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  <h2>CALLIDUS</h2>
  <b>C</b>omputer-<b>A</b>ided <b>L</b>anguage <b>L</b>earning: Lexikonerwerb im Late<b>i</b>nunterricht
  <b>d</b>urch korp<b>us</b>gestützte Methoden
  <br>
  <br>
  <h4>Beteiligte Forschungseinheiten</h4>
  Das <a href="https://www.projekte.hu-berlin.de/de/callidus/index.html" target="_blank">Forschungsprojekt CALLIDUS</a> 
  bringt drei unterschiedliche Kompetenzbereiche der Humboldt-Universität zu Berlin zusammen:<br>
  <ul>
    <li>den Computer- und Medienservice (Software, Vernetzung von digitalen Tools), </li>
    <li>die Fachdidaktik Latein und die Lateinische Philologie (Studien in realen (schulischen) Kontexten,
      Kompetenz- und Aufgabenorientierung, Lernprogression) und</li>
    <li>und die Korpuslinguistik (Methoden, z.B. semantische Distributionen und NLP, Spracherwerb)</li>
  </ul>
  Im Zeitraum 2017-20 wird dieses Projekt durch die
  <a href="http://gepris.dfg.de/gepris/projekt/316618374" target="_blank">Deutsche Forschungsgemeinschaft</a>
  gefördert.<br>

  <h4>Ansatz des Forschungsprojekts</h4>
  Es gibt bisher kaum empirische Forschung zum Lexikonerwerb im LU (Petersmann 1989; Bösch 2012; Sass 2015),
  obwohl der Wortschatz aus lernpsychologischer (Thurow 1981; Waiblinger 2002),
  didaktischer (Steinthal 1971; Untermann und Wülfing 1981; Kubik 1989; Nickel 1999; Utz 2000; Freund und Schröttel
  2003; Daum 2016; Kuhlmann 2016)
  und methodischer (Steinhilber 1978; Hermes 1988; Esser 1999; Stirnemann 2009; Doepner und Keip 2014;
  van de Loo 2016) Perspektive seit vielen Jahren immer wieder erneut thematisiert wird. Folgerichtig
  ist das interdisziplinäre, DFG-geförderte Forschungsprojekt CALLIDUS in seiner Anlage
  (Zeit, Umfang, Interdisziplinarität) nicht nur einzigartig, sondern vor allem äußerst herausfordernd, weil
  Erkenntnisse aus ganz unterschiedlichen Teilgebieten theoriegeleitet und anwendungsorientiert
  zugleich umgesetzt werden müssen, um den Lexikonerwerb im Lateinunterricht nachhaltig zu verbessern.<br>

  <h4>Forschungsschwerpunkt</h4>
  Eine zentrale Fragestellung des Callidus-Projektes lautet, ob der in der Zweit-/ und Fremdsprachenforschung
  vertretene Ansatz des <i>data driven language learning</i> (Braun 2007; Gilquin und Granger 2010)
  auf eine historische Sprache wie Latein übertragen werden kann. Dieser Theorie zufolge wird
  der Wortschatzerwerb dadurch unterstützt, dass Aufgaben bzw. Übungen aus einem Korpus
  authentischer sprachlicher Äußerungen generiert werden, um dem Lernenden ein
  (ggf. spielbasiertes) immersives, d.h. völlig in die Sprache eintauchendes Lernen
  am Beispiel zu ermöglichen (Farr und Murray 2016). Diese ‚echten‘ sprachlichen Handlungen –
  sei es nun Literatur oder eine kommunikative Alltagssituation – sollen dem Lernenden
  erst den notwendigen Kontext bieten, um Wortschatz in seiner Variabilität und Komplexität zu erfassen.
  Ausgehend von einem ausreichend großen Korpus, das mit hoher Wahrscheinlichkeit verschiedene formale
  und funktionale Aspekte eines Wortes bzw. einer Wortgruppe bietet, können dem Lernenden sprachliche
  Übungen und Beispielanwendungen zur Verfügung gestellt werden, die die Mehrdimensionalität eines
  Wortes oder einer Wortgruppe veranschaulichen. Diese korpusbasierte Wortschatzarbeit
  zielt somit auf ein reflektiertes, intralinguales Sprachhandeln sowie ein komplexeres Wortschatzwissen,
  in dessen Folge der Wortschatz im sog. Mentalen Lexikon besser vernetzt werden kann
  (Bruza et al. 2009; Kersten 2010). Allerdings gibt es bisher eher wenige empirische Nachweise
  zur Nützlichkeit dieses Ansatzes noch theoriegeleitete methodische Überlegungen, wie die Umsetzung
  in einer Unterrichtseinheit, d.h. die Konstruktion der Übung und Arbeitsanweisung, erfolgen soll,
  um das erwünschte Wortschatzlernen zu initiieren. Demnach betritt das CALLIDUS-Projekt nicht nur
  aus lateindidaktischer, sondern auch aus korpuslinguistischer Perspektive weitgehend unbekanntes Terrain.<br>

  <h4>Empirische Forschung</h4>
  Im Rahmen des Projektes wurden bisher einige Pilotstudien durchgeführt:<br>
  <ul>
    <li>im Anfängerunterricht eine Jahresstudie (Schuljahr 2018/19),</li>
    <li>im Lateinunterricht der Fortgeschrittenen (Mittelstufe) eine Studie mit Bezug zu Ovid (1. Hj. Schuljahr 2018/19)
      und eine Studie mit Bezug zu Cicero (Ende Schuljahr 2017/18),</li>
    <li>im Lateinunterricht der älteren Fortgeschrittenen (Oberstufe) ebenfalls die Studien zu Ovid und Cicero sowie
    </li>
    <li>eine Testung der computergestützten Übungsformate (MC) durch Studierende der Klassischen Philologie (Dez. 2018).
    </li>
  </ul>

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