Commit fd8b28f4 authored by Christian Schaper's avatar Christian Schaper

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parent 0cc35134
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<p>Wenn Sie auf vierstimmige gehaltene
<lb/>A<choice><orig>cc</orig><reg>kk</reg></choice>orde – in ungünstiger Lage – das Zeichen
<lb/> &lt; &gt;
<lb/>&lt; &gt;
<note type="commentary" resp="#E0300317"><title key="E0400019">Drei Klavierstücke op. 11</title>, <rs key="E0400113">Nr. 2</rs>, Takt 11 f.:
<notatedMusic place="inline">
......
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......@@ -164,7 +164,7 @@
</item>
</list>
<p><hi rend="underline"><persName key="E0300001">Beethoven</persName> </hi>
<lb/> I.<title key="E0400266"> Eroica <choice><abbr>Variat.</abbr><expan>Variationen</expan></choice> </title>
<lb/>I.<title key="E0400266"> Eroica <choice><abbr>Variat.</abbr><expan>Variationen</expan></choice> </title>
<lb/>II <title key="E0400267"> Sonate 109 </title>
<lb/><title key="E0400146"> 6 Bagatellen 126</title>
<lb/>III<title key="E0400003"> Sonate op 106</title> </p>
......@@ -173,19 +173,19 @@
<p><hi rend="underline"><persName key="E0300137">Chopin</persName> </hi>
<lb/>I<title key="E0400125">12 Et<choice><orig>u</orig><reg>ü</reg></choice>den (op 10. <choice><abbr>od.</abbr><expan>oder</expan></choice>25) </title>
<lb/>II.<title key="E0400170"> 24 Préludes</title>
<lb/> III.<title key="E0400159"> 4 te Ballade</title>
<lb/> <title key="E0400375">Scherzo Cis m.</title>
<lb/> <title key="E0400176">Polonaise As d.</title></p>
<lb/>III.<title key="E0400159"> 4 te Ballade</title>
<lb/><title key="E0400375">Scherzo Cis m.</title>
<lb/><title key="E0400176">Polonaise As d.</title></p>
<p><hi rend="underline" n="2"><persName key="E0300013">Liszt</persName></hi>
<lb/> I. <title key="E0400157">Sonate</title>
<lb/> II<title key="E0400123" rend="dq-du">La Suisse</title>
<lb/> (N°1 - 9)
<lb/> III.<title key="E0400244">2 Legenden</title>
<lb/> <hi rend="underline" n="2"><choice><abbr>od.</abbr><expan>oder</expan></choice></hi> <title key="E0400155"> 6 <persName key="E0300081">Paganini</persName> <choice><abbr>Etdn.</abbr><expan>Etüden</expan></choice> </title>
<lb/> <hi rend="underline" n="2"><choice><abbr>od.</abbr><expan>oder</expan></choice></hi> <title key="E0400279">Norma Fantasie</title> </p>
<lb/>I. <title key="E0400157">Sonate</title>
<lb/>II<title key="E0400123" rend="dq-du">La Suisse</title>
<lb/> (N°1 - 9)
<lb/>III.<title key="E0400244">2 Legenden</title>
<lb/> <hi rend="underline" n="2"><choice><abbr>od.</abbr><expan>oder</expan></choice></hi> <title key="E0400155"> 6 <persName key="E0300081">Paganini</persName> <choice><abbr>Etdn.</abbr><expan>Etüden</expan></choice> </title>
<lb/> <hi rend="underline" n="2"><choice><abbr>od.</abbr><expan>oder</expan></choice></hi> <title key="E0400279">Norma Fantasie</title> </p>
</cell>
</row>
</table>
......
......@@ -241,7 +241,7 @@
<lb/>eintrafen. Es ist von
<lb/>der besten Unterrichts-
<lb break="no"/>Musik, was darin steht,
<lb/> <choice><abbr>u.</abbr><expan>und</expan></choice> ich gab mir mit
<lb/><choice><abbr>u.</abbr><expan>und</expan></choice> ich gab mir mit
<lb/>der Interpretation ent
<lb break="no"/>sprechende Mühe. –
</p>
......
......@@ -162,7 +162,7 @@
<lb/>ihm zu reden. Ein Lob ist nicht weniger
<lb/>die Anma<choice><orig>ass</orig><reg>ß</reg></choice>ung eines Urt<orig>h</orig>eils<orig>,</orig> als ein
<lb/>Tadel. <q rend="dq-uu-straight">Sie loben mich, also kritisieren Sie</q>
<lb/> – so habe ich oft empfunden. –
<lb/>– so habe ich oft empfunden. –
</p>
<p rend="indent-first">
......
......@@ -209,7 +209,7 @@
</p>
<p rend="indent-first">Ich habe meine #
<lb/> der <rs key="E0400156">Bellinda</rs> <!-- Werkeintrag einfügen --> # #:
<lb/>der <rs key="E0400156">Bellinda</rs> <!-- Werkeintrag einfügen --> # #:
<lb/>30 Exemplare des Klavieraus
<lb break="no"/>zugs autographiert 1280 frs <!-- Listen Formatierung -->
<lb/>Orchestermaterial in
......
