Commit b6f52053 authored by AHoffmann1's avatar AHoffmann1
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<note resp="#anton.hoffmann">whrschl. kurz für dageschrieben, nicht zweifelsfrei feststellbar</note>
<p>Glück dem genialen &amp; tapferen Neuerer
<lb/>der uns lehrt, in anderen Zungen zu reden,
<lb/>der uns lehrt, in anderen Zungen zu reden <!--wieso ist Busoni dieser Neuerer?-->
<lb/>wie <choice><orig>seiner Zeit</orig><reg>seinerzeit</reg></choice> <persName ref="#p0168">Byron</persName> in seinem <title ref="#w0177">Don Juan</title> <!--evtl in works weitere Angaben ergänzen-->
<lb/>oder <persName ref="#p0169">Heine</persName> in <title ref="#w0178">Atta Troll</title>. Mit welcher
<lb/>Freude &amp; mit welchem Interesse möchte ich
<lb/>heute &#8211; dienstags<del rend="strikethrough">s</del>&#8211; jenseits der granitenen
<lb/>Mauer <!--vllt ist die chavanette gemeint?-->sein! Hoffentlich überzeugen Sie
<lb/>heute &#8211; dienstags<del rend="strikethrough">s</del>
<note resp="#anton.hoffmann">Der 05.11.1917 war eigentlich ein Montag. Eventuell hat er dies in der Erwartung geschrieben,
das der Brief Busoni erst am nächsten Tag erreichen würde</note>
&#8211; jenseits der granitenen
<lb/>Mauer
<note resp="#anton.hoffmann">Mit der granitenen Mauer sind höchstwahrscheinlich die Alpen gemeint. <!--evtl Buch ergänzen--></note>
sein! Hoffentlich überzeugen Sie
<lb/>die Menschen über die Ziele Ihres
<lb/>Wirkens! Das wünsche Ich Ihnen nebst</p>
......
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<lb/>nicht nur ihre anregende
<lb/>Korrespondenz, sondern fühlte
<lb/>mich gedrückt um den Grund
<lb/>ihres Ausbleibens. Der Schlusssatz
<lb/>ihres Ausbleibens.
<note resp="#anton.hoffmann">Das längere Ausbleiben der Korrespondenz kann auf Hubers Diabeteserkrankung zurückgeführt
werden, die im Sommer 1917 ausbrach und wegen derer er sich auf eine Kur begab.</note>
Der Schlusssatz
<lb/>auf Ihre lieben (mich sehr
<lb/>ermu<choice><reg>t</reg><orig>th</orig></choice>igenden) Worte, war mir
<lb/>demnach ein Geschenk, das
<lb/>diesen Tag glücklicher gestaltet<unclear cert="high" reason="illegible">e</unclear>.</p>
<p>Von dem <hi rend="dq-qu">langsam wieder auf
<lb break="no"/>at<choice><orig>h</orig><reg></reg></choice>menden Freunde</hi> werden wir
<lb/>in den nächsten Tagen <title ref="#w0156">Belinda</title>
<lb/>in den nächsten Tagen <title ref="#w0156">Be<choice><orig></orig><reg>l</reg></choice>linda</title>
<lb/>zu genießen <!--ß siehe Editionsrichtlinien--> haben. Heute
<lb/>will ich Sie im Geiste bei mir wissen!
</p>
<note resp="#anton.hoffmann">Hier ist die Oper: Die schöne Bellinda, von Hans Huber gemeint</note>
<pb n="2" facs="1917-11-06-bh_3.jpg"/>
<note type="foliation" resp="#archive" place="top-right">(2)</note>
......@@ -329,6 +336,10 @@
<lb/><title ref="#w0165" rend="dq-qu">Klavierübung</title> (mit der freundlich
<lb/>gestalteten Dedikation) ist bereits
<lb/>im Druck. &#8211; Gott segne Sie.</p>
<note resp="#anton-hoffmann">Mit dem <hi rend="dq-qu">neuen Werke</hi> ist die im weiteren Verlauf erwähnte Klavierübung gemeint.
Diese erschein passend dazu auch im Laufe des nächsten Jahres (1918). </note>
<closer><hi rend="intend">Ihr verehrungsvoll ergebener</hi>
<dateline>
<date when-iso="1917-11-06" rend="align(left)">6. Nov. 1917.</date>
......
