Commit fd8b28f4 authored by Christian Schaper's avatar Christian Schaper

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parent 0cc35134
......@@ -64,8 +64,7 @@
<measure type="folio">1 Bogen</measure>
<measure type="pages">3 beschriebene Seiten</measure>
</extent>
<foliation resp="#archive">Foliierung durch das Archiv, mit
Bleistift unten rechts auf den Vorderseiten.</foliation>
<foliation resp="#archive">Foliierung durch das Archiv, mit Bleistift unten rechts auf den Vorderseiten.</foliation>
<condition>Der Brief ist gut erhalten.</condition>
</supportDesc>
</objectDesc>
......@@ -159,7 +158,8 @@
<p rend="indent-first"><seg type="opener" subtype="salute">
<choice><unclear cert="low">Hochverehrter</unclear>
<unclear cert="high">Hoch verehrter</unclear></choice>
<note resp="#E0300314" type="commentary" subtype="ed_diff_minor"><bibl><ref target="#E0800003"/> (316)</bibl>: <q>Hochverehrter</q>.</note> Herr Professor,</seg> aus Ihrem Briefe <lb/>an <persName key="E0300024">Herrn Dr. Schenker</persName>,
<note resp="#E0300314" type="commentary" subtype="ed_diff_minor"><bibl><ref target="#E0800003"/> (316)</bibl>: <q>Hochverehrter</q>.</note> Herr Professor,</seg> aus Ihrem Briefe
<lb/>an <persName key="E0300024">Herrn Dr. Schenker</persName>,
<note type="commentary" resp="#E0300314"><ref type="E010003" target="#D0100079">Brief vom 25. August 1903</ref> oder <ref type="E010003" target="#D0100082">Brief vom 3. September 1903</ref>.</note>
......@@ -201,8 +201,8 @@
<lb/>damals angehen wollte.
</p>
<p rend="indent-first">Folgendes: Ich habe eine symphonische <lb/>
Dichtung<orig>:</orig>
<p rend="indent-first">Folgendes: Ich habe eine symphonische
<lb/> Dichtung<orig>:</orig>
<note resp="#E0300314" type="commentary" subtype="ed_diff_minor">Bei <bibl><ref target="#E0800003"/> (316)</bibl> fehlt der Doppelpunkt.</note>
......@@ -227,9 +227,7 @@
<pb n="2"/>
Sie zu fragen, ob Sie sie nicht einmal<del rend="strikethrough">
<gap extent="1" unit="char" reason="strikethrough"/>
</del>
Sie zu fragen, ob Sie sie nicht einmal<del rend="strikethrough"><gap extent="1" unit="char" reason="strikethrough"/></del>
<lb/>ansehen
<note resp="#E0300314" type="commentary" subtype="ed_diff_major"><bibl><ref target="#E0800003"/> (316)</bibl> fälschlich: <q>ansagen oder ansetzen</q> [sic!].</note>
......@@ -251,18 +249,21 @@
<lb/>nach einem Tage <subst>
<del rend="overwritten">,</del>
<add place="across">o</add>
</subst>hne ein Wort der Antwort <lb/>zurückgeschickt.
</subst>hne ein Wort der Antwort
<lb/>zurückgeschickt.
<note resp="#E0300314" type="commentary" subtype="ed_diff_minor"><bibl><ref target="#E0800003"/> (316)</bibl> im Anschluss fälschlich mit neuem Absatz.</note>
Und <persName key="E0300026">Weingartner</persName> hat mir <lb/>nicht einmal Gelegenheit gegeben, <subst>
Und <persName key="E0300026">Weingartner</persName> hat mir
<lb/>nicht einmal Gelegenheit gegeben, <subst>
<del rend="overwritten">sie</del>
<add place="across">es</add>
</subst>
<note resp="#E0300314" type="commentary" subtype="ed_diff_minor"><bibl><ref target="#E0800003"/> (317)</bibl> interpretiert das überschriebene <q>sie</q> als die Hauptlesart.</note>
ihm <lb/>zu zeigen.
ihm
<lb/>zu zeigen.
<note resp="#E0300314" type="commentary" subtype="ed_diff_minor"><bibl><ref target="#E0800003"/> (317)</bibl> im Anschluss fälschlich mit neuem Absatz.</note>
......@@ -293,7 +294,8 @@
<note resp="#E0300314" type="commentary" subtype="ed_diff_minor"><bibl><ref target="#E0800003"/> (317)</bibl> fälschlich: <q>anzusetzen</q> (danach fälschlich Absatzwechsel).</note>
Dann <lb/>noch <choice><orig>E</orig><reg>e</reg></choice>ines: ein sehr großes Orchester!
Dann
<lb/>noch <choice><orig>E</orig><reg>e</reg></choice>ines: ein sehr großes Orchester!
<lb/>(<choice><abbr><choice><orig>kl Fl., 3 gr Fl., <note resp="#E0300314" type="commentary" subtype="ed_diff_minor"><bibl><ref target="#E0800003"/> (317)</bibl> fälschlich: <q>kl. Fl. 3 gr. Fl,</q>.</note></orig><reg>kl. Fl., 3 gr. Fl.,</reg></choice></abbr><expan>kleine Flöte, 3 große Flöten,</expan></choice> 3 <choice><abbr>Ob., 1 Engl <note resp="#E0300314" type="commentary" subtype="ed_diff_minor"><bibl><ref target="#E0800003"/> (317)</bibl> fälschlich: <q>Engl.</q>.</note> H., Es<pc>=</pc>Cl, 3 Clar, Baß<pc>=</pc>Clar,<note resp="#E0300314" type="commentary" subtype="ed_diff_minor"><bibl><ref target="#E0800003"/> (317)</bibl> fälschlich: <q>BassClar,</q>.</note>
</abbr><expan>Oboen, 1 Englischhorn, Es-<choice><orig>Clarinette</orig><reg>Klarinettte</reg></choice>, 3 <choice><orig>C</orig><reg>K</reg></choice>larinetten, </expan></choice>
<lb/>3 Fagotte,
......@@ -308,7 +310,9 @@
<lb/>über diese Punkte hinweg, bis zur Frage<reg>, </reg>
<note type="stamp" place="bottom-right" resp="#dsb_st_red">
<stamp rend="round border align(center) small"> Deutsche <lb/>Staatsbibliothek <lb/>
<stamp rend="round border align(center) small"> Deutsche
<lb/>Staatsbibliothek
<lb/>
<placeName key="E0500029">
<hi rend="spaced-out">Berlin</hi>
</placeName>
......@@ -352,7 +356,6 @@
<note resp="#E0300314" type="commentary" subtype="ed_diff_minor"><bibl><ref target="#E0800003"/> (317)</bibl> fälschlich: <q>blos</q>.</note>
vom Werke zu reden<reg>,</reg> und so tritt
<lb/>meine sonst
<note resp="#E0300314" type="commentary" subtype="ed_diff_major"><bibl><ref target="#E0800003"/> (317)</bibl> fälschlich: <q>fast</q>.</note>
......