......@@ -157,7 +157,7 @@
<p rend="indent-first"> Ich weiss nichts, wirklich nichts auf
<lb/>der Welt,(den Krieg einbegriffen), was stärker in
<lb/>mein Leben hineinragte als die Opern. Nicht
<lb/> wegen ihrer Form, Leichtigkeit und vollkom
<lb/>wegen ihrer Form, Leichtigkeit und vollkom
<lb break="no"/>menheit allein. Sondern weil dies alles ja in
<lb/>Wahrheit nur die Handschrift, die Pinsel
<lb break="no"/>führung eines wurderbare Menschengefühles
......@@ -178,22 +178,22 @@
<p> Ein Bekenntniss zur Zeitschrift<note type="commentary" resp="#E0300416">Hierbei handelt es sich um die züricher Zeitschrift <soCalled rend="dq-du">Zeit-Echo</soCalled>, welche 1917-1918 14 Tägig herausgebracht wurde und zu dieser Zeit unter der Leitung von <persName key="E0300126">Ludwig Rubiner</persName> stand.</note> noch: für die
<lb/>Zeichnung von <persName key="E0300453">Richter</persName><note type="commentary" resp="#E0300416">Zeichnung befindet sich in folgender Ausgabe:<soCalled rend="dq-du">Zeit-Echo</soCalled>, Volume 3, Number 1, May 1917; <persName key="E0300453">Hans Richter</persName> (1888-1976), war ein bekannter Dadaist, welcher sich während seiner Zeit in <placeName key="E0500132">Zürich</placeName> auch mit der künstlerischen Kontrapunktlehre von <persName key="E0300017">Ferruccio Busoni</persName> beschäftigte</note>, die diesmal drin ist, übernehmen
<lb/> <hi rend="underline">ich</hi> die volle Verantwortung. Ich bin sogar froh, durch
<lb/> die Zeitschrift das ermöglicht zu haben. Es ist,
<lb/> glaube ich, ein zwar folgenreicher aber doch kein
<lb/><hi rend="underline">ich</hi> die volle Verantwortung. Ich bin sogar froh, durch
<lb/>die Zeitschrift das ermöglicht zu haben. Es ist,
<lb/>glaube ich, ein zwar folgenreicher aber doch kein
<lb/>böser Eingriff in ein Leben, eines Menschen
<lb/> den Funken zu entlocken, der doch schlieslich in
<lb/> jedem Menschen sitzt, und meistens nur verhüllt
<lb/> bleibt. Ich, in meinem Leben, verdanke das
<lb/> Springenlassen des Funkens &#8211; das unbekümmerte
<lb/> Bekenntnis zum <hi rend="underline">Ich und zum Anderen</hi> (gemeinsam)
<lb/> &#8211; mehrmals Ihrer Person. Es wäre (vermutlich)
<lb/> kleinlich, selbstsüchtig und undankbar von mir, wenn
<lb/> ich das Feuer nicht weitergäbe. - Unser Geheimnis
<lb/> im Leben ist ja, dass wir &#8211; bis zu einem gewissen
<lb/> Grade der Empfänglichkeit &#8211; das Feuer weitergeben
<lb/>den Funken zu entlocken, der doch schlieslich in
<lb/>jedem Menschen sitzt, und meistens nur verhüllt
<lb/>bleibt. Ich, in meinem Leben, verdanke das
<lb/>Springenlassen des Funkens &#8211; das unbekümmerte
<lb/>Bekenntnis zum <hi rend="underline">Ich und zum Anderen</hi> (gemeinsam)
<lb/>&#8211; mehrmals Ihrer Person. Es wäre (vermutlich)
<lb/>kleinlich, selbstsüchtig und undankbar von mir, wenn
<lb/>ich das Feuer nicht weitergäbe. - Unser Geheimnis
<lb/>im Leben ist ja, dass wir &#8211; bis zu einem gewissen
<lb/>Grade der Empfänglichkeit &#8211; das Feuer weitergeben
<lb/><hi rend="underline"> müssen</hi>; den Anderen, bis zu einem gewissen
<lb/> Grade seinen Verständnissen, einweihen <hi rend="underline">müssen</hi>.
<lb/>Grade seinen Verständnissen, einweihen <hi rend="underline">müssen</hi>.
</p>
<p><milestone unit="section" style="—" rend="inline"/> <note type="stamp" place="inline" resp="#dsb_st_red">
<stamp rend="round border align(center) small">Deutsche
......@@ -203,25 +203,25 @@
</note></p>
<p> Und nun. Wenn Ihnen die Haltung nicht<choice><orig>"com
<lb break="no"/> promittierend"</orig><reg>"komprimittierend</reg></choice> für Ihre gute Laune zu sein
<lb/> scheint; nicht verstimmend auf Sie wirkt;
<lb/> nicht Sie abstösst,
<lb/> so wüsste ich mir nichts besseres, als das hier zu sagen:
<lb/> Einmal kommt gewiss der Moment, wo
<lb/> auch Sie ein Wort sprechen mögen, dass die
<lb/> Weltereignisse nach Ihrem Herzen lenken
<lb/> sollte. Wir dürfen nicht glauben, dass ein
<lb/> solches Wort wirkungslos bliebe. Wir müssen
<lb/> daran denken, dass die Augen des ganzen
<lb/>scheint; nicht verstimmend auf Sie wirkt;
<lb/>nicht Sie abstösst,
<lb/>so wüsste ich mir nichts besseres, als das hier zu sagen:
<lb/>Einmal kommt gewiss der Moment, wo
<lb/>auch Sie ein Wort sprechen mögen, dass die
<lb/>Weltereignisse nach Ihrem Herzen lenken
<lb/>sollte. Wir dürfen nicht glauben, dass ein
<lb/>solches Wort wirkungslos bliebe. Wir müssen
<lb/>daran denken, dass die Augen des ganzen
<lb/>Europas auf die Worte, die hier aus der
<pb n="3" facs="D0100308_3.jpg"/>
<lb/> Schweiz öffentlich hervorgehen, gerichtet sind.<note type="commentary" resp="#E0300416"> "Die literarisch-bildkünstlerische Zeitschrift «Zeit-Echo» (1914-1917) stellt einen Querschnitt der Bewußtseinsgeschichte der Dichter und Künstler im Ersten Weltkrieg dar."</note>
<lb/> (Zudem ist, technisch gesprochen, die Auflage
<lb/> <hi rend="underline"> sehr</hi> gro<choice><orig>ss</orig><reg>ß</reg></choice>.) &#8211; Und für die letzte Skepsis kann ich
<lb/> nur sagen: Das Wort eines Menschlichkeits&#8211;
<lb/> Genius lenkt <hi rend="underline"> immer</hi> die Herzen, zieht
<lb/> immer Kreise, wird immer in der Welt zu etwas wirklichem!</p>
<lb/>Schweiz öffentlich hervorgehen, gerichtet sind.<note type="commentary" resp="#E0300416"> "Die literarisch-bildkünstlerische Zeitschrift «Zeit-Echo» (1914-1917) stellt einen Querschnitt der Bewußtseinsgeschichte der Dichter und Künstler im Ersten Weltkrieg dar."</note>
<lb/>(Zudem ist, technisch gesprochen, die Auflage
<lb/><hi rend="underline"> sehr</hi> gro<choice><orig>ss</orig><reg>ß</reg></choice>.) &#8211; Und für die letzte Skepsis kann ich
<lb/>nur sagen: Das Wort eines Menschlichkeits&#8211;
<lb/>Genius lenkt <hi rend="underline"> immer</hi> die Herzen, zieht
<lb/>immer Kreise, wird immer in der Welt zu etwas wirklichem!</p>
<p><milestone unit="section" style="—" rend="inline"/> <note type="stamp" place="inline" resp="#dsb_st_red">
<stamp rend="round border align(center) small">Deutsche
......@@ -231,16 +231,16 @@
</note></p>
<p>Sie sehen, dass meine Frage nicht die
<lb/> übliche starre Redaktions&#8211;Aufforderung zur
<lb/> "Mitarbeit" ist. Sondern die Aussage: Wenn Sie
<lb/> es einmal mit der Welt nicht länger ausalten,
<lb/> und wenn Sie der Welt einen Ihrer Menschlichkeit
<lb/>übliche starre Redaktions&#8211;Aufforderung zur
<lb/>"Mitarbeit" ist. Sondern die Aussage: Wenn Sie
<lb/>es einmal mit der Welt nicht länger ausalten,
<lb/>und wenn Sie der Welt einen Ihrer Menschlichkeit
<lb break="no"/>keitsbriefe schreiben mögen &#8212; und wollen, dass
<lb/> sie ihn zu lesen bekommen&#8212;
<lb/> so wissen Sie, wer Ihnen zur Verfügung steht.
