Commit b022dbdc authored by busoni-nachlass-student's avatar busoni-nachlass-student
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Anführungszeichen, Anmerkungen

parent 35958412
......@@ -91,7 +91,7 @@
</summary>
<msItem>
<!-- EXPLIZIT GENANNTES DATUM -->
<docDate><date when-iso="0000-00-00"/></docDate>
<docDate><date when-iso="1916-04-14"/></docDate>
<!-- VERFASST AM -->
<docDate resp="#post" sameAs="#post_abs"><date when-iso="0000-00-00"/></docDate>
<!-- POSTSTEMPEL VOM -->
......@@ -185,8 +185,8 @@
</physDesc>
<history>
<!-- INFORMATIONEN ZUR ENTSTEHUNG DES BRIEFES -->
<origin>Der Brief wurde in <!-- ORTSNAME; HÄUFIG GENUTZTE: <origPlace ref="#l0029">Berlin</origPlace> <origPlace ref="#l0132">Zürich</origPlace> -->
am <origDate when-iso="0000-00-00">14. April 1916</origDate> verfasst.</origin>
<origin>Der Brief wurde in <origPlace ref="#l0132">Zürich</origPlace>
am <origDate when-iso="1916-04-14">14. April 1916</origDate> verfasst.</origin>
<acquisition>Geschenk von <persName ref="#p0127">Dr. Edgar Refardt</persName> (<date when-iso="1942">1942</date>)</acquisition>
</history>
<!-- BESTEHENDE EDITIONEN -->
......@@ -299,46 +299,46 @@
<p>ich danke für die nachsichtige
<lb/>Aufnahme meiner Bedenken zum
<lb/>Bellinda-Text. Diese bezogen sich
<lb/>Bellinda-Text.<!-- Link einfügen: die schöne Bellinda --> Diese bezogen sich
<lb/>nicht auf den Stoff, sondern auf
<lb/>die Worte <choice><abbr>u.</abbr><expan>und</expan></choice> dichterische Gestaltung.
<lb/>Ich habe ja immer behauptet
<lb/>(<choice><abbr>u.</abbr><expan>und</expan></choice> wiederhole) dass die Voraussetzungen
<lb/>des Dramas andere sind, als die der
<lb/>Oper, <choice><abbr>u.</abbr><expan>und</expan></choice> dass der gemeinsame Begriff
<lb/> Theater
<lb/>Oper, <choice><abbr>u.</abbr><expan>und</expan></choice> <add rend="above">dass</add> der gemeinsame Begriff
<lb/><soCalled rend="sq-guil">Theater</soCalled>
<lb/>diese beiden vereint, <choice><abbr>u.</abbr><expan>und</expan></choice> also verwechselt.
<lb/>Darum steht mir die Zauberflöte
<lb/>Darum steht mir die Zauberflöte <!-- Link einfügen: Zauberflöte -->
<lb/>als Musterbeispiel da; darum
<lb/>hatte ich in Rom einen über
<lb break="no"/>zeugenden (zum <choice><abbr>Theil</abbr><expan>Teil</expan></choice> ergreifenden)
<lb break="no"/>zeugenden (zum <choice><orig>Theil</orig><expan>Teil</expan></choice> ergreifenden)
<lb/>Eindruck von einem _ _ Marionetten=
<lb break="no"/>Theater, worauf eine kostbare
<lb/>kl.kom.Oper des <choice><abbr>20-jähr.</abbr><expan>20-jährigen</expan></choice> Rossini
<lb/>kl.kom.Oper <!-- klassisch komponierte Oper? --> des <choice><abbr>20-jähr.</abbr><expan>20-jährigen</expan></choice> Rossini
<lb/>dargestellt und gesungen wurde!
<lb/>(“L’occasione fa il ladro”.)
<lb/>(<soCalled rend="dq-du">L’occasione fa il ladro</soCalled>.) <!-- Link einfügen: l'occasione fa il ladro -->
<pb n="2" facs="xxxx.png"/>
Zu meinem geplanten Musikdrama(?)