......@@ -192,7 +192,7 @@
<p>Wenn Sie auf vierstimmige gehaltene
<lb/>A<choice><orig>cc</orig><reg>kk</reg></choice>orde – in ungünstiger Lage – das Zeichen
<lb/> &lt; &gt;
<lb/>&lt; &gt;
<note type="commentary" resp="#E0300317"><title key="E0400019">Drei Klavierstücke op. 11</title>, <rs key="E0400113">Nr. 2</rs>, Takt 11 f.:
<notatedMusic place="inline">
......
......@@ -95,31 +95,35 @@
</subst>
</note>
<p><hi rend="underline">VEREIN FÜR MUSIKALISCHE PRIVATAUFFÜHRUNGEN IN WIEN<note type="commentary" resp="#E0300313">Verfasser des sogenannten Vereinsprospekts war Alban Berg</note></hi></p>
<p><hi rend="underline">VEREIN FÜR MUSIKALISCHE PRIVATAUFFÜHRUNGEN IN WIEN</hi>
<p>Der im November 1918 gegründete Verein hat den <lb/>
<note type="commentary" resp="#E0300313">Verfasser des sogenannten Vereinsprospekts war Alban Berg.</note>
</p>
<p>Der im November 1918 gegründete Verein hat den
<lb/>
<hi rend="bold">Zweck,</hi>
<hi rend="spaced-out"><persName key="E0300023">Arnold Schönberg</persName></hi> die Möglichkeit zu geben, <lb/><choice><orig>daß</orig><reg>dass</reg></choice> er
seine Absicht: Künstlern und Kunstfreunden eine <lb/>wirkliche und genaue
Kenntnis moderner Musik zu ver<lb break="no"/> schaffen, persönlich
durchführe.</p>
<p>An dem Verhältnis des Publikums zur modernen Musik <lb/>ist in hervorragendem
Maße der Umstand mitbestimmend <lb/><choice><orig>daß</orig><reg>dass</reg></choice> es als Eindruck davon vor allem anderen
den von <lb/><hi rend="spaced-out">Unklarheit</hi> empfangen <choice><orig>muß</orig><reg>muss</reg></choice>. Unklar sind ihm
Zweck, <lb/>Richtung, Absicht, Ausdrucksgebiet und Ausdrucksweise, <lb/>Wert,
Wesen und Ziel der Werke, unklar ist meist die <lb/>Wiedergabe, unklar
insbesonders des Publikums <choice><orig>Bewußtsein</orig><reg>Bewusstsein</reg></choice> <lb/>von seinen eigenen Bedürfnissen und
Wünschen, und so <lb/>werden also die Werke geschätzt, geachtet, gepriesen und
<hi rend="spaced-out"><persName key="E0300023">Arnold Schönberg</persName></hi> die Möglichkeit zu geben, <lb/><choice><orig>daß</orig><reg>dass</reg></choice> er seine Absicht: Künstlern und Kunstfreunden eine
<lb/>wirkliche und genaue Kenntnis moderner Musik zu ver
<lb break="no"/>schaffen, persönlich durchführe.</p>
<p>An dem Verhältnis des Publikums zur modernen Musik
<lb/>ist in hervorragendem Maße der Umstand mitbestimmend
<lb/><choice><orig>daß</orig><reg>dass</reg></choice> es als Eindruck davon vor allem anderen den von
<lb/><hi rend="spaced-out">Unklarheit</hi> empfangen <choice><orig>muß</orig><reg>muss</reg></choice>. Unklar sind ihm Zweck, <lb/>Richtung, Absicht, Ausdrucksgebiet und Ausdrucksweise, <lb/>Wert, Wesen und Ziel der Werke, unklar ist meist die
<lb/>Wiedergabe, unklar insbesonders des Publikums <choice><orig>Bewußtsein</orig><reg>Bewusstsein</reg></choice> <lb/>von seinen eigenen Bedürfnissen und Wünschen, und so
<lb/>werden also die Werke geschätzt, geachtet, gepriesen und
<lb/>bejubelt oder <choice><orig>mißachtet</orig><reg>missachtet</reg></choice>, getadelt und abgelehnt – <hi rend="spaced-out">bloß
<lb/>wegen einer einzigen Wirkung, die von al1en <lb/>gleichmäßig ausgeht:
wegen der Unklarheit.</hi></p>
<lb/>wegen einer einzigen Wirkung, die von al1en
<lb/>gleichmäßig ausgeht: wegen der Unklarheit.</hi></p>
<p>Das kann auf die Dauer keinen Berücksichtigungswerten <lb/>befriedigen: keinen
ernsthaften Autor, keinen bessern <lb/>Menschen aus dem Publikum. Und hier
endlich einmal <lb/>Klarheit zu schaffen, und damit berechtigten Wünschen und
<lb/>Bedürfnissen Rechnung zu tragen, war einer der Anlässe, die <lb/><hi rend="spaced-out"><persName key="E0300023">Arno1d
Schönberg</persName></hi> zur Gründung des Vereines bewogen <lb/>haben.</p>
<p>Das kann auf die Dauer keinen Berücksichtigungswerten
<lb/>befriedigen: keinen ernsthaften Autor, keinen bessern
<lb/>Menschen aus dem Publikum. Und hier endlich einmal
<lb/>Klarheit zu schaffen, und damit berechtigten Wünschen und
<lb/>Bedürfnissen Rechnung zu tragen, war einer der Anlässe, die
<lb/><hi rend="spaced-out"><persName key="E0300023">Arno1d Schönberg</persName></hi> zur Gründung des Vereines bewogen
<lb/>haben.</p>
<p>Zur Erreichung dieses Ziels sind drei Dinge erforderlich:</p>
......@@ -127,135 +131,149 @@
<p>2. Oftmalige Wiederholungen;</p>
<p>3. Die Aufführungen müssen dem korrumpierenden <lb/><choice><orig>Einfluß</orig><reg>Einfluss</reg></choice> der Öffentlichkeit
entzogen werden, das heißt, <hi rend="spaced-out">sie <lb/>dürfen nicht auf
Wettbewerb gerichtet und <lb/>müssen unabhängig sein von Beifall und
<p>3. Die Aufführungen müssen dem korrumpierenden
<lb/><choice><orig>Einfluß</orig><reg>Einfluss</reg></choice> der Öffentlichkeit entzogen werden, das heißt, <hi rend="spaced-out">sie