<lb/> Ha, "Verfügungstehen" - welch protziges Wort!
<lb/> Nein, wer sich unendlich freuen würde; tief
<lb/> davon überzeugt, dass ein Wort aus Ihrem
<lb/>sie ihn zu lesen bekommen&#8212;
<lb/>so wissen Sie, wer Ihnen zur Verfügung steht.
<lb/>Ha, "Verfügungstehen" - welch protziges Wort!
<lb/>Nein, wer sich unendlich freuen würde; tief
<lb/>davon überzeugt, dass ein Wort aus Ihrem
<lb/>Munde die Menschen tausendmal stärker <orig>I</orig>trifft,
<lb/>als die ewig geschäftsmässigen Redensarten
<lb/>der Berufspolitiker. Denn es gehtja hier
......
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......@@ -154,7 +154,7 @@
</editorialDecl>
</encodingDesc>
<profileDesc>
<correspDesc ref="http://www.busoni-nachlass.org/edition/letters/E010005/D01003...html">
<correspDesc ref="http://www.busoni-nachlass.org/edition/letters/E010005/D0100313.html">
<correspAction type="sent">
<persName ref="http://d-nb.info/gnd/118603590" key="E0300126">Rubiner, Ludwig</persName>
<date when="1918-02-07"/>
......@@ -268,7 +268,7 @@
</p>
<p>Dann der au<choice><orig>ss</orig><reg>ß</reg></choice>erordentliche
<lb/>Mut, mit der einfachsten
<lb/> Selbstverständlichkeit von
<lb/>Selbstverständlichkeit von
<lb/>der Welt, richtige Oper zu
<lb/>machen: Unerhört. Und
<lb/>bei allen die vollkommene
......@@ -290,7 +290,7 @@
<lb/>Leben steht. Das nicht nur
<lb/>Ausgedachte, sondern auch
<lb/>im phantastischsten Bezirk
<lb/> noch Empfundene; &#8212; ein
<lb/>noch Empfundene; &#8212; ein
<lb/>Zeichen dafür die menschliche
<lb/>Vielseitigkeit: köstlichstes
<lb/>Stück der heiter&#8211;melancholische
......@@ -420,7 +420,7 @@
<pb n="8" facs="D0100313_8.jpg"/>
<note type="foliation" place="top-right" resp="#archive" rend="underline">8</note>
<p>mehr oder weniger als <persName key="E0300124">Goethe</persName> gewesen
<lb/> sei, für recht ekelerregend halte.
<lb/>sei, für recht ekelerregend halte.
<lb/>Übrigens verstehe ich die Frage garnicht,
<lb/>glaube, dass man sie nicht stellen
<lb/>kann, und finde das alles sehr
......
......@@ -472,7 +472,7 @@
<lb/>Es soll doch mal ein tolles, laster
<lb break="no"/>haftes und orgienhaftes Aben
<lb break="no"/>teuerleben hier geführt worden
<lb/> sein? (V<orig>er</orig>gl. <persName key="E0300346">Hauffs</persName> <title key="E0400311" rend="dq-du">Bettelweib
<lb/>sein? (V<orig>er</orig>gl. <persName key="E0300346">Hauffs</persName> <title key="E0400311" rend="dq-du">Bettelweib
<lb/>von <placeName key="E0500183">Locarno</placeName></title>)<note type="commentary" resp="#E0300377">Unter den Schriften <persName key="E0300346">Wilhelm Hauffs</persName> lässt sich kein Werk dieses Titels finden. <title key="E0400311" rend="dq-du">Bettelweib von Locarno</title> ist der Titel einer kurzen Erzählung <persName key="E0300347">Heinrich von Kleists</persName>. Vermutlich hat <persName key="E0300126">Rubiner</persName> diese mit <persName key="E0300346">Hauffs</persName> Erzählung <title key="E0400312" rend="dq-du">Die Bettlerin vom Pont des Arts</title> verwechselt.</note> <!-- sehr gut! nur: welcher der Texte beschreibt denn nun das genannte lasterhafte Leben? -->
– Dies beschränkt
<lb/>sich heute auf den Kropf der
......
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......@@ -423,9 +423,9 @@
<lb/><hi rend="huge"> E. Scheurer</hi>
<lb/><hi rend="normal">PIAZZA GRANDE</hi> &#8211; <hi rend="large"><placeName
key="E0500183">LOCARNO</placeName></hi> &#8211; <hi rend="normal">PIAZZA GRANDE</hi>
<lb/> &#8212;
<lb/> Buffet du Kursaal
<lb/> &#8212; </fw>
<lb/>&#8212;
<lb/>Buffet du Kursaal
<lb/>&#8212; </fw>
<fw type="letterhead" place="align(right)" rend="rotate(-90)">
<placeName key="E0500183">Locarno</placeName>, le ....... 19..</fw>
<note type="stamp" place="bottom-center" resp="#dsb_st_red">
......
......@@ -467,7 +467,7 @@
<p rend="indent-first">
Nächtlicher Blick in den
<lb/> Gulliver. <!-- Kommentieren? -->Swift hat noch viel
<lb/>Gulliver. <!-- Kommentieren? -->Swift hat noch viel
<lb/>toller prophezeit, als alle anderen
<lb/>Propheten. Sogar astronomische
<lb/>Entdeckungen (mit genauen Angaben)
......
......@@ -404,7 +404,7 @@
<pb n="6" facs="D0100327_6.jpg" break="no"/>
<note type="foliation" resp="#archive" place="top-right" rend="underline">6</note>
<lb/> <placeName key="E0500014">Frankreich</placeName>ging,
<lb/><placeName key="E0500014">Frankreich</placeName>ging,
<choice><abbr>u.</abbr><expan>und</expan></choice> zwar zum selben Kreis,
<lb/>zu dem er öffentlich seit Jahren gehörte,
<lb/>und sich der Sanität als Arzt zur
......
