Commit 8ecf050d authored by claudioariasrodriguez's avatar claudioariasrodriguez
Browse files

No commit message

No commit message
parent 5b28330d
......@@ -293,8 +293,83 @@
<body>
<div type="transcription">
<pb n="1" facs="xxxx.png"/>
<pb n="1" facs="1917-02-20-bh_1.jpg"/>
<note>
<!-- add Nummer 44 -->
<!-- add Datierung -->
</note>
<opener><salute>Mein sehr verehrter Freund,</salute></opener> <!-- allign right? -->
<p>ich danke Ihnen für Ihre
<lb/>freund. ***** u. die ermunternden
<lb/>Worte *** meine kleine Pacht.
</p>
<p>Ich habe dasselbe Ex., das ich
<lb/>dankbar zurückhielt, nun auch
<lb/>dem Generalissimus geschickt,
<lb/>indem ich seinen, (Programm-
<lb/>vorschläge kündenden) Brief,
<lb/>erwiederte. <!-- erwiderte --> Ich habe es nicht
<lb/>fertig gebracht, ihm mein Stück
<lb/>zu nennen, geschweige denn zu
<lb/>"befehlen". Trotz aller herzlicher <!-- Layout!! --> Zuvor-
<lb/>kommeheit in der Schweiz, fühle
<lb/>ich mich hier freundlich gedultet; vor-
<lb/>zuschreiben, u. gar in eigener Sache,
<lb/>fände ich unangemessen. Überdies
<lb/>ist ein solches Vorgehen für den
<lb/>Komponisten keine moralische
<lb/>Errungenschaft.
</p>
<pb n="2" facs="1917-02-20-bh_2.jpg"/>
<!-- Rückseite Tinte scheint durch -->
<pb n="3" facs="1917-02-20-bh_3.jpg"/>
<note>
<!-- add Nummerierung -->
</note>
<p>Ich fände es, nach meinen
<lb/>längeren beobachtungen
<lb/>angebracht, in den Konservatorien
<lb/>(neben den Kompositionsklassen)
<lb/>eine Hilfsklasse für praktische
<lb/>Organisation zu gründen.
</p>
<p>In dem gewandten Herrn
<lb/>Richard Geyer war der Organisator
<lb/>stärker,als der Künstler -(an
<lb/>dieser Überzeugung halte ich fest)-
<lb/>anderenfalls eine solche langweilige
<lb/>Schwere nicht hätte zweien
<lb/>Generationen aufgezwungen
<lb/>werden können.
</p>
<p>Nochmals danke ich Ihnen
<lb/>für die gütige Beschäftigung,
<lb/>u. ich freue mich, Sie - so
<lb/>Gott will - in wenigen Wochen
<lb/>wieder zu begrüßen. Inzwischen
<lb/>leben Sie wohl, froh u thätig -
<closer>
immer Ihr verehrungsvoller
<lb/> und herzlich ergebener
<lb/>F. Busoni
</closer>
</p><!-- Datierung!! -->
<pb n="4" facs="1917-02-20-bh_4.jpg"/>
<!-- Rückseite Tinte scheint durch -->
</div>
</body>
</text>
......
......@@ -293,8 +293,40 @@
<body>
<div type="transcription">
<pb n="1" facs="xxxx.png"/>
<pb n="1" facs="1917-02-28-bh_1"/>
<opener><salute>Mein lieber Meister der Schule,</salute></opener>
<p>um Ihrem Wunsch zu entsprechen,
<lb/>(was gerne geschieht) müsste ich doch
<lb/>das Werk Wolfer's unter Augen haben.
<lb/>Wolle Sie, bitte, veranlaasen, dass ich
<lb/>es zur Ansicht erhalte. Denn lange
<lb/>ist es herm dass ich es schaute.
</p>
<p>In etwa 100 Fragen habe ich
<lb/>die neue Opernpartitur erdacht
<lb/>u. ausgeführt. (Hoffentlich folgt
<lb/>nicht ein **** darauf.)
</p>
<p>Der Generalissimus hat
<lb/>wieder nicht reagiert. Vermutlich
<lb/>stammt er von - Bär'n.
</p>
<closer>
<salute>ich bin u. verbleibe unver-
<lb/>änderlich ihr herzlich treuer</salute>
<lb/><signed>F. Busoni</signed>
<!-- add datum -->
<pb n="2" facs="1917-02-28-bh_2"/>
<!-- Rückeite Tinte scheint durch -->
</closer>
</div>
</body>
</text>
......
......@@ -294,6 +294,10 @@
<div type="transcription">
<pb n="1" facs="xxxx.png"/>
<!-- Notenbeispiel und noch ganz viel anderes -->
<opener><salute>Lieber Freund!</salute></opener>
</div>
</body>
......