<lb/>dürfen nicht auf Wettbewerb gerichtet und
<lb/>müssen unabhängig sein von Beifall und
<lb/><choice><orig>Mißfallen</orig><reg>Missfallen</reg></choice></hi></p>
<pb n="6"/>
<p>Damit ist auch der wesentliche Unterschied angezeigt, <lb/>der sich bei Vergleich
der Aufgaben des Vereines und der <lb/>des heute üblichen Konzertlebens, von
dem er sich grund<lb break="no"/> sätzlich fernhält, ergibt. Denn: <choice><orig>muß</orig><reg>muss</reg></choice> <hi rend="spaced-out">hier</hi></p>
<p>1. bei <hi rend="bold">Einstudierung eines Werkes </hi> im<choice><orig>allgemeinen</orig><reg>Allgemeinen</reg></choice> <lb/>mit
einer von vornherein festgesetzten und immer zu gering <lb/>bemessenen
Probenzahl schlecht und recht das Auslangen <lb/>gefunden werden – und
bezeichnenderweise wird es, freilich <lb/>mehr schlecht als recht, gefunden –,
so ist für die Zahl <lb/>der Proben der <hi rend="spaced-out">im Verein</hi>
aufzuführenden Werke immer <lb/>nur die Erzielung der größtmöglichen
Deutlichkeit, die Er<lb break="no"/> füllung aller aus dem Werke zu entnehmenden
Intentionen <lb/>des Autors maßgebend. Und ergäbe das einen im heutigen
<lb/>Musikbetrieb nicht wiederzufindenden Aufwand von Proben <lb/>(wie dies – um
nur <hi rend="spaced-out">ein</hi> Beispiel herauszugreifen – etwa <lb/>beim
Studium einer Symphonie von <persName key="E0300047">Mahler</persName> der Fall war, die <lb/>nach zwölf meist
vierstündigen Proben zur Erstaufführung, <lb/>nach weiteren zwei Proben zur
Wiederholung gelangt ist,): <lb/>bevor nicht wenigstens jene Grundbedingungen
einer guten <lb/>Reproduktion gegeben sind, kann und darf im Verein ein
<p>Damit ist auch der wesentliche Unterschied angezeigt, <lb/>der sich bei Vergleich der Aufgaben des Vereines und der
<lb/>des heute üblichen Konzertlebens, von dem er sich grund
<lb break="no"/>sätzlich fernhält, ergibt. Denn: <choice><orig>muß</orig><reg>muss</reg></choice> <hi rend="spaced-out">hier</hi></p>
<p>1. bei <hi rend="bold">Einstudierung eines Werkes </hi> im<choice><orig>allgemeinen</orig><reg>Allgemeinen</reg></choice> <lb/>mit einer von vornherein festgesetzten und immer zu gering
<lb/>bemessenen Probenzahl schlecht und recht das Auslangen
<lb/>gefunden werden – und bezeichnenderweise wird es, freilich
<lb/>mehr schlecht als recht, gefunden –, so ist für die Zahl
<lb/>der Proben der <hi rend="spaced-out">im Verein</hi> aufzuführenden Werke immer
<lb/>nur die Erzielung der größtmöglichen Deutlichkeit, die Er
<lb break="no"/>füllung aller aus dem Werke zu entnehmenden Intentionen
<lb/>des Autors maßgebend. Und ergäbe das einen im heutigen
<lb/>Musikbetrieb nicht wiederzufindenden Aufwand von Proben
<lb/>(wie dies – um nur <hi rend="spaced-out">ein</hi> Beispiel herauszugreifen – etwa
<lb/>beim Studium einer Symphonie von <persName key="E0300047">Mahler</persName> der Fall war, die
<lb/>nach zwölf meist vierstündigen Proben zur Erstaufführung, <lb/>nach weiteren zwei Proben zur Wiederholung gelangt ist,): <lb/>bevor nicht wenigstens jene Grundbedingungen einer guten
<lb/>Reproduktion gegeben sind, kann und darf im Verein ein
<lb/>Werk nicht aufgeführt werden.</p>
<p>Wird – um ein solches Studium zu ermöglichen – <lb/>schon bei der <hi rend="bold">Wahl der
Ausführenden</hi> vorerst auf jüngere <lb/>Künstler, also weniger bekannte und solche
bekannte, die sich <lb/>dem Verein <hi rend="spaced-out">aus Interesse an der
Sache</hi> zur Ver<lb break="no"/> fügung stellen, gegriffen, auf solche,
deren Ruf man teuer <lb/>bezahlen <choice><orig>muß</orig><reg>muss</reg></choice>, nur soweit als das Werk es erfordert und
<lb/><choice><orig>zuläßt</orig><reg>zulässt</reg></choice>, so wird wiederum durch eine derartig strenge <lb/>Auswahl jenes <hi rend="spaced-out">Virtuosentum ausgeschaltet</hi>, dem das auf<lb break="no"/>
zuführende Werk nicht Selbstzweck, sondern lediglich Mittel <lb/>zu einem Zweck
ist, der keinesfalls der des Vereins sein <lb/>kann, nämlich: Entfaltung von
Virtuosität und Eigenart, die <lb/>fernab von der Sache liegt, Erzielung eines
rein persön<lb break="no"/> lichen Erfolges. Durch den schon erwähnten <hi rend="spaced-out"><choice><orig>Ausschluß</orig><reg>Ausschluss</reg></choice> <lb/>aller Beifalls-, <choice><orig>Miß</orig><reg>Miss</reg></choice>falls- und Dankesbezei<lb break="no"/> gungen</hi> wird Derartiges an sich unmöglich. Der
einzige</p>
<p>Wird – um ein solches Studium zu ermöglichen – <lb/>schon bei der <hi rend="bold">Wahl der Ausführenden</hi> vorerst auf jüngere
<lb/>Künstler, also weniger bekannte und solche bekannte, die sich
<lb/>dem Verein <hi rend="spaced-out">aus Interesse an der Sache</hi> zur Ver
<lb break="no"/>fügung stellen, gegriffen, auf solche, deren Ruf man teuer