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......@@ -201,7 +201,7 @@
<p rend="indent-first"> Ihr erfreulicher
<lb/>Brief brauchte eine
<lb/> kleine Woche zu mir. Wir sind
<lb/>kleine Woche zu mir. Wir sind
<lb/>recht froh, da<choice><orig>ss</orig><reg>ß</reg></choice> Sie unsere Wohnung
<lb/>benutzen und glücklich, wenn Sie
<lb/>sich darin wohl fühlen. Besonders
......@@ -213,11 +213,11 @@
<lb/>mit dem anderen Verlag<choice><orig>e</orig><reg> </reg></choice> haupt<lb break="no"/>sächlich darum angebahnt wurde,
<lb/>weil es mir unerlässlich erschien,
<lb/>da<choice><orig>ss</orig><reg>ß</reg></choice> <gap reason="erasure" extent="1" unit="char"></gap> meine <choice><orig>o</orig><reg>O</reg></choice>perndichtung
<lb/> unter neutraler Flagge — also
<lb/>unter neutraler Flagge — also
<lb/>durch die <placeName key="E0500092">Schweiz</placeName> — hinaus
<lb/>segelte. <seg rend="space-above">- Eine Veröffentlichung</seg>
<lb/>des <title key="E0400133">Arlecchino</title> müsste mit
<lb/> <orgName key="E0600002">Breitkopf <choice><orig>x</orig><reg>&amp;</reg></choice> Härtel</orgName> (so<orig> </orig> weit dies
<lb/><orgName key="E0600002">Breitkopf <choice><orig>x</orig><reg>&amp;</reg></choice> Härtel</orgName> (so<orig> </orig> weit dies
<pb n="2" facs="D0100333_2.jpg"/>
......@@ -266,11 +266,11 @@
<lb/>ich mit besorgter T<orig>h</orig>eilnahme.
<lb/>Noch ist <q rend="dq-uu">Keinem nicht nichts</q> klar.
<lb/>Ich taste inzwischen, ohne Plan
<lb/> <choice><abbr>u.</abbr><expan>und</expan></choice> Entschluss vorläufig. - Grüßen
<lb/><choice><abbr>u.</abbr><expan>und</expan></choice> Entschluss vorläufig. - Grüßen
<lb/>Sie und danken Sie <persName key="E0300351">Rita</persName> .
</p>
<p rend="indent-first">Ich schreibe bald mehr
<lb/> <choice><abbr>u.</abbr><expan>und</expan></choice> erhoffe auch von Ihnen
<lb/><choice><abbr>u.</abbr><expan>und</expan></choice> erhoffe auch von Ihnen
<lb/>Weiteres. An <persName key="E0300340">Frau Rubiner </persName> Alles
<lb/>Schöne. <seg type="closer" subtype="salute">Ihr herzlich ergebener</seg></p>
......
......@@ -158,7 +158,7 @@
</editorialDecl>
</encodingDesc>
<profileDesc>
<correspDesc ref="http://www.busoni-nachlass.org/edition/letters/E010005/D01003...html">
<correspDesc ref="http://www.busoni-nachlass.org/edition/letters/E010005/D0100334.html">
<correspAction type="sent">
<persName ref="http://d-nb.info/gnd/118603590" key="E0300126">Rubiner, Ludwig</persName>
<date when="1919-03-30"/>
......
......@@ -156,33 +156,33 @@
<lb/>nicht empfangen)<note type="commentary" resp="#E0300378">Der Brief ist nicht vorhanden</note>. - Ich finde Ihre Ände
<lb break="no" rend="after:="/>rung der Verse <note type="commentary" resp="#E0300378">Es geht um die Oper <title key="E0400218">Doktor Faust</title> von <persName key="E0300017">Busoni</persName>.</note> <hi rend="underline">ausgezeichnet!</hi> Darf ich
<lb/>noch eine Variante vorschlagen:
<lb/> <q rend="dq-du">Sie wachsen fort, ins Mystische gelenkt,
<lb/> zu Höchst geschleudert und zu Tiefst versenkt.</q> <note type="commentary" resp="#E0300378">Vgl. mit dem Libretto zu <title key="E0400218">Doktor Faust</title> (<bibl><ref target="#E0800136"/>,
<lb/><q rend="dq-du">Sie wachsen fort, ins Mystische gelenkt,
<lb/>zu Höchst geschleudert und zu Tiefst versenkt.</q> <note type="commentary" resp="#E0300378">Vgl. mit dem Libretto zu <title key="E0400218">Doktor Faust</title> (<bibl><ref target="#E0800136"/>,
<hi rend="dq-du">Vor dem Vorhang. Der Dichter an die Zuschauer</hi> ,S. 1—6ff.</bibl>)</note>
<lb/> <gap atLeast="3" reason="strikethrough" unit="word"></gap> Wirklich schön gefunden erachte ich die
<lb/> Genauigkeit: <q rend="dq-du"> Zu Höchst geschleudert und zu Tiefst
<lb/><gap atLeast="3" reason="strikethrough" unit="word"></gap> Wirklich schön gefunden erachte ich die
<lb/>Genauigkeit: <q rend="dq-du"> Zu Höchst geschleudert und zu Tiefst
<pb n="2" facs="D0100335_1.jpg"/>
<cb type="postcard"/>
versenkt.</q> -
<lb/> Dass <title key="E0400358">Sarabande <choice><abbr>u.</abbr><expan>und</expan></choice> Cortége</title>
<lb/>Dass <title key="E0400358">Sarabande <choice><abbr>u.</abbr><expan>und</expan></choice> Cortége</title>
<lb/>mit höchsten Ehren bedacht
<lb/>wurden, ist mir — ohne Cortege
<lb/> zu kennen —nach Sarabande
<lb/> selbstverständlich. An Ihrem
<lb/>zu kennen —nach Sarabande
<lb/>selbstverständlich. An Ihrem
<lb/>1. April <note type="commentary" resp="#E0300378">Der 1. April ist der Geburtstagstag von
<persName key="E0300017">Ferruccio Busoni</persName>; Anscheinend hatte <persName key="E0300126">Rubiner</persName>
eine Einladung zu einem Konzert bekommen und war dort. Im Brief vom 30. März wird geschrieben,
dass <persName key="E0300126">Rubiner</persName> <ref type="E010001" target="#1919-03-30-bs">Zürich beneidet</ref> und <ref type="E010001" target="#1919-03-30-bs ">
[...] [die Aufführung] noch ganz im Ohr ha[t]</ref>. Über das Programm des Konzertes siehe dazu <ref type="E010005" target="#D0100333">den Brief</ref>von <persName key="E0300017">Busoni</persName> an <persName key="E0300126">Rubiner</persName>.</note> nahm ich vollen
<lb/> Herzens teil — schon in den
<lb/>Herzens teil — schon in den
<lb/>Tagen vorher, mein Brief
<lb/>sagt es Ihnen <note type="commentary" resp="#E0300378">Der Brief ist nicht vorhanden</note>. Die Kritik,
<lb/>die Sie mir sandten, erhielt
<lb/> ich noch nicht! — Mein Stück <note type="commentary" resp="#E0300378">An der Stelle geht es um das Drama <title key="E0400316">Die Gewaltlosen.</title> von <persName key="E0300126">Rubiner</persName> </note>
<lb/>ich noch nicht! — Mein Stück <note type="commentary" resp="#E0300378">An der Stelle geht es um das Drama <title key="E0400316">Die Gewaltlosen.</title> von <persName key="E0300126">Rubiner</persName> </note>
<lb/>arbeite ich bis zu diesem Moment
<lb/> um — ins Klare!</p>
<lb/>um — ins Klare!</p>
<closer> <salute>In dem Empfindungen der Umarmung
<lb/>zu Ihnen Ihr</salute>
......