Zu meinem geplanten Musikdrama(?) <!-- Link einfügen: Doktor Faust -->
<lb/>habe ich, der Dichtung, eine Einleitung
<lb/>in “Oktaven” (um den Klavierspieler
<lb/>in <soCalled rend="dq-uu-straight">Okatven</soCalled> (um den Klavierspieler
<lb/>nicht ganz zu verleugnen) verfasst,
<lb/>darinnen folgende Zeilen figurieren: </p>
<p>Die Bühne zeigt vom Leben die Geberde
<p>Die Bühne zeigt vom Leben die <choice><orig>Geberde</orig><reg>Gebärde</reg></choice>
<lb/>Un-Echtheit steht auf ihrer Stirn gezeigt,
<lb/>auf dass sie nicht zum Spiegel-Zerrbild werde
<lb/>als Zauberspiegel wirk' sie schön <choice><abbr>u.</abbr><expan>und</expan></choice> echt.
<lb/>Gebt zu, dass sie das Wahre nur <choice><abbr>entwerthe</abbr><expan>entwerte</expan></choice>
<lb/>als <soCalled rend="dq-du">Zauberspiegel</soCalled> wirk' sie schön <choice><abbr>u.</abbr><expan>und</expan></choice> echt.
<lb/>Gebt zu, dass sie das Wahre nur <choice><orig>entwerthe</orig><reg>entwerte</reg></choice>
<lb/>Dem Unglaubhaften wird sie ihr gerecht
<lb/>Und wenn ihr sie als Wirklichkeit belachtet,
<lb/>zwingt sie zum Gruß, als reines Spiel betrachtet.</p>
<p>M In dieser Form allein ruft sie nach Tönen,
<p><del rend="strikethrough">M</del> In dieser Form allein ruft sie nach Tönen,
<lb/>Musik steht dem Gemeinen abgewandt,
<lb/>ihr Körper ist die Luft, ihr Klingen Sehnen,
<lb/>sie schwebt: das Wunder ist ihr Heimathland
<lb/>sie schwebt: das Wunder ist ihr <choice><orig>Heimathland</orig><reg>Heimatland</reg></choice>
<lb/>D’rum hielt ich Umschau unter allen Jenen,
<lb/>die mit dem Wunder wirkten Hand in Hand:
<lb/>ob gut, ob böse; ob verdammt, ob selig,
......@@ -350,23 +350,25 @@
Ich freue mich zu hören,
<lb/>dass ich Lügen gestraft worden
<lb/>durch Wirkung <choice><abbr>u.</abbr><expan>und</expan></choice> Erfolg ihres
<lb/>Werkes, freue mich darüber
<lb/>Werkes, <!-- Bellinda? --> freue mich darüber
<lb/>allerherzlichst. </p>
<p>Die “indianische” besitze
<p>Die “indianische” <!-- indianische Fantasie --> besitze
<lb/>ich nur in einem <choice><abbr>StudienEx.</abbr><expan>Studienexemplar</expan></choice>,
<lb/>dessen ich vorläufig für die
<lb/>Basler Aufführung <choice><abbr>benöthige</abbr><expan>benötige</expan></choice>.
<lb/>Basler Aufführung <!-- Wann? --> <choice><orig>benöthige</orig><reg>benötige</reg></choice>.
<lb/>Dann sollen sie es haben,
<lb/>da Sie ein so sehr freundliches
<lb/>Interesse danach bekunden.</p>
<p><lb/>Zum neuen Werke,
<lb/>dem Gletscher_Aufstieg,
<lb/>dem Gletscher_Aufstieg, <!-- Link einfügen -->
<lb/>wünsch ich alles Erhabende.</p>
<closer><salute>Seien Sie verehrungsvoll
<lb/>gegrüsst
<lb/>von Ihrem herzlichergebenen</salute>
<lb/><signed>F.Busoni</signed>
<lb/><dateline>Zürich , am 14. April 1916.</dateline></closer>
<lb/>
<dateline>
<placeName ref="#l0132">Zürich</placeName>,<date when-iso="1916-04-14"> am 14. April 1916</date>.</dateline></closer>
......
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