<lb/>bezahlen <choice><orig>muß</orig><reg>muss</reg></choice>, nur soweit als das Werk es erfordert und
<lb/><choice><orig>zuläßt</orig><reg>zulässt</reg></choice>, so wird wiederum durch eine derartig strenge
<lb/>Auswahl jenes <hi rend="spaced-out">Virtuosentum ausgeschaltet</hi>, dem das auf
<lb break="no"/>zuführende Werk nicht Selbstzweck, sondern lediglich Mittel
<lb/>zu einem Zweck ist, der keinesfalls der des Vereins sein
<lb/>kann, nämlich: Entfaltung von Virtuosität und Eigenart, die
<lb/>fernab von der Sache liegt, Erzielung eines rein persön
<lb break="no"/>lichen Erfolges. Durch den schon erwähnten <hi rend="spaced-out"><choice><orig>Ausschluß</orig><reg>Ausschluss</reg></choice> <lb/>aller Beifalls-, <choice><orig>Miß</orig><reg>Miss</reg></choice>falls- und Dankesbezei
<lb break="no"/>gungen</hi> wird Derartiges an sich unmöglich. Der einzige</p>
<pb n="7"/>
<p>Erfolg, den ein Künstler hier haben soll, ist der, der ihm <lb/>der wichtigste
sein müßte: das Werk und damit den Autor <lb/>verständHch gemacht zu haben.</p>
<p>Erfolg, den ein Künstler hier haben soll, ist der, der ihm
<lb/>der wichtigste sein müßte: das Werk und damit den Autor
<lb/>verständHch gemacht zu haben.</p>
<p>Bietet nun eine so gründlich vorbereitete Aufführung <lb/>schon große Gewähr
dafür, <choice><orig>daß</orig><reg>dass</reg></choice> dem Werke zum richtigen <lb/>Verständnis verholfen werde, so ist dem
Verein durch die <lb/>Einführung <hi rend="bold">wöchentlicher
Veranstaltungen*)
<p>Bietet nun eine so gründlich vorbereitete Aufführung
<lb/>schon große Gewähr dafür, <choice><orig>daß</orig><reg>dass</reg></choice> dem Werke zum richtigen
<lb/>Verständnis verholfen werde, so ist dem Verein durch die
<lb/>Einführung <hi rend="bold">wöchentlicher Veranstaltungen*)
<!-- Zu *) gibt es eine Fußnote am unteren Rand der Seite, muss noch eingefügt werden: *) Derzeit jeden Sonntag vormittag 10 bis 12 Uhr im kleinen Musikvereinssal. -->
</hi> hiezu ein <lb/>weiteres, noch wirksameres Mittel
gegeben, und zwar:</p>
</hi> hiezu ein
<lb/>weiteres, noch wirksameres Mittel gegeben, und zwar:</p>
<p>2. das der <hi rend="bold">oftmaligen Wiederholungen</hi> jedes Werks.
<lb/>Weiters wird, um den gleichmäßigen Besuch der Veran<lb break="no"/>
staltungen zu sichern, <hi rend="spaced-out">das Programm im Vorhinein <lb/>nicht
bekanntgegeben.</hi></p>
<p>Nur durch Erfüllung dieser beiden Erfordernisse: gründ<lb break="no"/> liches
Studium und oftmalige Wiederholung, kann Klarheit <lb/>an Stelle der sonst als
einziger Eindruck einer <hi rend="spaced-out">einmaligen</hi>
<lb/>Wiedergabe verbleibenden Unklarheit treten, kann sich ein <lb/>den
Absichten des Werkes entsprechendes Verhältnis ein<lb break="no"/> stellen, ein
Sich-Einleben in dessen Stil und Sprache, <lb/>schließlich eine Vertrautheit,
die sonst nur durch Selbst<lb break="no"/> studium erreichar ist, und die dem
Konzertpublikum von <lb/>heute höchstens mit den oft aufgeführten <hi rend="spaced-out">k1assischen</hi>
<lb/>Weiters wird, um den gleichmäßigen Besuch der Veran
<lb break="no"/>staltungen zu sichern, <hi rend="spaced-out">das Programm im Vorhinein
<lb/>nicht bekanntgegeben.</hi></p>
<p>Nur durch Erfüllung dieser beiden Erfordernisse: gründ
<lb break="no"/>liches Studium und oftmalige Wiederholung, kann Klarheit
<lb/>an Stelle der sonst als einziger Eindruck einer <hi rend="spaced-out">einmaligen</hi>
<lb/>Wiedergabe verbleibenden Unklarheit treten, kann sich ein
<lb/>den Absichten des Werkes entsprechendes Verhältnis ein
<lb break="no"/>stellen, ein Sich-Einleben in dessen Stil und Sprache, <lb/>schließlich eine Vertrautheit, die sonst nur durch Selbst
<lb break="no"/>studium erreichar ist, und die dem Konzertpublikum von
<lb/>heute höchstens mit den oft aufgeführten <hi rend="spaced-out">k1assischen</hi>
<lb/>Werken nachgerühmt werden könnte.</p>
<p>Die <hi rend="bold">dritte Bedingung</hi> zur Erreichung der Ziele des
<lb/>Vereins wird dadurch erfüllt, <choice><orig>daß</orig><reg>dass</reg></choice> die Aufführungen in jeder <lb/>Hinsicht
<hi rend="bold">nichtöffentlich</hi> sind, <choice><orig>daß</orig><reg>dass</reg></choice> <hi rend="spaced-out">Gäste</hi> (auswärtige <lb/>ausgenommen) <hi rend="spaced-out">keinen
Zutritt</hi> haben und <choice><orig>daß</orig><reg>dass</reg></choice> die Mit<lb break="no"/> glieder sich
verpflichten, <hi rend="spaced-out">jede öffent1iche Bericht<lb break="no"/>
erstattung</hi> über die Aufführungen und Tätigkeit des <lb/>Vereins zu
unterlassen, insbesonders Rezensionen, <lb/>Notizen und Besprechungen in
periodischen Druckschriften <lb/>weder zu verfassen noch zu inspirieren. Diese
Nichtöffentlichkeit der Veranstaltungen wird <lb/>durch die gleichsam <hi rend="spaced-out">pädagogischen</hi> Bestrebungen des <lb/>Vereins bedingt und