......@@ -151,7 +151,7 @@
<lb/>ungeheuren Strom, in dem hier die
<lb/>Dinge sind, möchte ich je verloren haben.
<lb/>Es macht müde und glücklich.-Dann:
<lb/> <hi rend="underline">Junge</hi> Menschen, <hi rend="underline">schöne</hi> Menschen (!) gesehen,
<lb/><hi rend="underline">Junge</hi> Menschen, <hi rend="underline">schöne</hi> Menschen (!) gesehen,
<lb/>gefunden, die früher nie waren, nie so.<note type="commentary" resp="#E0300378">Vermutlich meinte <persName key="E0300126">Rubiner</persName> hier junge Poeten, Schrifsteller und Kritiker,
<lb/>mit denen er im <date when-iso="1919">September 1919</date> den <orgName key="E0600114">Bund der proletarischen Kultur</orgName> gründet hatte, und zwar<persName key="E0300448">Johannes Robert Becher</persName>,
<lb/><persName key="E0300449">Arthur Holitscher</persName> und <persName key="E0300451">Rudolf Leonhard </persName> (vgl. <bibl><ref target="#E0400189"/>, S. 261–263</bibl>).</note>
......@@ -181,7 +181,7 @@
der <ref type="E010004" target="#D0200001">Erstausgabe</ref>, wo er eine Abneigung gegen die Form als Mittel der Musik zeigt.
<lb/>Trotzdem ist <persName key="E0300017">Busonis</persName> Einstellung zu der Form nicht eindeutig.
<lb/>Im <title key="E0800115">Offener Brief an <persName key="E0300084">Hans Pfitzner</persName></title> sagte er: <q rend="dq-du">[...] Ich bin Anbeter der Form! [...]Aber ich verlange — nein, das Organische der Kunst verlangt, —
<lb/> da<choice><orig>ß</orig><reg>ss</reg></choice> jede Idee ihre eigene Form sich selbst bilde.</q> (Vgl.<bibl><ref target="#E0800115"/>, S. 2, Sp. 1</bibl>).
<lb/>da<choice><orig>ß</orig><reg>ss</reg></choice> jede Idee ihre eigene Form sich selbst bilde.</q> (Vgl.<bibl><ref target="#E0800115"/>, S. 2, Sp. 1</bibl>).
<lb/>Mehr über das Problem der Form bei <persName key="E0300017">Busoni</persName> hier: <bibl><ref target="#E0400188"/>, S.&#8239;132—134&#8239;ff.</bibl></note> und jetzt erst
<lb/>könnte ich es Ihnen eigent<lb break="no" rend="after:="/>lich zeigen. Kein Barock
<lb/>mehr, keine Wucherung, keine
......
......@@ -159,15 +159,15 @@
In der Schlussszene sagt der <hi rend="dq-du">junge Mensch</hi>: <hi rend="dq-du">Ich bin am Anfang. In dieser Stunde bin ich geboren. </hi> Das Motiv der Unsterblichkeit und des unsterblichen Willens weist Parallelen zur Schlussszene des <title key="E0400218">Faust</title> auf.)</note>meine
<lb/>Glückwünsche darbringen. Idee mag
<lb/>Eingebung sein, Gesinnung Charakter,
<lb/> aber <hi rend="underline">Form</hi><note type="commentary" resp="#E0300378">Vgl. in Busonis <title key="E0400043">Entwurf einer neuen Ästhetik der Tonkunst</title>
<lb/>aber <hi rend="underline">Form</hi><note type="commentary" resp="#E0300378">Vgl. in Busonis <title key="E0400043">Entwurf einer neuen Ästhetik der Tonkunst</title>
den <ref type="E010004" target="#D0200001" n="9">Abschnitt über Absolute Musik</ref>; den <ref type="E010004" target="#D0200001" n="6">Abschnitt über Künste</ref>
der <ref type="E010004" target="#D0200001">Erstausgabe</ref>.</note> allein ist die Kunst. Hier
<lb/>also treffen wir uns — wie ich wu<choice><orig>ß</orig><reg>ss</reg></choice>te —
<lb/>wieder! Ich hoffe den Druck bald zu sehen,
<lb/>hoffe das Stück auf einem Theaterzettel zu
<lb/>lesen. <note type="commentary" resp="#E0300378"> Die Überlegungen und die Vorfreude von <persName key="E0300017">Busoni </persName> zur Theateraufführung des Werkes von <persName key="E0300126">Rubiner</persName> korrelieren mit
<lb/> seinen eigenen derzeitigen Erfahrungen mit der Aufführung des <title key="E0400218">Faust</title>. In der Zeit korrespondiert<persName key="E0300017">Busoni</persName> intensiv über Aufführungen von Teilen aus dem <title key="E0400218">Faust</title> mit
<lb/> <persName key="E0300129">Andreae</persName>. (Vgl. dazu <bibl><ref target="#E0800058"/>, S. 90—93</bibl>).
<lb/>seinen eigenen derzeitigen Erfahrungen mit der Aufführung des <title key="E0400218">Faust</title>. In der Zeit korrespondiert<persName key="E0300017">Busoni</persName> intensiv über Aufführungen von Teilen aus dem <title key="E0400218">Faust</title> mit
<lb/><persName key="E0300129">Andreae</persName>. (Vgl. dazu <bibl><ref target="#E0800058"/>, S. 90—93</bibl>).
<lb/>Im <date when-iso="1919-04">April 1919</date> sind folgende Teile fertig: Erstes Vorspiel und das Intemezzo; aber <persName key="E0300017">Busoni</persName> beschäftigt sich mit der Partitur intensiv weiter. So schreibt er am <date when-iso="1919-05-22">22. Mai 1919</date> an <persName key="E0300129">Andreae</persName>
: <q rend="dq-du">[...] Inzwischen reift die Partitur des <title key="E0400218">Doktor Faust</title> zur Vollendung ihrer ersten Hälfte heran. [...] dann werde ich Sie bitten, sie anzuschauen; um zu berat<orig>h</orig>en über die bereits angeregte Konzertaufführung.</q>
<lb/>Auch einen Monat später redet er in seinem Brief an <persName key="E0300129">Andreae</persName> über die Partitur zu <title key="E0400218">Faust</title>: <q rend="dq-du">Über <title key="E0400218">Faust</title> vermag ich erst sicher zu sprechen, wenn ich die fertige Partitur des aufzuführenden
......@@ -177,11 +177,11 @@
<lb/>Wortes und Satzes, wird Einem da erst bewu<choice><orig>ß</orig><reg>ss</reg></choice>t.
