Commit 9aa9c989 authored by Christian Schaper's avatar Christian Schaper
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1909-07-26-bs: Typographisches (Zeichen ersetzt); Kommentare

parent 4accb65e
......@@ -85,15 +85,20 @@
<physDesc>
<objectDesc>
<supportDesc>
<!-- <support><material>Art des Papiers, Qualität
usw.</material></support> -->
<!--
<support>
<material>Art des Papiers, Qualität usw.</material>
</support>
-->
<extent>
<measure type="folio">2 Bogen</measure>
<measure type="pages">4 beschriebene Seiten</measure>
<!-- <dimensions unit="cm">
<!--
<dimensions unit="cm">
<height>die Höhe</height>
<width>die Breite</width>
</dimensions> -->
</dimensions>
-->
</extent>
<condition>Der Brief ist gut erhalten.</condition>
......@@ -192,42 +197,42 @@
<body>
<div type="transcription">
<pb n="1" facs="1909-07-26-lc_1.png"/>
<pb n="1" facs="1909-07-26-bs_1.png"/>
<opener>
<salute rend="align(center)">Sehr geehrter Herr Schönberg</salute>
<salute rend="align(center)">Sehr geehrter Herr Schönberg</salute><!-- Doppelpunkt oder Ausrufezeichen? -->
</opener>
<p>Ich empfing Ihre Stücke und den
<lb/>begleitenden Brief. Beide zeigen von
<lb/>begleitenden Brief. Beide zeigen von <!-- emendieren zu "zeugen"? -->
<lb/>einem denkenden u. fühlenden Menschen,
<lb/>als welchen ich Sie übrigens schon zu
<lb/>erkennen geglaubt habe. Ich kenne
<lb/>von Ihnen ein Quartett, Lieder und <!-- Anm.: Welche Werke? -->
<lb/>seinerzeit hatte ich eine Partitur von
<lb/>Pelleas u. Melisande in Händen. Die
<lb/>Instrumentation, von Schenker's Tänzen
<lb/>Pelleas u. Melisande in Händen. Die <!-- Werk ist schon im Index, referenzieren! -->
<lb/>Instrumentation von Schenker’s Tänzen <!-- die Syrischen Tänze auch aufnehmen -->
<lb/>(die ich in Berlin zur Aufführung brachte) <!-- Anm. mit Details zur Aufführung -->
<lb/>bewies den bewunderungswürdigen Orchester-
<lb break="no"/>Virtuosen. Von diesen gegebenen Punkten
<lb/>bewies den bewunderungswürdigen Orchester-<lb break="no"/>Virtuosen.
Von diesen gegebenen Punkten
<lb/>ausgehend, waren mir Ihre Klavierstücke
<lb/>keine Überraschung - d.i.: ich wußte
<lb/>beiläufig was ich zu erwarten hatte.</p>
<lb/>keine Überraschung d.&#8239;i.: ich wußte
<lb/>beiläufig was ich zu erwarten hatte.</p> <!-- wirklich Absatzwechsel? -->
<pb n="2" facs="1909-07-26-lc_2.png"/>
<pb n="2" facs="1909-07-26-bs_2.png"/>
<p>Es war mir demgemäss selbstverständlich
<lb/>dass ich mit einer subjectiven, eigenartigen
<lb/>u. auf das Gefühl gegründeten Kunst zu thun
<lb/>haben würde - und dass es verfeinerte
<lb/>haben würde und dass es verfeinerte
<lb/>künstlerische Gebilde sein würden, <del rend="strikethrough">die ich</del>
<lb/>mit denen Sie mich in Berührung brächten.