deckt sich mit dessen Tendenz, den
<lb/>Vereins wird dadurch erfüllt, <choice><orig>daß</orig><reg>dass</reg></choice> die Aufführungen in jeder
<lb/>Hinsicht
<hi rend="bold">nichtöffentlich</hi> sind, <choice><orig>daß</orig><reg>dass</reg></choice> <hi rend="spaced-out">Gäste</hi> (auswärtige
<lb/>ausgenommen) <hi rend="spaced-out">keinen Zutritt</hi> haben und <choice><orig>daß</orig><reg>dass</reg></choice> die Mit
<lb break="no"/>glieder sich verpflichten, <hi rend="spaced-out">jede öffent1iche Bericht
<lb break="no"/>erstattung</hi> über die Aufführungen und Tätigkeit des
<lb/>Vereins zu unterlassen, insbesonders Rezensionen, <lb/>Notizen und Besprechungen in periodischen Druckschriften
<lb/>weder zu verfassen noch zu inspirieren. Diese Nichtöffentlichkeit der Veranstaltungen wird
<lb/>durch die gleichsam <hi rend="spaced-out">pädagogischen</hi> Bestrebungen des
<lb/>Vereins bedingt und deckt sich mit dessen Tendenz, den
<pb n="8"/>
aufgeführten Werken nur durch die gute Aufführung zu <lb/>dienen, also lediglich
durch die Wirkung, <hi rend="spaced-out">die von der <lb/>Musik selbst
</hi>ausgeht. Propaganda für Werk und Autor <lb/>ist nicht Zweck des
Vereins.</p>
<p>Deshalb soll auch <hi rend="bold">keine Richtung bevorzugt</hi> und <lb/>nur das
Wertlose ausgeschlossen werden, im übrigen aber <lb/>alle moderne Musik, von
<persName key="E0300047"> Mahler</persName> und <persName key="E0300022">Strauß</persName> bis zu den <lb/>Jüngsten, die ja sonst fast nicht oder nur
unzulänglich zu <lb/>Wort kommen, dargebracht werden.</p>
<p>Im Allgemeinen ist der Verein bestrebt, den Mitgliedern <lb/>das an solchen
Werken darzutun, die geeignet sind, das <lb/>Schaffen eines Komponisten von
seiner charakteristischesten <lb/>und zunächst womöglich auch ansprechendsten
Seite zu <lb/>zeigen. Es kommen daher nebst Liedern, Klavierstücken,
<lb/>Kammermusik und kleineren Chorsachen auch <hi rend="spaced-out">Orchester<lb break="no"/> werke</hi> in Betracht, welche – da der Verein heute noch
<lb/>nicht die Mittel besitzt, sie in der Originalgestalt aufzu<lb break="no"/>
führen – vorderhand nur in guten und gutstudierten <hi rend="bold">Arran<lb break="no"/> gements zu vier bis acht Händen</hi> reproduziert werden
<lb/>können. Aber: <choice><orig>einmal</orig><reg>Einmal</reg></choice> vor eine solche neue Aufgabe ge<lb break="no"/>
stellt, wurde aus der Not eine Tugend gemacht. Es ist <lb/>nämlich auf diese
Weise möglich, moderne Orchester<lb break="no"/> werke – <hi rend="spaced-out">aller Klangwirkungen</hi>, die nur das Orchester <lb/>auslöst, <hi rend="spaced-out">und aller sinnlichen Hilfsmittel ent<lb break="no"/>
kleidet</hi> – hören und beurteilen zu können. Damit wird <lb/>der allgemein
übliche Vorwurf entkräftet, <choice><orig>daß</orig><reg>dass</reg></choice> diese Musik <lb/>ihre Wirkungen ledglich ihrer
mehr oder minder reichen <lb/>und effektvollen Instrumentation verdanke und
nicht auch <lb/>alle die Eigenschaften besäße, die bisher für·eine gute
aufgeführten Werken nur durch die gute Aufführung zu
<lb/>dienen, also lediglich durch die Wirkung, <hi rend="spaced-out">die von der
<lb/>Musik selbst
</hi>ausgeht. Propaganda für Werk und Autor
<lb/>ist nicht Zweck des Vereins.</p>
<p>Deshalb soll auch <hi rend="bold">keine Richtung bevorzugt</hi> und
<lb/>nur das Wertlose ausgeschlossen werden, im übrigen aber
<lb/>alle moderne Musik, von
<persName key="E0300047"> Mahler</persName> und <persName key="E0300022">Strauß</persName> bis zu den
<lb/>Jüngsten, die ja sonst fast nicht oder nur unzulänglich zu
<lb/>Wort kommen, dargebracht werden.</p>
<p>Im Allgemeinen ist der Verein bestrebt, den Mitgliedern
<lb/>das an solchen Werken darzutun, die geeignet sind, das
<lb/>Schaffen eines Komponisten von seiner charakteristischesten
<lb/>und zunächst womöglich auch ansprechendsten Seite zu
<lb/>zeigen. Es kommen daher nebst Liedern, Klavierstücken,
<lb/>Kammermusik und kleineren Chorsachen auch <hi rend="spaced-out">Orchester
<lb break="no"/>werke</hi> in Betracht, welche – da der Verein heute noch
<lb/>nicht die Mittel besitzt, sie in der Originalgestalt aufzu
<lb break="no"/>führen – vorderhand nur in guten und gutstudierten <hi rend="bold">Arran
<lb break="no"/>gements zu vier bis acht Händen</hi> reproduziert werden
<lb/>können. Aber: <choice><orig>einmal</orig><reg>Einmal</reg></choice> vor eine solche neue Aufgabe ge
<lb break="no"/>stellt, wurde aus der Not eine Tugend gemacht. Es ist
<lb/>nämlich auf diese Weise möglich, moderne Orchester
<lb break="no"/>werke – <hi rend="spaced-out">aller Klangwirkungen</hi>, die nur das Orchester
<lb/>auslöst, <hi rend="spaced-out">und aller sinnlichen Hilfsmittel ent
<lb break="no"/>kleidet</hi> – hören und beurteilen zu können. Damit wird