<lb/>Die Aufführung gi<orig>e</orig>bt die Perspektive. <del rend="strikethrough">Es</del> Ich
<lb/>halte aber — auf dem Theater nicht anders
<lb/> wie in den übrigen Kunstbezirken — an der Überzeugung <supplied reason="omitted">fest</supplied>, da<choice><reg>ss</reg><orig>ß</orig></choice> es keine <hi rend="underline">absoluten</hi>
<lb/> dramatischen, noch theatralischen Prinzipien
<lb/>wie in den übrigen Kunstbezirken — an der Überzeugung <supplied reason="omitted">fest</supplied>, da<choice><reg>ss</reg><orig>ß</orig></choice> es keine <hi rend="underline">absoluten</hi>
<lb/>dramatischen, noch theatralischen Prinzipien
<lb/>gibt, sondern dass jede eigene Schöpfung in
<lb/>sich selbst eigene Gesetze aufstellt. <note type="commentary" resp="#E0300378"> Zu <persName key="E0300017">Busonis</persName> Reflexion über die Theatermusik und die Oper vgl.
<lb/> Busonis <title key="E0400043">Entwurf einer neuen Ästhetik der Tonkunst</title>
<lb/>Busonis <title key="E0400043">Entwurf einer neuen Ästhetik der Tonkunst</title>
den <ref type="E010004" target="#D0200001" n="14">Abschnitt über Theatermusik</ref>
<ref type="E010004" target="#D0200001" n="14">S.14</ref>
der <ref type="E010004" target="#D0200001">Erstausgabe</ref>.</note>Es kommt
......@@ -218,9 +218,9 @@
<lb/>wie ein Gro<choice><reg>ß</reg><orig>ss</orig></choice>er, dass ein <persName key="E0300159">Weber</persName> Etwas
<lb/>zu Tage bringt, das dem ihn überragenden <persName key="E0300012">Bach</persName> , beispielweise, unzugänglich bleibt.
<note type="commentary" resp="#E0300378"> Das Thema <q rend="dq-du"><persName key="E0300012">Bach</persName><persName key="E0300017">Busoni</persName></q> spielt in der Busoni-Forschung eine besondere Rolle, sowohl in
<lb/> den ästhetischen, als auch in den musikalischen Aspekten. So bezeichnet<persName key="E0300017">Busoni</persName> in seiner <title key="E0800090">Bach-Ausgabe</title> die Polyphonie von <persName key="E0300012">Bach</persName>
<lb/> als ein Mittel, mit dem <q rend="dq-du"> [...] ein Komponist von heute ernstlich rechtet: mit ihrer Hilfe vermag er vollends seine Idee gewandt und erschöpfend zu gestalten, [...].</q>So fordert <persName key="E0300017">Busoni</persName>
<lb/> eine neue Kunst und einen neuen Klang der Musik, die gleichzeitig <q rend="dq-du">neu und alt sein muss.</q> (Vgl. <bibl><ref target="#E0800016"/>, S. 1223—124</bibl>).</note>
<lb/>den ästhetischen, als auch in den musikalischen Aspekten. So bezeichnet<persName key="E0300017">Busoni</persName> in seiner <title key="E0800090">Bach-Ausgabe</title> die Polyphonie von <persName key="E0300012">Bach</persName>
<lb/>als ein Mittel, mit dem <q rend="dq-du"> [...] ein Komponist von heute ernstlich rechtet: mit ihrer Hilfe vermag er vollends seine Idee gewandt und erschöpfend zu gestalten, [...].</q>So fordert <persName key="E0300017">Busoni</persName>
<lb/>eine neue Kunst und einen neuen Klang der Musik, die gleichzeitig <q rend="dq-du">neu und alt sein muss.</q> (Vgl. <bibl><ref target="#E0800016"/>, S. 1223—124</bibl>).</note>
<lb/>Diese nüchterne Wahrheit hält uns
<lb/>aufrecht; sonst müsste ich — mit anderen —
<lb/>mich, nach einem <persName key="E0300010">Mozart</persName>, als völlig
......@@ -232,8 +232,8 @@
<p rend="indent-fisrt">Wie freue ich mich über Ihre
<lb/>schönen Erlebnisse! — Ist es ein Anfang,
<lb/>ist es ein Ende? - Jedenfalls scheint
<lb/> es, nach Ihren Eindrücken, eine Physiognomie
<lb/> zu haben!
<lb/>es, nach Ihren Eindrücken, eine Physiognomie
<lb/>zu haben!
</p>
<note type="stamp" place="bottom-left" resp="#dsb_st_red">
......@@ -244,8 +244,8 @@
</note>
<p rend="indent-first">Leben Sie so weiter, und denken
<lb/> Sie, wenn Sie still sind, an Einen der recht
<lb/> still geworden <choice><abbr>u.</abbr><expan>und</expan></choice> doch nach Bewegung strebt,
<lb/>Sie, wenn Sie still sind, an Einen der recht
<lb/>still geworden <choice><abbr>u.</abbr><expan>und</expan></choice> doch nach Bewegung strebt,
nämlich
</p>
<closer>
......
......@@ -218,16 +218,16 @@
<lb/>aus geradenwegs nach <placeName key="E0500015">Deutschland</placeName>
<lb/>schreiben. Also benutze ich gern die
<lb/>Konjuktur um Ihnen — endlich — zu
<lb/> <del rend="strikethrough">schreiben</del> <add rend="above">antworten</add>.
<lb/><del rend="strikethrough">schreiben</del> <add rend="above">antworten</add>.