......@@ -293,8 +293,26 @@
<body>
<div type="transcription">
<pb n="1" facs="xxxx.png"/>
<pb n="1" facs="1917-03-12-bh_2.jpg"/>
<opener><salute>lieber, Verehrtester.</salute></opener>
<p>Die Aufführung meiner Oper
<lb/>droht an der Kopistenfrage
<lb/>zu scheitern. Ich sende
<lb/>Ihnen diesen Hilferuf,
<lb/>um die Nennung eines
<lb/>zuverlässigen eifrigen
<pb n="2" facs="1917-03-12-bh_1.jpg"/> <!-- Layout!!!! -->
<lb/>Kopisten in Basel!
<lb/>Verzeihen Sie!!
<lb/>Antworten Sie, bitte,
<lb/>schnell. **** <!-- Dank -->
</p>
<closer>Ihr treuer <signed>F Busoni</signed></closer>
</div>
</body>
</text>
......
......@@ -293,8 +293,82 @@
<body>
<div type="transcription">
<pb n="1" facs="xxxx.png"/>
<pb n="1" facs="1917-04-02-bh_1.jpg"/>
<!-- datierung layout -->
<note><date>
Zürich (am See des
<lb/>selben namens romantisch gelegen)
<lb/>am 2. April 1917.
</date></note>
<p>Lieber, Verehrtester, aus Ihrer lieben Karte
<lb/>ist nicht zu entnehmen, ob die Stücke
<lb/>für 2 Kl. meine eigenen sind, umsoweniger
<lb/>als ich nicht wüsste, welches ein zweites
<lb/>waere. Immerhin freue ich mich, Ihre
<lb/>4 Schüler zu hören. Ich war endlich auch
<lb/>unwohl u. 2 Tage bettlägerig,wollte
<lb/>die Messe in Basel besuchen; nun höre
<lb/>ich, dass Sie nicht da sind! In Solo-
<lb/>thurn gefiel mir's 3 Stunden lang
<lb/>sehr gut, dann begann ich, meine
<lb/>taschenuhr zu tourmentieren. Dieser
<lb/>Signor Pisoni, (eine Art Bibbiena),
<lb/>kannte seine Maasse und seinen
<lb/>Styl sehr gut. Die Bibbienas haben
<lb/>3 Generationen u. 200 Jahre lang
<lb/>ihre "******" in Europa gebaut.
<lb/>Gegenüber dem Mannheimer Theater
<lb/>steht auch unvermuthet so eine
<lb/>Jesuiten Kirche, immerhin stolzer
<lb/>als der deutsche Zopfstyl. Und
<lb/>was "beutet" Locarno? Das Klima?
<lb/>Die Vorstellung des Südens, die ***-
<lb/>*** in Ihnen selber liegt.
</p>
<pb n="2" facs="1917-04-02-bh_2.jpg"/>
<!-- Tinte Rückseite -->
<pb n="3" facs="1917-04-02-bh_3.jpg"/>
<p>Es ist merkwürdig, und gegen
<lb/>alle Annahme, dass der Süden auf
<lb/>mich reizvoll, aber melancholisch,
<lb/>sogar düster, wirkt. Am wenigsten
<lb/>in Frankreich, aber drücken in
<lb/>Oberitalien (Modena, Verona!)
<lb/>(Das kommt vielleicht davon, dass
<lb/>ich als Mitbürger empfinde, und
<lb/>und nicht alleinals Zuschauer.)
</p>
<p>Nun geht es, so scheint's - mit
<lb/>meinen Opern einen ebeneren
<lb/>Weg weiter. Eine Summe von Arbeit
<lb/>in 4 Monaten, wovon das Publikum
<lb/>nichts merkt! - ich hoffe nun auf
<lb/>Ende April. - (inzwischen wurde ich
<lb/>gestern schon wieder um 1 jahr älter.)
<lb/>Die Textbücher sind schon gesetzt
<lb/>u. bald gedruckt - ich darf Sie
<lb/>Ihnen dann überreichen? - bis
<lb/>meine Thätigkeit am Theater beginnt,
<lb/>habe ich - seit Jahren einmal -
<lb/>Ferien (die ich übrigens schwer ertrage.)
<lb/>Schon musste ich an mein nächstes
<lb/>Werk denken, auf das ein Textbuch
<lb/>(mein Bestes) bereits seit 2 Jahren
<lb/>fertig wartet. - So reiht sich Glied
<lb/>an Glied, bis die Kette geschlossen wird.
</p>
<closer>Viel Freude zum Ausblick in's
<lb/>gelobte Land! Und auch so ***.
<lb/>verehrungsvolle ergb. <signed>F. B.</signed>
</closer>
</div>
</body>
</text>
......
Markdown is supported
0% or .
You are about to add 0 people to the discussion. Proceed with caution.
Finish editing this message first!
Please register or to comment