<lb/>der allgemein
übliche Vorwurf entkräftet, <choice><orig>daß</orig><reg>dass</reg></choice> diese Musik
<lb/>ihre Wirkungen ledglich ihrer mehr oder minder reichen
<lb/>und effektvollen Instrumentation verdanke und nicht auch
<lb/>alle die Eigenschaften besäße, die bisher für·eine gute
<lb/>Musik charakteristisch waren: Melodien, Harmonienreichtum
<lb/>Polyphonie, Formvollendung, Architektur etc.</p>
<p>Ein zweiter Vorteil solchen Musizierens ist in der <lb/><hi rend="spaced-out">konzertmäßigen Art der Wiedergabe dieser <lb/>Arrangements</hi> gelegen. Da
es sich dabei nicht um <lb/>einen Orchesterersatz handelt, sondern darum, die
Orchester<lb break="no"/> werke derart für Klavier umzudenken, <choice><orig>daß</orig><reg>dass</reg></choice> sie in
diesem
<p>Ein zweiter Vorteil solchen Musizierens ist in der
<lb/><hi rend="spaced-out">konzertmäßigen Art der Wiedergabe dieser
<lb/>Arrangements</hi> gelegen. Da es sich dabei nicht um
<lb/>einen Orchesterersatz handelt, sondern darum, die Orchester
<lb break="no"/>werke derart für Klavier umzudenken, <choice><orig>daß</orig><reg>dass</reg></choice> sie in diesem
<pb n="9"/>
Augenblick als selbständige, man könnte fast behaupten :
<lb/>Klavier-Kompositionen Geltung haben und gehört werden <lb/>sollen, werden
insbesonders alle Eigenschaften und Eigen<lb break="no"/> tümlichkeiten des
Klaviers ausgenützt, wird allen pianistischen <lb/>Möglichkeiten Rechnung
getragen. Und nun stellt sich so<lb break="no"/> gar heraus, <choice><orig>daß</orig><reg>dass</reg></choice> bei einer
solchen Reproduktion von Orchester<lb break="no"/> werken mit besonderer
Differenziertheit des Klanges fast <lb/>nichts verloren geht, ja <choice><orig>daß</orig><reg>dass</reg></choice> gerade
derartige Werke – <lb/>durch die Sicherheit ihrer Instrumentation, die Echtheit
der <lb/>ihrer Eingebung angeborenen Klangfarben – imstande sind, <lb/>dem
Klavier Klangwirkungen zu entlocken, die weit über <lb/>seine sonstigen
Ausdrucksmöglichkeiten hinausgehen.</p>
<p>In den ersten neun Vereinsveranstaltungen gelangten <lb/>zur Aufführung <choice><orig>bezw.</orig><reg>bzw.</reg></choice>
Wiederholung:</p>
<lb/>Klavier-Kompositionen Geltung haben und gehört werden
<lb/>sollen, werden insbesonders alle Eigenschaften und Eigen
<lb break="no"/>tümlichkeiten des Klaviers ausgenützt, wird allen pianistischen
<lb/>Möglichkeiten Rechnung getragen. Und nun stellt sich so
<lb break="no"/>gar heraus, <choice><orig>daß</orig><reg>dass</reg></choice> bei einer solchen Reproduktion von Orchester
<lb break="no"/>werken mit besonderer Differenziertheit des Klanges fast
<lb/>nichts verloren geht, ja <choice><orig>daß</orig><reg>dass</reg></choice> gerade derartige Werke – <lb/>durch die Sicherheit ihrer Instrumentation, die Echtheit der
<lb/>ihrer Eingebung angeborenen Klangfarben – imstande sind, <lb/>dem Klavier Klangwirkungen zu entlocken, die weit über
<lb/>seine sonstigen Ausdrucksmöglichkeiten hinausgehen.</p>
<p>In den ersten neun Vereinsveranstaltungen gelangten
<lb/>zur Aufführung <choice><orig>bezw.</orig><reg>bzw.</reg></choice> Wiederholung:</p>
<list rend="indent-first-neg">
......@@ -264,13 +282,17 @@
<item><hi rend="bold"><persName key="E0300053">Alban Berg</persName>,</hi> Op. 1, <hi rend="spaced-out"><title key="E0400057">Sonate für
Klavier</title></hi>;</item>
<item><hi rend="bold"><persName key="E0300021">Claude Debussy</persName>,</hi> zwei Liederzyklen: <hi rend="spaced-out"><title key="E0400059">Proses lyriques</title></hi>
<lb/>(zweimal) und <hi rend="spaced-out"><title key="E0400430">Fêtes galantes</title></hi> (zweimal); <hi rend="spaced-out">Trois <lb/><title key="E0400061">Nocturnes pour orchestre</title></hi>, arr. für zwei
Klaviere <lb/>zu vier Händen von <persName key="E0300107">Maurice <hi rend="spaced-out">Ravel</hi></persName>
<lb/>(zweimal) und <hi rend="spaced-out"><title key="E0400430">Fêtes galantes</title></hi> (zweimal); <hi rend="spaced-out">Trois
<lb/><title key="E0400061">Nocturnes pour orchestre</title></hi>, arr. für zwei
Klaviere
<lb/>zu vier Händen von <persName key="E0300107">Maurice <hi rend="spaced-out">Ravel</hi></persName>
(zweimal);</item>
<item><hi rend="bold"><persName key="E0300095">Josef Hauer</persName>,</hi>
<title key="E0400062"><hi rend="spaced-out">Nomos in sieben Teilen</hi>, Op. 1</title> und <lb/><title key="E0400063"><hi rend="spaced-out">Nomos in fünf Teilen</hi>, Op. 2</title>;</item>
<title key="E0400062"><hi rend="spaced-out">Nomos in sieben Teilen</hi>, Op. 1</title> und
<lb/><title key="E0400063"><hi rend="spaced-out">Nomos in fünf Teilen</hi>, Op. 2</title>;</item>
<item><hi rend="bold"><persName key="E0300047">Gustav Mahler</persName>,</hi> <title key="E0400064">VII. <hi rend="spaced-out">Symphonie</hi></title>, arr.