<note type="commentary" resp="#E0300378">Am <date when-iso="1919-09-18">18. September 1919</date> begab sich <persName key="E0300017">Busoni</persName>aus <placeName key="E0500132">Zürich</placeName> auf eine Tournee nach England und
<lb/> kehrte erst am <date when-iso="1919-12-11"></date>11. Dezember zurück. (Vgl. <bibl><ref target="#E0800190"/>, S. 371</bibl>). Er gab Konzerte in <orgName key="E0600116">Wigmore Hall</orgName> und machte eine Gramophon-Aufnahme in London, aber
<lb/> vor allem gab er Konzerte auch außerhalb der Stadt. (Vgl. dazu <bibl><ref target="#E0800192"/>, Sp. 1</bibl> und <bibl><ref target="#E0800058"/>, S.111—112</bibl>). </note>
<lb/>kehrte erst am <date when-iso="1919-12-11"></date>11. Dezember zurück. (Vgl. <bibl><ref target="#E0800190"/>, S. 371</bibl>). Er gab Konzerte in <orgName key="E0600116">Wigmore Hall</orgName> und machte eine Gramophon-Aufnahme in London, aber
<lb/>vor allem gab er Konzerte auch außerhalb der Stadt. (Vgl. dazu <bibl><ref target="#E0800192"/>, Sp. 1</bibl> und <bibl><ref target="#E0800058"/>, S.111—112</bibl>). </note>
— Ich möchte gerne den
<lb/> <title key="E0400218">Doktor Faust</title> nun bald in Buchform
<lb/><title key="E0400218">Doktor Faust</title> nun bald in Buchform
<lb/>herausgeben
<note type="commentary" resp="#E0300378">Einen Tag später, am <date when-iso="1919-11-07">7. November 1919</date> schrieb <persName key="E0300017">Busoni</persName>
einen Brief an seinen Verlag <orgName key="E0600002">Breitkopf &amp; Härtel</orgName>. Dieser Brief ist nicht verfügbar, aber es gib eine Antwort an Busoni von dem Verlag: Es geht da um den Verlag <orgName>Harmonie</orgName>
<lb/> und seine Rechte auf <persName key="E0300017">Busonis</persName> Musik. (Vgl. dazu <bibl><ref target="#E0800191"/>, S. 44</bibl> und <bibl><ref target="#E0800050"/></bibl>.)</note>— vorläufig müsste der
<lb/>und seine Rechte auf <persName key="E0300017">Busonis</persName> Musik. (Vgl. dazu <bibl><ref target="#E0800191"/>, S. 44</bibl> und <bibl><ref target="#E0800050"/></bibl>.)</note>— vorläufig müsste der
<lb/>Verlag seine Rechte auf den Text
<lb/>in Beziehung zur Musik nicht in
<lb/>den Vertrag mit einschließen — womit
......@@ -241,7 +241,7 @@
<lb break="no"/>tur <note type="commentary" resp="#E0300378">An der Stelle geht es über die Partitur zu <title key="E0400218">Doktor Faust</title></note>verfrüht, zunächst weil
<lb/>sie noch <soCalled rend="dq-uu">im Geiste ihres Schöpfers</soCalled> steht,
<lb/>ferner weil da so Manches zu regeln
<lb/> <choice><abbr>u.</abbr><expan>und</expan></choice> zu bestimmten ist, das mit den
<lb/><choice><abbr>u.</abbr><expan>und</expan></choice> zu bestimmten ist, das mit den
<lb/>übrigen Opern zusammenhängt.
<lb/>Ich habe einen Plan von vier
......@@ -274,7 +274,7 @@
<lb/>greift, was — z.B. die Zusamenen<lb break="no"/>stellung eines Zyklus — schon zur
<lb/>Genüge erschwert. — Machen Sie es
<lb/>mir leichter, nicht schwerer: ich
<lb/> habe, bei Gott, durch allerlei Schwie<lb break="no"/>rigkeiten zu waten— —
<lb/>habe, bei Gott, durch allerlei Schwie<lb break="no"/>rigkeiten zu waten— —
</p>
<p rend="first-right">Wie seiht es aus in <placeName key="E0500029">Berlin</placeName>?
......
This diff is collapsed.
......@@ -268,7 +268,7 @@
<lb/><choice><abbr>u.</abbr><expan>und</expan></choice> volle<del rend="strikethrough">r</del> Tagesbeleuchtungen sind
<lb/>perspektivische Betrachtungen zusammen
<lb break="no"/>fassender <choice><abbr>u.</abbr><expan>und</expan></choice> <del rend="strikethrough">zu</del> gern zu Ergebnissen
<lb/> gelangender Historiker. – Auch die
<lb/>gelangender Historiker. – Auch die
<lb/>Erscheinung <add rend="small">von <add place="above">einzelnen</add></add> in <add place="above" rend="small">der</add> Karikatur mündenden
<lb/>Experimenten <del rend="strikethrough">sind</del> ist eine ständige
<lb/>Begleiterin der Evolutionen: bizarre
......
......@@ -210,7 +210,7 @@
<p>persönliche und berufliche Änderungen verschiedenster
<lb/>Art hatten mich bisher abgehalten, Ihnen für Ihre
<lb/> s. Zt. in der Frkf. Ztg. abgedruckten Brief sowie
<lb/>s. Zt. in der Frkf. Ztg. abgedruckten Brief sowie
<lb/>für die neuerliche Zusendung des Aufsatzes ##
<lb/><persName key="E0300405">Chantavoine</persName> ## zu danken. Gerade als ich Ihnen
<lb/>jetzt schreiben wollte, kam Ihr Bayreuther Brief
......@@ -237,8 +237,8 @@
<lb/>Frage nach der Zukunft von Bayreuth unmittelbar
<lb/>in das Wagnerproblem hineinführt, d. h. in die
<lb/>Frage nach der Gegenwarts- u. Zukunftsbedeuteung
<lb/> der Kunst Wagners überhaupt. In mancher Beziehung
<lb/> denke ich ganz ähnlich wie Sie, Ihre Schroffheit
<lb/>der Kunst Wagners überhaupt. In mancher Beziehung
<lb/>denke ich ganz ähnlich wie Sie, Ihre Schroffheit
<lb/>bezüglich der Gesamtbewertung Wagners teile ich
<lb/>allerdings gar nicht, halte sie auch für objektiv
<lb/>unberechtigt. Ich ## diese Art Stellungnahme
......@@ -247,20 +247,20 @@
<lb/>besondere Naturell in dieser Berufung – verzeihen
<lb/>Sie –Grenzen gezogen sind.</p>
<p>Nun wäre das Ihre persönliche Angelegenheit
<lb/> u gewiß kein Grund Ihre Meinungsäußerung
<lb/>u gewiß kein Grund Ihre Meinungsäußerung
<lb/>als Bekundung Ihrer Persönlichkeit zu unterdrucken.