<lb/>Das hat sich Alles erfüllt und ich
<lb/>freue mich innig einer solchen Erscheinung</p>
<lb/>Das hat sich Alles erfüllt und ich <!-- indiziert die leichte Einrückung einen Absatzbeginn? -->
<lb/>freue mich innig einer solchen Erscheinung.</p>
<p>Anders steht es mit meinem Eindruck
<lb/>als Klavierspieler, von welchem ich - sei
<lb/>es durch Erziehung, sei es durch fach-
<lb/>männische Einseitigkeit - nicht absehen
<lb/>kann. - Was mir die ersten Bedenken
<lb/>als Klavierspieler, von welchem ich sei
<lb/>es durch Erziehung, sei es durch fach<lb break="no"/>männische
Einseitigkeit nicht absehen
<lb/>kann. Was mir die ersten Bedenken
<lb/>gegen Ihre Musik "<hi rend="underline">als Clavierstück</hi>" einflösst
<lb/>ist die wenige Breite des Satzes <del rend="strikethrough">und</del>
<lb/>im Umfangen der Zeit u. des Raumes</p>
......@@ -235,7 +240,7 @@
<lb/>Instrument u. man kann ihm nicht
<lb/>genug nachhelfen.</p>
<pb n="3" facs="1909-07-26-lc_3.png"/>
<pb n="3" facs="1909-07-26-bs_3.png"/>
<p>Ich habe Ihre Stücke nun den fünften Tag
<lb/>bei mir u. habe mich täglich mit ihnen
......@@ -244,16 +249,16 @@
<lb/>Vorbereitung, die Klänge u. Stimmungen nach
<lb/>Ihrer Erwartung wiederzugeben. Doch ist die
<lb/>Aufgabe, durch allzugroße <hi rend="underline">Concision</hi>, <add place="above">(das ist das Wort)</add> erschwert. <!-- Anm.: Was ist hier mit Concision gemeint? -->
<lb/>Da ich fürchte misverstanden zu werden, so nehme
<lb/>ich mir die Freiheit, Ihnen - zu meiner Vertheidigung -
<lb/>eine kleine Illustration meiner Worte zu geben. Sie schreiben:</p>
<!-- Noten fehlen! -->
<p>um das
<lb/><hi rend="underline">orchestrale</hi> in's
<lb/><hi rend="underline">Pianistische</hi> zu
<lb/>Da ich fürchte misverstanden zu werden, so nehme <!-- noch ein Absatz? -->
<lb/>ich mir die Freiheit, Ihnen zu meiner Vertheidigung <!-- Länge der Gedankenstriche sind generell zu diskutieren -->
<lb/>eine kleine Illustration meiner Worte zu geben. Sie schreiben:
<!-- Noten fehlen! -->
<lb/>um das
<lb/><hi rend="underline">orchestrale</hi> in’s <!-- so ist die Unterstreichung jedenfalls gemeint -->
<lb/><hi rend="underline">Pianistische</hi> zu <!-- diskutieren, ob genauere Markierung der Ausdehnung nötig -->
<lb/>übertragen:
<!-- Noten fehlen! --></p>
<p>Aber vielleicht entspricht das ganz und
<!-- Noten fehlen! -->
<lb/>Aber vielleicht entspricht das ganz und
<lb/>gar nicht Ihren Absichten.</p>
<!-- Stempel einfügen vom Programm nicht anerkannt:
......@@ -261,28 +266,32 @@
<stamp>LIBRARY OF CONGRESS</stamp>
-->
<!--
Als Teil von <note> sollte es gehen.
-->
<pb n="4" facs="1909-07-26-lc_4.png"/>
<pb n="4" facs="1909-07-26-bs_4.png"/>
<p>Ich werde aber die Sachen noch
<lb/>durcharbeiten, bis sie mir ganz in's Blut
<lb/>durcharbeiten, bis sie mir ganz ins Blut
<lb/>gedrungen. Dann denke ich vielleicht anders.</p>
<p>Dieses soll weder ein Urtheil, noch eine
<lb/>Kritik sein - welche beide ich mir (einer
<lb/>solchen Individualität wie der Ihrigen gegen-
<lb break="no"/>-über) nie anmassen würde, sondern <del rend="strikethrough">durch</del> nur
<lb/>Kritik sein welche beide ich mir (einer
<lb/>solchen Individualität wie der Ihrigen gegen<lb break="no"/>-über)
nie anmaassen würde, sondern <del rend="strikethrough">durch</del> nur
<lb/>mein Bericht des empfangenen Eindrucks
<lb/>u. meine Meinung als Clavierspieler.-</p>
<lb/>u. meine Meinung als Clavierspieler.</p>
<p>Seien Sie inzwischen bedankt und
<lb/>freundschaftlich begrüsst. Gerne hätte ich weiter
<lb/>Ihr Vertrauen und sagen Sie, <subst>
<lb/>Ihr Vertrauen und sagen Sie,
<subst>
<del rend="strikethrough">was</del>
<add place="above">wenn</add>
</subst> ich
<lb/>sonst was thun soll.-</p>
<lb/>sonst was thun soll.</p>
<closer>
<salute rend="align(center)">Ihr sehr ergebener</salute>
<signed rend="align(right)"><persName ref="#p0017">Ferruccio Busoni</persName></signed>
<dateline rend="align(left)">26. Juli 1909</dateline>
<dateline rend="align(left)">26. Juli 1909.</dateline>
</closer>
<!-- Stempel einfügen vom Programm nicht anerkannt:
......@@ -290,6 +299,7 @@
<stamp>LIBRARY OF CONGRESS</stamp>
-->
<!-- mit <note> müsste es gehen; Platzierung? -->
</div>
</body>
......
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