für Klavier vier<lb break="no"/> händig (zweimal); <title key="E0400065">Fünf Lieder aus "<hi rend="spaced-out">Des Knaben <lb/>Wunderhorn</hi>"</title> (zweimal);</item>
für Klavier vier<lb break="no"/> händig (zweimal); <title key="E0400065">Fünf Lieder aus "<hi rend="spaced-out">Des Knaben
<lb/>Wunderhorn</hi>"</title> (zweimal);</item>
<item><hi rend="bold"><persName key="E0300084">Hans Pfitzner</persName>,</hi>
<title key="E0400066"><hi rend="spaced-out">Fünf Lieder</hi>, Op. 26</title>;</item>
<item><hi rend="bold"><persName key="E0300097">Max Reger</persName>,</hi>
......@@ -301,8 +323,7 @@
</list>
<p>Folgende Werke befinden sich in Vorbereitung und
<lb/>sind u. a. in Aussicht
genommen:</p>
<lb/>sind u. a. in Aussicht genommen:</p>
<list rend="indent-first-neg">
......@@ -358,8 +379,8 @@
<p>2. Durch freiwillige Überzahlungen über diese Beträge,</p>
<p>3. Durch eventuelle freiwillige Zuwendungen Außen<lb break="no"/>
stehender.</p>
<p>3. Durch eventuelle freiwillige Zuwendungen Außen
<lb break="no"/>stehender.</p>
<p>für die Bemessung der Mitgliedsbeiträge ist folgendes maßgebend :</p>
......@@ -558,8 +579,8 @@
<lb/>der Beiträge ganz oder teilweise zu erlassen.</p>
<p>§ 12. Alle Beschlüsse der <hi rend="spaced-out">Generalversamm1ung</hi>, ein
<lb break="no"/>schließlich Wahlen, Statutenänderungen, Vereinsauflösung etc., be<lb break="no"/>
dürfen zur Giltigkeit der Zustimmung des Präsidenten</p>
<lb break="no"/>schließlich Wahlen, Statutenänderungen, Vereinsauflösung etc., be
<lb break="no"/>dürfen zur Giltigkeit der Zustimmung des Präsidenten</p>
</accMat>
</physDesc>
<history>
......@@ -678,20 +699,21 @@
</opener>
<p><seg type="opener" subtype="salute">Verehrter <persName key="E0300017">Herr Busoni</persName>,</seg> Sie haben mir zwar keine
<lb/>Antwort gegeben auf Briefe,
die ich Ihnen in der
<lb/>letzten Zeit geschrieben habe.<note type="commentary" resp="#E0300313">Die letzten beiden überlieferten Briefe <persName key="E0300023">Schönbergs</persName> an <persName key="E0300017">Busoni</persName> stammen vom 30. Januar 1917 sowie aus dem Frühjahr 1917.</note> Aber heute <choice><orig>drängts</orig><reg>drängt’s</reg></choice>
mich doch
<lb/>wieder, Ihnen zu <choice><orig>schreiben</orig><reg>schreiben,</reg></choice> und gegenüber solchem Drang <lb/>hält
alle Persönlichkeits<pc>=</pc> und Prestige<pc>=</pc>Politik bei mir
<lb/>nicht stand, da nehme
ich keine Rücksicht, weder auf <lb/>mich noch auf andere, sondern schreibe. Der
<lb/>Antwort gegeben auf Briefe, die ich Ihnen in der
<lb/>letzten Zeit geschrieben habe.