......@@ -323,7 +323,6 @@
<opener>
<salute><foreign xml:id="it">Carissimo Maestro!</foreign></salute>
<note resp="#anton.hoffmann">Italienisch: in etwa: Lieber Meister</note>
......@@ -339,6 +338,10 @@
&amp; finde im&#773;er noch
<lb/>nichts! Wenn nur diese Leute bei aller
<lb/>Armut<choice><orig>h</orig><reg></reg></choice> schlie<choice><orig>ss</orig><reg>ß</reg></choice>lich nicht so eitel wären!</p>
<note resp="#anton.hoffmann">Huber wohnte einer, von Busoni geleiteter, Aufführung von <hi rend="dq-qu">Arlecchino</hi> und <hi rend="dq-qu">Tulandot</hi> bei,
die negative Kritiken bekam, was Huber sehr erzürnte.</note>
<p>Dazu jeder ein Egoist &amp; die Eitelkeit ist mindestens
<lb/>eine Cousine des Egos; nur &amp; vielleicht noch
<lb/>näher verwandt! &#8211; Dan&#773; gibt es wenig
......@@ -362,7 +365,12 @@
<lb/>so <gap rend="strikethrough" unit="word" atLeast="4"/> heißt dieser Mann <persName ref="#p0017">Busoni</persName>,
<lb/>verehrter Freund!</p>
<p>Sie sehen, Kampfeslust zieht wieder durch
<lb/>meine Adern &#8211; ergo &#8211; muss es mir besser
<lb/>meine Adern
<note resp="#anton.hoffmann">Huber bezieht sich hier auf seine schwere Diabeteserkrankung, von der er sich nur langsam erholte
und die ihn sein restliches Leben begleiten sollte</note>
&#8211; ergo &#8211; muss es mir besser
<lb/>gehen. Aber die Briefschreiberei fließt im&#731;er
<lb/>noch aus einem trüben Wä<choice><orig>ß</orig><reg>ss</reg></choice>erlein, <hi rend="underline">das Beherrschen</hi>
<lb/>des Gegenstandes geht mir ab, obwohl
......
......@@ -269,13 +269,13 @@
<opener><salute>Lieber, Verehrter.</salute></opener>
<p>Ihre <title ref="#w0156">Be<choice><orig>ll</orig><reg>l</reg></choice>inda</title> wurde gestern
<lb/>mit Liebe <choice><abbr>u.</abbr><reg>und</reg></choice> gutem Können dar
<lb break="no"/>geboten, mit Wärme aufgenommen. <!--kommentieren um welche Aufführung es hier geht--></p>
<lb break="no"/>geboten, mit Wärme aufgenommen. <!--es war mir nicht möglich festzustellen um welche Aufführung es sich hier konkret handelt--></p>
<p>Die Verwandlungsbilder,(na
<lb break="no"/>mentlich das zur Winterland
<lb break="no"/>schaft<choice><orig>,)</orig><reg>),</reg></choice> wirkten ganz märchenhaft,
<lb/>waren geschickt <choice><abbr>u.</abbr><reg>und</reg></choice> fantasievoll
<lb/>inszeniert. Besonders gut war
<lb/>der Narr von Herrn Jerger <!--wer ist das?--></p>
<lb/>der Narr von Herrn Jerger</p>
<p>Den größten Beifall <del rend="strikethrough">er</del>weckte
<lb/>der <choice><orig>Tanz Schluss</orig><reg>Tanzschluss</reg></choice> in der <title ref="#w">Rosengrotte</title><!--Werknummer ergänzen, oder Kommentar evtl. in Literatur nachschlagen-->
<lb/>Ein symphatisches, anregendes
......@@ -302,10 +302,11 @@
<lb/>
<foreign xml:lang="fr">
S<subst><del rend="overwritten">j</del><add place="across">u</add></subst>jet
<note resp="#anton.hoffmann">Frz., hier: Motiv, Thema einer künstlerischen Gestaltung</note>
</foreign>! &#8212; aber wohl der Diktion,
</foreign>!
<note resp="#anton.hoffmann">Frz., hier: Motiv, Thema einer künstlerischen Gestaltung</note>
&#8212; aber wohl der Diktion,
<lb/>die nicht charakteristisch
<lb/>eindringlich ist u. häufig <choice><orig>an
<lb/>Stelle</orig><reg>an<lb break="no"/>stelle</reg></choice>des "Schlagwortes" &#8211;
......
......@@ -293,12 +293,20 @@
nur
<lb/>einen kurzen Dank für die
<lb/>beiden inhaltsreichen Brief
<lb break="no"/>seiten! Bald mehr ! Das
<lb break="no"/>seiten!
<note resp="#anton.hoffmann">Huber bezieht sich hier auf den vorangegangenen Brief Busonis vom 12.11.1917 </note>
Bald mehr ! Das
<lb/>Ganze in Basel &amp; Zürich hat
<lb/>mich mehr angegriffen als
<lb/>ich erwarten kon&#731;te. Meine
<lb/>schwache Seite bleibt in diesem
<lb/>Kampfe doch das Nervensystem!</p>
<note resp="#anton.hoffmann">Huber begab sich nach einer erfolglosen Kur für eine kurze Zeit u.a. nach Basel,
wo er noch stark gesundheitlich beeinträchtigt war.</note>
<p rend="indent-first">Sobald ich wieder freiere
<lb/>Momente habe, werde ich Ihnen
<lb/>nach alter Weise antworten.</p>
......
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