<lb/>Aber bitte bedenken Sie einmal ein ganz
<lb/>klein wenig die realpolitische Seite. Sie wissen,
<lb/>daß es in Deutschland eine große Anzahl von
<lb/>Menschen gibt, die Ihre Rückkehr möglichst in
<lb/>einen großgefaßten Betätigungskreise wünschen,
<lb/> Sie wissen vermutlich auch, daß diese Bestrebungen
<lb/>Sie wissen vermutlich auch, daß diese Bestrebungen
<lb/>bereits ziemlich feste Form angenommen haben
<lb/>u auf ein bestimmtes Ziel gerichtet sind. Sie
<pb n="3"/>
<lb/> wissen ebensogut, daß Sie viele, einflußreiche Gegner haben,
<lb/>wissen ebensogut, daß Sie viele, einflußreiche Gegner haben,
<lb/>die das Gelingen mit allen Mitteln zu hintertreiben
<lb/>suchen. Erscheint im jetzigen Augenblick dieser Artikel
<lb/>so liefern sie Ihren Gegnern die herrlichsten Waffen
......@@ -294,8 +294,8 @@
<lb/>Monaten Ihren damaligen Brief an mich ver-
<lb/>öffentlicht. Kommt jetzt wieder ein offener Brief
<lb/>an mich, so wirkt das als Wunsch, mich mit
<lb/> Hilfe Ihres Namens öffentlich u ## zu sehen,
<lb/> sehr als Eitelkeit meinerseits. Trotz der etwas
<lb/>Hilfe Ihres Namens öffentlich u ## zu sehen,
<lb/>sehr als Eitelkeit meinerseits. Trotz der etwas
<lb/>polemischen Färbung würde man das Ganze
<lb/>als bestellte Arbeit auffassen.
<lb/>Werden Sie mich auch nicht mißverstehen? Ich schätze
......@@ -304,8 +304,8 @@
<lb/>Ihre Rückäußerung habe. Sollten Sie meine
<lb/>Gründe nicht anerkennen, so würde ich Ihren
<lb/>Aufsatz den Redaktionskollegen vorlegen
<lb/> da ich allein nicht entscheidungsberechtigt bin.
<lb/> Was ich heute schreib, ist private Meinungsäußerung.
<lb/>da ich allein nicht entscheidungsberechtigt bin.
<lb/>Was ich heute schreib, ist private Meinungsäußerung.
<lb/>Ich hoffe sehr, Sie bald ## ## ##
<lb/>in einem schönen Wirkungskreise zu sehen.</p>
<closer>
......
......@@ -242,7 +242,7 @@
<lb/>(<choice><abbr>u.</abbr><expan>und</expan></choice> Andere mit mir) Ihnen sehr
<lb/>danken.</p>
<p rend="indent-first">Bitte herzlichst von mir
<lb/> fortan besser denken zu wollen.</p>
<lb/>fortan besser denken zu wollen.</p>
<closer>
<salute rend="align(right)">Ihr Sie hochschätzender
<lb/>und ergebener</salute>
......
......@@ -127,7 +127,7 @@
<note type="commentary" resp="#E0300388">Anscheinend handelt es sich bei dieser Briefkarte um ein Empfehlungsschreiben für <persName key="E0300405">Jean Chantavoine</persName> von <persName key="E0300017">Busoni</persName>. Der Musikwissenschaftler und <persName key="E0300001">Beethoven</persName>-Forscher <persName key="E0300405">Chantavoine</persName> war seit <date when-iso="1921">1921</date> Mitarbeiter der <orgName key="E0600109">Interallierten Rheinlandkommission</orgName> in <placeName key="E0500061">Wiesbaden</placeName> und wirkte damit in räumlicher Nähe zum in <placeName key="E0500462">Hofheim am Taunus</placeName> lebenden <persName key="E0300111">Paul Bekker</persName> (vgl. <bibl><ref target="#E0800175"/>, Sp. 719</bibl>).</note> <!-- Hier fehlen noch ein paar Informationen. Laut Brief hat Chantavoine Busoni gebeten, ihm ein solches Empfehlungsschreiben auszustellen. Im Busoni-Nachlass gibt es einen Brief, der zeitlich und räumlich in Frage käme (1.1.1922 aus Wiesbaden; Kalliope-Nr.: DE-611-HS-583266). Wahrscheinlich befinden sich dort weitere Informationen, auch, wo und wann das Treffen zw. Ch. und Bekker stattgefunden hat. -->
<lb/> und ich <subst><del rend="strikethrough">betrachte</del><add place="above">empfinde</add></subst> es als eine <del rend="strikethrough">für</del>
<lb/>und ich <subst><del rend="strikethrough">betrachte</del><add place="above">empfinde</add></subst> es als eine <del rend="strikethrough">für</del>
<lb/>mich ehrende Freude, zwei so
<lb/>aufgeklärte Männer zusammen
<lb break="no" rend="after:-"/>führen zu dürfen.</p>
......
......@@ -168,7 +168,7 @@
</editorialDecl>
</encodingDesc>
<profileDesc>
<correspDesc ref="http://www.busoni-nachlass.org/edition/letters/E010006/D01004...html"><!-- Ende URL anpassen -->
<correspDesc ref="http://www.busoni-nachlass.org/edition/letters/E010006/D0100418.html">
<correspAction type="sent">
<persName ref="http://d-nb.info/gnd/119265052" key="E0300111">Bekker, Paul</persName>
<date when="1923-11-05"/><!-- Briefdatum -->
......
......@@ -99,7 +99,7 @@
</editorialDecl>
</encodingDesc>
<profileDesc>
<correspDesc ref="http://www.busoni-nachlass.org/edition/letters/E010007/D0100....html"><!-- Ende URL anpassen -->
<correspDesc ref="http://www.busoni-nachlass.org/edition/letters/E010007/D0100505.html">
<correspAction type="sent">
<persName ref="http://d-nb.info/gnd/116781718" key="E0300208">Freund, Robert</persName>
<date when="1898-11-25"/>
......@@ -157,7 +157,7 @@
<p>Selbstverständlich wird <persName key="E0300420">Etel</persName>
<lb/>von Ihrer Erlaubnis<orig>s</orig> Gebrauch
<lb/>machen <choice><abbr>u.</abbr><expan>und</expan></choice> wieder nach
<lb/> <placeName key="E0500029">Berlin</placeName> zurückkehren, sobald
<lb/><placeName key="E0500029">Berlin</placeName> zurückkehren, sobald
</p>
<pb n="3" facs="D0100505_3.jpg"/>
<note type="foliation" place="top-right" resp="#archive">[2]</note>
......
......@@ -267,7 +267,7 @@
<p><persName key="E0300129">Andreae</persName> sagte mir, dass wir Sie nächsten
<lb/>Winter hören werden <choice><abbr>u.</abbr><expan>und</expan></choice> er im gleichen
<lb/><choice><orig>Concert</orig><reg>Konzert</reg></choice> Ihre <title key="E0400015">Berceuse élégiaque</title>
<lb/> bringen will.
<lb/>bringen will.
<note type="commentary" resp="#E0300377"><persName key="E0300017">Busoni</persName> spielte am <date when-iso="1913-01-06/1913-01-07">6. und 7. Januar 1913</date> in der <placeName key="E0500132">Zürcher</placeName> <orgName key="E0500320">Tonhalle</orgName>. Die <title key="E0400015">Berceuse élégiaque</title> wurde unter <persName key="E0300017">Busoni</persName> als drittes von sechs Stücken gespielt <bibl>(vgl. <ref target="#E0800058"/>, S. 37–39)</bibl>.</note>
......
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