<note type="commentary" resp="#E0300313">Die letzten beiden überlieferten Briefe <persName key="E0300023">Schönbergs</persName> an <persName key="E0300017">Busoni</persName> stammen vom 30. Januar 1917 sowie aus dem Frühjahr 1917.</note>
Aber heute <choice><orig>drängts</orig><reg>drängt’s</reg></choice> mich doch
<lb/>wieder, Ihnen zu <choice><orig>schreiben</orig><reg>schreiben,</reg></choice> und gegenüber solchem Drang
<lb/>hält alle Persönlichkeits<pc>=</pc> und Prestige<pc>=</pc>Politik bei mir
<lb/>nicht stand, da nehme ich keine Rücksicht, weder auf
<lb/>mich noch auf andere, sondern schreibe. Der
<choice><orig>Anlaß</orig><reg>Anlass</reg></choice>: <persName key="E0300071">Steuer
<lb break="no"/>mann</persName> spielt in dem <orgName key="E0600027">Verein für
<choice><abbr>Mus. </abbr><expan><choice><orig>M</orig><reg>m</reg></choice>usikalische </expan></choice>
<choice><orig><abbr>Priv.</abbr> A</orig><reg><expan>Privat</expan>a</reg></choice>ufführungen</orgName>
<lb/>Ihre <title key="E0400079"><choice><orig>6</orig><reg>Sechs</reg></choice> Elegien</title><reg>,</reg>
und die gefallen mir so außerordentlich,
<lb/>Ihre <title key="E0400079"><choice><orig>6</orig><reg>Sechs</reg></choice> Elegien</title><reg>,</reg> und die gefallen mir so außerordentlich,
<lb/><choice><orig>daß</orig><reg>dass</reg></choice> ich Ihnen das sagen <choice><orig>muß</orig><reg>muss</reg></choice>. Ob es Sie interessiert,
<lb/>weiß ich nicht. Vielleicht aber interessiert Sie dieser
<lb/><orgName key="E0600027">Verein</orgName>, den ich gegründet habe. Ich hatte damit einen
......@@ -738,8 +760,8 @@
<note type="commentary" resp="#E0300313">Im <orgName key="E0600027">Verein</orgName> wurden zu einem späteren Zeitpunkt außerdem von <persName key="E0300017">Busoni</persName> die <title key="E0400220">Sonatina [Nr.&#8239;1]</title> für Klavier, die <title key="E0400221">Violinsonate op. 29</title> sowie die <title key="E0400222">Toccata für Klavier</title> aufgeführt.</note>
</p>
<p rend="indent-first">Ich grüße Sie herzlichst und denke mir, <choice><orig>daß</orig><reg>dass</reg></choice> Sie <lb/>mich doch einmal einer Zeile
würdigen könnten.
<p rend="indent-first">Ich grüße Sie herzlichst und denke mir, <choice><orig>daß</orig><reg>dass</reg></choice> Sie
<lb/>mich doch einmal einer Zeile würdigen könnten.
<lb/>Schließlich: der Schlechteste bin ich ja doch nicht.</p>
<closer>
......
......@@ -164,7 +164,7 @@
</item>
</list>
<p><hi rend="underline"><persName key="E0300001">Beethoven</persName> </hi>
<lb/> I.<title key="E0400266"> Eroica <choice><abbr>Variat.</abbr><expan>Variationen</expan></choice> </title>
<lb/>I.<title key="E0400266"> Eroica <choice><abbr>Variat.</abbr><expan>Variationen</expan></choice> </title>
<lb/>II <title key="E0400267"> Sonate 109 </title>
<lb/><title key="E0400146"> 6 Bagatellen 126</title>
<lb/>III<title key="E0400003"> Sonate op 106</title> </p>
......@@ -173,17 +173,17 @@
<p><hi rend="underline"><persName key="E0300137">Chopin</persName> </hi>
<lb/>I<title key="E0400125">12 Et<choice><orig>u</orig><reg>ü</reg></choice>den (op 10. <choice><abbr>od.</abbr><expan>oder</expan></choice>25) </title>
<lb/>II.<title key="E0400170"> 24 Préludes</title>
<lb/> III.<title key="E0400159"> 4 te Ballade</title>
<lb/> <title key="E0400375">Scherzo Cis m.</title>
<lb/> <title key="E0400176">Polonaise As d.</title></p>
<lb/>III.<title key="E0400159"> 4 te Ballade</title>
<lb/><title key="E0400375">Scherzo Cis m.</title>
<lb/><title key="E0400176">Polonaise As d.</title></p>
<p><hi rend="underline" n="2"><persName key="E0300013">Liszt</persName></hi>
<lb/> I. <title key="E0400157">Sonate</title>
<lb/> II<title key="E0400123" rend="dq-du">La Suisse</title>
<lb/>I. <title key="E0400157">Sonate</title>
<lb/>II<title key="E0400123" rend="dq-du">La Suisse</title>
<lb/> (N°1 - 9)
<lb/> III.<title key="E0400244">2 Legenden</title>
<lb/>III.<title key="E0400244">2 Legenden</title>
<lb/> <hi rend="underline" n="2"><choice><abbr>od.</abbr><expan>oder</expan></choice></hi> <title key="E0400155"> 6 <persName key="E0300081">Paganini</persName> <choice><abbr>Etdn.</abbr><expan>Etüden</expan></choice> </title>
<lb/> <hi rend="underline" n="2"><choice><abbr>od.</abbr><expan>oder</expan></choice></hi> <title key="E0400279">Norma Fantasie</title> </p>
</cell>
......
......@@ -241,7 +241,7 @@
<lb/>eintrafen. Es ist von
<lb/>der besten Unterrichts-
<lb break="no"/>Musik, was darin steht,
<lb/> <choice><abbr>u.</abbr><expan>und</expan></choice> ich gab mir mit
<lb/><choice><abbr>u.</abbr><expan>und</expan></choice> ich gab mir mit
<lb/>der Interpretation ent
<lb break="no"/>sprechende Mühe. –
</p>
......
......@@ -162,7 +162,7 @@
<lb/>ihm zu reden. Ein Lob ist nicht weniger
<lb/>die Anma<choice><orig>ass</orig><reg>ß</reg></choice>ung eines Urt<orig>h</orig>eils<orig>,</orig> als ein
<lb/>Tadel. <q rend="dq-uu-straight">Sie loben mich, also kritisieren Sie</q>
<lb/> – so habe ich oft empfunden. –
<lb/>– so habe ich oft empfunden. –
</p>
<p rend="indent-first">
......
......@@ -209,7 +209,7 @@
</p>
<p rend="indent-first">Ich habe meine #
<lb/> der <rs key="E0400156">Bellinda</rs> <!-- Werkeintrag einfügen --> # #:
<lb/>der <rs key="E0400156">Bellinda</rs> <!-- Werkeintrag einfügen --> # #:
<lb/>30 Exemplare des Klavieraus
<lb break="no"/>zugs autographiert 1280 frs <!-- Listen Formatierung -->
<lb/>Orchestermaterial in
......
......@@ -157,7 +157,7 @@
<p rend="indent-first"> Ich weiss nichts, wirklich nichts auf
<lb/>der Welt,(den Krieg einbegriffen), was stärker in
<lb/>mein Leben hineinragte als die Opern. Nicht