnen
<lb/>2 Harfen und viele Streicher).<!-- W 2003 hier fälschlich mit neuem Absatz --> Ich setze Ihnen
<lb/>Alles dies schon vorher auseinander, weil
<lb/>über diese Punkte hinweg, bis zur Frage
......@@ -313,16 +313,16 @@
ob an der Sache auch etwas dran ist, noch
<lb/>Keiner gekommen ist.</p>
<p>Wenn Sie also die Freundlichkeit hätten
<p>Wenn Sie also die Freundlichkeit hätten<!-- W 2003 (317) fälschlich mit Komma -->
<lb/>sich meine Partitur an<del rend="strikethrough">zu</del>sehen <add place="above">zu wollen</add>, so möchte ich
<lb/>sie Ihnen gerne schicken.</p>
<lb/><choice><sic>Sie<!-- so auch W 2003 (317) --></sic><corr>sie</corr></choice> Ihnen gerne schicken.</p>
<p>Verzeihen Sie, die Kühnheit, mit der ich
<lb/>mich an Sie wende; Mut dazu giebt mir
<lb/>die Ihre: sich für moderne oder gar neue
<lb/>die Ihre:<!-- W 2003 (317) fälschlich ohne Doppelpunkt --> sich für moderne oder gar neue
<lb/>Werke einsetzen zu wollen, trotz des Gekläffes
<lb/>der „Neidinge“. Und da wage ich es denn
<lb/>bloß vom Werke zu reden und so tritt
<lb/>meine sonst bescheidene Person — in
<lb/>der „Neidinge“.<!-- W 2003 (317) fälschlich: Neidlinge [Wagner-Anspielung?] --> Und da wage ich es denn<!-- W 2003 (317) fälschlich: dann -->
<lb/>bloß<!-- W 2003 (317) fälschlich: blos --> vom Werke zu reden und so tritt
<lb/>meine sonst<!-- W 2003 (317) fälschlich: fast --> bescheidene Person — in
<lb/>den Hintergrund, wodurch merkwürdiger<lb break="no"/>weise
die Unbescheidenheit
<lb/>dieses Briefes entsteht.</p>
......@@ -333,7 +333,7 @@
<salute rend="align(center)">der vorzüglichsten Hochachtung
<lb/>ergebenst</salute>
<signed rend="align(center)">Arnold Schönberg</signed>
<dateline rend="align(center)"><placeName ref="#l0038">Payerbach</placeName> 126
<dateline rend="align(center)"><placeName ref="#l0038">Payerbach<!-- W 2003 (317) fälschlich: Payersbach --></placeName> 126
<lb/>Nied-Oesterr.</dateline>
</closer>
......
......@@ -193,6 +193,12 @@
<origin>Der Brief wurde in <origPlace ref="#l0040">Steinakirchen am Forst</origPlace>
am <origDate when-iso="1909-07-13">13. Juli 1909</origDate> verfasst.</origin>
</history>
<additional>
<listBibl>
<bibl n="firstPrint"><ref target="#b0004">Theurich 1977, S. 164</ref></bibl>
<bibl n="reprint"><ref target="#b0005">Theurich 1979, S. 147&#8239;f. (Brief), S. 63–65 (Kommentar)</ref></bibl>
</listBibl>
</additional>
</msDesc>
</sourceDesc>
</fileDesc>
......@@ -307,7 +313,7 @@
<pb n="1" facs="1909-07-13-sb_1.png"/>
<opener>
<dateline rend="align(right)">
<date when-iso="1909-07-13">13.7.1909</date>
<date when-iso="1909-07-13">13.7. 1909</date>
</dateline>
<byline>
<stamp>
......@@ -337,11 +343,12 @@
<lb/>noch weiter führen. Orchesterwerke, die nur
<lb/>in solchen Konzerten auf ein geeignetes
<lb/>Publikum rechnen können hätte ich ja einige.<!-- unterstrichen? -->
<!-- welche Orchesterwerke liegen bis dahin vor? -->
<lb/>Aber ich denke weniger daran, als an etwas
<lb/>wesentlich leichter Realisierbares. Ich habe
<lb/>zwei Klavierstücke (mehrere andere sind ange<lb break="no"/>fangen,
ihre Fertigstellung wurde durch eine
<lb/>andere Arbeit unterbrochen) die nur jemand
<lb/><rs ref="#w0019">zwei Klavierstücke</rs> (mehrere andere sind ange<lb break="no"/>fangen,
ihre Fertigstellung wurde durch <rs ref="#w0020">eine
<lb/>andere Arbeit</rs> unterbrochen) die nur jemand
<lb/>spielen kann, der wie Sie mit seinen
<lb/>Sympathien auf <add place="inline">der</add> Seite aller jener ist, die
<lb/>suchen. Also nur Jemand, dessen Phantasie
......@@ -353,7 +360,7 @@
dort schon Erfüllung zu sehen vermag, wo
<lb/>die Ledernheit noch nicht einmal Ver<lb break="no"/>sprechungen
ahnt. Jemand der eben aus
<lb/>seiner eigenen Phantasie so viel an die
<lb/>seiner eigenen Phantasie so viel <!-- T 1979 (148) u. T 1977 (164): "soviel" --> an die
<lb/>Werke der anderen abzugeben vermag,
<lb/>daß jene Vollkommenheit entsteht,
<lb/>die ja nur im Vorgestellten, im Einge<lb break="no"/>bildeten,
......@@ -366,13 +373,13 @@
<del rend="overwritten">G</del>
<add place="across">K</add>
</subst>ünstlers als
<lb/>Geniessenden dargestellt. Der Anlaß scheint
<lb/>geringfügig – zwei Klavierstücke – aber
<lb/>Geniessenden <!-- T 1979 (148) u. T 1977 (164): "Genießenden" (ist aber eindeutig Doppel-Lang-S) --> dargestellt. Der Anlaß scheint
<lb/>geringfügig – <rs ref="#w0019">zwei Klavierstücke</rs> – aber
<lb/>es geschah unwillkürlich, so mags also dort
<lb/>stehen, auf die Gefahr hin ein Verhältnis-Ge<lb break="no"/>fühl
einen Augenblick zu verletzten. Sie nehmen
<lb/>es hoffentlich nicht übel.</p>
<p>Nun zu den beiden Stücken: sie sind
<p>Nun zu <rs ref="#w0019">den beiden Stücken</rs>: sie<!-- T 1977 (164) fälschlich: Sie --> sind
<lb/>ja technisch kaum von besonderer Schwierig<lb break="no"/>keit.
Aber ihr Vortrag erfordert Glauben und
......@@ -381,7 +388,7 @@
Überzeugung. Deshalb wende ich mich
<lb/>an Sie – das andere bringt ja bald
<lb/>wer auf – und bitte Sie mir freundlichst
<lb/>mitzuteilen, ob ich Ihnen die Noten
<lb/>mitzuteilen, ob ich Ihnen <rs ref="#w0019">die Noten</rs>
<lb/>schicken darf.</p>
<p>Sie sind wohl nicht böse, wegen
<lb/>einer solchen Kleinigkeit belästigt zu
......
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